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Sparen für Kinder: Welche Geldanlage lohnt sich noch?

Geld anlegen  

So sparen Sie am besten für Kinder und Enkel

14.10.2020, 11:50 Uhr | cho, dpa-tmn

Sparen für Kinder: Welche Geldanlage lohnt sich noch?. Eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn (Symbolbild): Mit einem ETF-Sparplan können Sie vergleichsweise bequem Geld für Ihre Kinder anlegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ Drazen Zigic)

Eine Mutter mit ihrem kleinen Sohn (Symbolbild): Mit einem ETF-Sparplan können Sie vergleichsweise bequem Geld für Ihre Kinder anlegen. (Quelle: Drazen Zigic/Thinkstock by Getty-Images)

Ferienlager, Ausbildung, Führerschein – bis die Kinder erwachsen sind, kommen viele Ausgaben zusammen. Doch wer vorausschauend plant, hat das Geld später parat. Wir erklären, wie Ihnen das gelingt.

Eltern wünschen sich, dass es ihren Kindern an nichts fehlt. Gleiches gilt für Großeltern und ihre Enkel. Die Summen, die dabei von Jahr zu Jahr anfallen, schüttelt aber nicht jeder mal eben so aus dem Ärmel. Gut, wenn Sie vorgesorgt haben – und einen Teil Ihres Einkommens anlegen. Die Frage ist nur: Wie genau?

Mit dem Sparbuch kommen Sie heute nicht mehr weit – das dürfte den meisten inzwischen klar sein. Aber was ist die beste Alternative? Gleich mehrere Gründe sprechen für ETFs. Was das ist und wie Sie Ihr Geld am besten darin investieren, zeigt Ihnen unser Überblick.

Welche Geldanlagen lohnen sich noch?

Wenn Eltern oder Großeltern Geld für ihre Kinder und Enkelkinder anlegen wollen, haben sie verschiedene Möglichkeiten: ziemlich sichere mit weniger Erträgen, Rendite genannt, und etwas risikoreichere – mit meist mehr Rendite.

Die Zeitschrift "Finanztest" (11/2020) der Stiftung Warentest rät entweder zu Festzinslagen. Hier können Anleger aber nicht mit mehr als 1 Prozent Zins pro Jahr bei Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren rechnen. Mehr Renditechancen bieten börsengehandelte Indexfonds (ETF), die einen breit streuenden Aktienindex wie zum Beispiel den internationalen Index MSCI World abbilden. Dieser hat von 1975 bis Ende 2019 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9 Prozent erzielt.

Die ETF-Variante ist den Experten zufolge nicht risikolos, aber weniger riskant als viele glauben. Der Grund: Wer 18 Jahre Geld anlegt, also bis zur Volljährigkeit des Kindes, kann Kursschwankungen und sogar Crashs an den Börsen einfach aussitzen.

Wie funktioniert eine Geldanlage für Kinder?

Wer viel Geld zur Verfügung hat, kann dieses einmalig am Anfang in einen Aktien-ETF stecken. Wer nur regelmäßig kleinere Beiträge anlegen kann, wählt einen ETF-Sparplan. Diese sind laut "Finanztest" flexibel, bequem und verursachen nur geringe Kosten.

Wer plötzlich mehr verdient, kann den Sparplan einfach aufstocken, auch durch ergänzende Einmalzahlungen. Ein Aussetzen ist ebenfalls möglich. Mit einem Sparplan ist es auch nicht entscheidend, wann der richtige Zeitpunkt für die Investition ist. Denn wenn man regelmäßig anlegt, umgeht man das Risiko, ausgerechnet zum ungünstigsten Zeitpunkt gestartet zu sein.

Erst rund fünf Jahre vor dem geplanten Laufzeitende der ETF-Anlage sollten Eltern prüfen, wann ein guter Verkaufszeitpunkt sein könnte. Muss das Geld nicht direkt zum 18. Geburtstag des Kindes zur Verfügung stehen, lohnt es sich, auf hohe Börsenkurse zu warten. Herrscht gerade Krise, kann der Sparplan in Absprache mit dem Kind einfach weiterlaufen, bis bessere Zeiten kommen.

Auf welchen Namen soll das Geld angelegt werden?

Eine Frage ist, ob das Depot unter dem Namen des Kindes eröffnet wird. Der Vorteil dieser Variante: Erträge auf Kinderkonten sind bis zu 10.245 Euro steuerfrei. Eltern zahlen dagegen ganz normal die Kapitalertragssteuer.

Der Nachteil an Kinderkonten: fehlende Kontrolle. Das Geld gehört dem Kind, dieses kann mit dem 18. Geburtstag damit machen, was es will – zum Beispiel den Betrag einfach auf den Kopf hauen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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