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Transfette in Lebensmitteln: Warum sie so schädlich sind

Von t-online
Aktualisiert am 02.08.2018Lesedauer: 2 Min.
Frisch gebackene Croissants: Besonders Backwaren sind oft reich an schädlichen Transfettsäuren.
Frisch gebackene Croissants: Besonders Backwaren sind oft reich an schädlichen Transfettsäuren. (Quelle: Sami Sert/getty-images-bilder)
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Fettreiche Speisen sind nicht nur schlecht für die Figur: Auch die Gefäße, das Herz und sogar das Gehirn leiden unter schädlichen Fettsäuren

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Sie entstehen unter anderem beim industriellen Härten von Ölen, aber auch beim Erhitzen und Braten von ungesättigten Fettsäuren. Transfette gelten als noch schädlicher im Vergleich zu gesättigten Fettsäuren.

Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen

Transfettsäuren sind nachweislich herz- und kreislaufschädigend, da sie den Cholesterinwert im Blut erhöhen. Das LDL-Cholesterin, auch "schlechtes" Cholesterin genannt, hat die Eigenschaft, sich verstärkt in den Gefäßen abzulagern und damit die Gefäßverkalkung zu fördern. Ein dauerhafter Konsum der gefährlichen Fettsäuren kann somit zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen führen und steigert damit das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall.


Diese zwölf Produkte sind Transfettbomben

Croutons
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Backwaren und Fertiggerichte oft reich an Transfetten

Die schädlichen Fettsäuren kommen vor allem in Pflanzenfetten vor, die industriell teilgehärtet sind. Damit lässt sich etwa flüssiges Fett in streichfähige Margarine oder Backfett umwandeln. Da diese Technik kostengünstig ist und Produkte länger haltbar macht, gelangen Transfette in zahlreiche Lebensmittel: Backwaren, Frühstücksflocken mit Fettzusatz, Pommes frites, Trockensuppen, Fertiggerichte sowie Süßwaren und Snacks sind laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) besonders betroffen. In geringen Mengen kommen Transfettsäuren sogar in Milch, Rinder- und Lammfett vor.

Um die Entstehung von Transfetten zu verhindern, müsste die Lebensmittelindustrie auf die Verwendung von teilgehärteten Pflanzenfetten verzichten. Die FDA (Food and Drug Administration) in den USA strebt diesen Verzicht nun an.

In Deutschland bisher keine Transfett-Grenzwerte

In Dänemark, der Schweiz, Island, Österreich, New York, Philadelphia und Kalifornien gelten bereits eindeutige Vorschriften, was den zulässigen Transfettgehalt in Lebensmitteln betrifft. Damit geht meist auch eine dementsprechende Kennzeichnung auf dem Produkt einher. Derartige Richtlinien gelten in Deutschland bisher nicht. Verbraucher müssen sich deshalb mit dem Hinweis auf gehärtete Fette zufrieden geben. Dies sagt letztendlich aber nichts über den Gehalt an Transfetten aus.

Selbermachen statt zu Fertigprodukten greifen

Transfette sollten so wenig wie möglich in der täglichen Ernährung vorkommen und nicht mehr als ein Prozent der Nahrungsenergie ausmachen, empfiehlt die DGE. Um das zu erreichen, müssen sämtliche industrielle Fertigprodukte weitestgehend gemieden werden.

Wer nicht auf Kekse, Croissants und Pizza verzichten möchte, backt am besten selbst. Auch Pommes frites gelingen im Backofen mit wenig Fett – ganz ohne Fritteuse. Doch auch beim Selbermachen gilt es, vorsichtig zu sein: Die beim Backen verwendeten Fette müssen mit dem Hinweis "ohne gehärtete Fette" versehen und hitzebeständig sein, sonst können auch beim Selberbacken Transfette entstehen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.Food and Drug Administration
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