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Sparen für Kinder: Welche Geldanlage lohnt sich noch?


Geld anlegen  

So sparen Sie am besten für Kinder und Enkel

22.03.2021, 11:15 Uhr | cho, dpa-tmn

Sparen für Kinder: Welche Geldanlage lohnt sich noch?. Eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn (Symbolbild): Mit einem ETF-Sparplan können Sie vergleichsweise bequem Geld für Ihre Kinder anlegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ Drazen Zigic)

Eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn (Symbolbild): Mit einem ETF-Sparplan können Sie vergleichsweise bequem Geld für Ihre Kinder anlegen. (Quelle: Drazen Zigic/Thinkstock by Getty-Images)

Ferienlager, Ausbildung, Führerschein – bis die Kinder erwachsen sind, kommen viele Ausgaben zusammen. Doch wer vorausschauend plant, hat das Geld später parat. Wir erklären, wie Ihnen das gelingt.

Eltern wünschen sich, dass es ihren Kindern an nichts fehlt. Gleiches gilt für Großeltern und ihre Enkel. Die Summen, die dabei von Jahr zu Jahr anfallen, schüttelt aber nicht jeder mal eben so aus dem Ärmel. Gut, wenn Sie vorsorgen – und einen Teil Ihres Einkommens anlegen. Die Frage ist nur: Wie genau?

Denn mit dem Sparbuch kommen Sie heute nicht mehr weit – das dürfte den meisten inzwischen klar sein. Aber was ist die beste Alternative? Wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten Sie haben und was die Vorteile und Nachteile sind.

Welche Geldanlagen lohnen sich noch?

Wenn Eltern oder Großeltern Geld für ihre Kinder und Enkelkinder anlegen wollen, haben sie verschiedene Möglichkeiten. Die Wahl, die Sie treffen müssen, lautet dabei immer: Möchten Sie eine ziemlich sichere Geldanlage, die aber weniger Erträge bringt, oder darf es etwas risikoreicher sein – für meist mehr Rendite?

Sparen mit Aktienfonds und ETFs

Die höchste Rendite erwartet Sie am Aktienmarkt. Dafür lauern dort allerdings auch die meisten Risiken. Die gute Nachricht ist aber: Sie können diese Risiken reduzieren. Das gelingt, wenn Sie auf Fonds statt auf einzelne Aktien setzen und noch mindestens zehn, besser 15 Jahre Zeit zum Sparen haben. So können Sie Kursschwankungen über die Jahre aussitzen.

Die Zeitschrift "Finanztest" der Stiftung Warentest rät dafür zu einem Sparplan in börsengehandelte Indexfonds (ETF), die einen breit streuenden Aktienindex wie zum Beispiel den internationalen Index MSCI World abbilden. Dieser hat von 1975 bis Ende 2019 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9 Prozent erzielt.

Gegenüber klassischen Aktienfonds haben ETFs den Vorteil, dass sie deutlich günstiger sind. Das liegt daran, dass es bei ihnen keinen Fondsmanager gibt, der mitbezahlt werden möchte. Und je geringer die Kosten, desto besser für Ihre Rendite. Lesen Sie hier, wie Sie einen ETF-Sparplan abschließen.

Sparen mit Festgeld

Wer es lieber sicherer mag und keine zehn Jahre mehr Zeit hat, bis das Kind sein Geld sehen soll, kann auf Festgeld zurückgreifen. Dabei legen Sie Ihr Geld über einen fest vereinbarten Zeitraum und zu einem vorab festgelegten Zins an. Das heißt, Sie kommen vor Ablauf der Laufzeit nicht an Ihr Geld heran.

Dafür kassieren Sie aber in der Regel auch höhere Zinsen als für Tagesgeld und Sie können sicher sein, dass der Zinssatz nicht schwankt. Trotzdem können Anleger bei Festgeld nicht mit mehr als 1 Prozent Zinsen pro Jahr bei Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren rechnen. Die besten Festgeldangebote finden Sie immer aktuell zum Anfang eines jeden Monats hier.

Sparen mit Tagesgeld

Noch geringere Zinsen als beim Festgeld bekommen Sie auf einem Tagesgeldkonto. Um überhaupt noch nennenswerte Rendite zu erzielen, sollten Sie unbedingt nach den besten Angeboten Ausschau halten.

Gegenüber Festgeld hat Tagesgeld den Vorteil, dass Sie nicht an eine feste Laufzeit gebunden sind, sondern stets an das Geld herankönnen. Ein Nachteil ist hingegen, dass sich der Zinssatz mit der Zeit ändern kann.

Ausbildungsversicherung

Hiervon sollten Sie lieber die Finger lassen. Laut "Finanztest" sind Ausbildungsversicherungen und Kinderschutzbriefe nicht zum Sparen für Kinder geeignet, weil sie nicht nur unflexibel und mit hohen Kosten verbunden sind, sondern auch noch wenig bis gar keine Rendite abwerfen.

Wie funktioniert ein ETF-Sparplan für Kinder?

Wer viel Geld zur Verfügung hat, kann dieses einmalig am Anfang in einen Aktien-ETF stecken. Wer nur regelmäßig kleinere Beiträge anlegen kann, wählt einen ETF-Sparplan. Diese sind laut "Finanztest" flexibel, bequem und verursachen nur geringe Kosten.

Die Sparraten lassen sich dabei beliebig anpassen: Wer plötzlich mehr verdient, kann den Sparplan einfach aufstocken, auch durch ergänzende Einmalzahlungen. Andersherum können Sie die Sparraten auch reduzieren oder ganz aussetzen.

Mit einem Sparplan ist es auch nicht entscheidend, wann der richtige Zeitpunkt für die Investition ist. Denn wenn man regelmäßig anlegt, umgeht man das Risiko, ausgerechnet zum ungünstigsten Zeitpunkt gestartet zu sein.

Erst rund fünf Jahre vor dem geplanten Laufzeitende der ETF-Anlage sollten Eltern prüfen, wann ein guter Verkaufszeitpunkt sein könnte. Muss das Geld nicht direkt zum 18. Geburtstag des Kindes zur Verfügung stehen, lohnt es sich, auf hohe Börsenkurse zu warten. Herrscht gerade Krise, kann der Sparplan in Absprache mit dem Kind einfach weiterlaufen, bis bessere Zeiten kommen.

Auf welchen Namen soll das Geld angelegt werden?

Wenn Sie das Depot unter dem Namen des Kindes eröffnen, hat das einen wichtigen Vorteil: Erträge auf Kinderkonten sind bis zu 10.245 Euro steuerfrei. Eltern oder Großeltern zahlen dagegen ganz normal die Kapitalertragssteuer.

Der Nachteil an Kinderkonten: fehlende Kontrolle. Das Geld gehört dem Kind, dieses kann mit dem 18. Geburtstag damit machen, was es will – zum Beispiel den Betrag einfach auf den Kopf hauen.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass ab bestimmten Beträgen das Kind nicht mehr kostenlos in der Krankenversicherung der Familie mitversichert werden kann. Ein Problem könnte das Kinderkonto auch werden, wenn das Kind später einmal Bafög beziehen möchte. Die staatliche Unterstützung gibt es nur, wenn das Vermögen unter 5.200 Euro liegt.

Für Empfänger von Arbeitslosengeld II hingegen hat ein Konto oder Depot auf den Namen des Kindes den Vorteil, dass das Vermögen nicht auf Hartz IV angerechnet wird. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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