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EM 2016: Falsche 9 oder Tiki Taka - Fußball-Begriffe erklärt

Fußball-ABC  

Fußball-Begriffe erklärt: Alles über Falsche 9 und Doppelsechs

17.06.2016, 14:26 Uhr | CM

EM 2016: Falsche 9 oder Tiki Taka - Fußball-Begriffe erklärt. DFB-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger kann auf der Doppelsechs und als Achter spielen. (Quelle: dpa/Christian Charisius)

DFB-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger kann auf der Doppelsechs und als Achter spielen. (Quelle: Christian Charisius/dpa)

Ob echter oder falscher Neuner, Doppelsechs, Tiki-Taka oder Bananenflanke. Während eines Fußballspiels fallen immer wieder rätselhafte Ausdrücke. In unserem Fußball-ABC erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe, damit Sie beim nächsten Spiel der EM 2016 mit Fachwissen glänzen können.

Achter

Ein Achter ist ein Mittelfeldspieler, der vor der Abwehr zum Einsatz kommt und Teil der Doppelsechs ist. Der Achter besticht durch sehr gutes Passspiel, Technik und Torgefährlichkeit. Die Rolle des Achters im Team der deutschen Nationalelf nimmt zumeist Toni Kroos ein.

Alibipass

Alibipässe sind Zuspiele, welche keinen direkten Vorteil für die eigene Mannschaft bringen. Bei diesen Pässen wird immer der sicher stehende Mitspieler gesucht und kein Risiko eingegangen.

Bananenflanke

Wie die Banane so ist auch diese Flanke: krumm. Diese Hereingabe wird mit viel Effet in den Strafraum gegeben und ist auf Grund der Flugbahn für den Torwart schwer zu berechnen. Ideengeber der Bananenflanke ist der Brasilianer Garrincha. Im deutschen Fußballraum verbinden Fans die "krumme Flanke" hauptsächlich mit Manfred Kaltz.

Blutgrätsche

Die Blutgrätsche ist eine extrem harte Grätsche. Ziel ist es, nicht den Ball zu spielen, sondern den Gegner niederzustrecken. Typische Vertreter für eine Blutgrätsche waren Marco Materazzi und Vinnie Jones.

Box-to-Box-Spieler

Oftmals schwärmen Reporter vom sogenannten Box-to-Box-Spieler. Das sind Fußballer, die den Raum zwischen den Strafräumen (Box) beackern. Diese Akteure sind extrem laufstark und obendrein noch torgefährlich. Bekannte Box-to-Box-Spieler waren Steven Gerrard und Frank Lampard.

Catenaccio

Aus dem italienischen übersetzt bedeutet es "Türriegel" und bezeichnet im Fußball eine extrem defensive und für die Zuschauer wenig attraktive Spielweise. Geprägt haben den Catenaccio unter anderem Helenio Herrera als Trainer von Inter Mailand in den 1960ern sowie Otto Rehhagel. Rehhagel holte als Coach dank dieser Spielweise mit Griechenland den EM Titel 2004 in Portugal.

Doppelsechs

Eine Doppelsechs ist ein Spielsystem, das Nationalmannschaften erstmals bei der WM 2010 praktizierten. Bei dieser Spielformation agieren zwei Mittelfeldspieler vor der Abwehr und bilden das Herzstück des defensiven Mittelfeldes. Die Doppelsechs besteht im besten Fall aus einem defensivstarken Akteur, dem Sechser, und einem spielstarken Typen, dem Achter.

Englische Woche

Finden Fußballspiele auch unter der Woche statt, wird von einer Englischen Woche gesprochen. In der 1. und 2. Bundesliga finden diese Spiele immer von Dienstag bis Donnerstag statt. Englische Wochen stellen für Fußballer eine höherer Belastung dar, da Sie innerhalb einer Woche mehrere Pflichtspiele absolvieren.

Fliegenfänger

Ein Fliegenfänger ist nicht auf der Suche nach Insekten. In der Fußballersprache ist es eine Bezeichnung für einen schlechten Torwart. Diesem unterlaufen immer wieder individuelle Fehler. Weitere Synonyme für Fliegenfänger sind Pannenkeeper und Katastrophentorwart.

Falsche 9

Eine Falsche 9 ist nominell ein Stürmer. Im Gegensatz zum klassischen Angreifer lässt sich die Falsche 9 aber immer wieder ins Mittelfeld fallen. Dadurch wird die gegnerische Abwehr durcheinander gebracht und Überzahl im Mittelfeld geschaffen. Typische Falsche Neuner im deutschen EM-Kader sind Mario Götze und Mesut Özil. Die wohl weltbeste Falsche 9 ist Lionel Messi vom FC Barcelona.

Pressing

Pressing bezeichnet eine spezifische Spielweise, bei der die gegnerische Mannschaft stark unter Druck gesetzt wird. Das Attackieren soll einen geordneten Spielaufbau verhindern und Ballverluste erzwingen. Beim Pressing gibt es unterschiedliche Varianten wie Gegenpressing oder Angriffspressing. Ein typischer Vertreter des Pressings und insbesondere des Gegenpressings war Borussia Dortmund unter Trainer Jürgen Klopp.

Schwalbe

Sprechen Kommentatoren von einer Schwalbe, haben sich Fußballer eine Unsportlichkeit erlaubt. Ein Spieler lässt sich absichtlich fallen, obwohl er vom Gegenspieler nicht oder nur minimal berührt wurde. Ziel ist es, den Schiedsrichter zu täuschen und einen Freistoß oder Elfmeter zu erschwindeln. Diese Akteure werden häufig als "Schwalbenkönig" oder "Sterbender Schwan" bezeichnet, wie beispielsweise Arjen Robben in diesen Situationen.

Sechser

Als klassischer Sechser wird ein defensiver Mittelfeldspieler bezeichnet. Früher noch ein reiner Zerstörer hat sich die Aufgabe des Sechsers gewandelt. Gefragt sind neben Zweikampfstärke auch Qualitäten im Passspiel. Klassische Vertreters des Sechsers sind Bastian Schweinsteiger sowie der spanische Nationalspieler Sergio Busquets.

Tiki-Taka

Das Tiki-Taka ist ein auf hohen Ballbesitz ausgelegter Spielstil. Durch zahlreiche Kurzpässe wird der Ball in den eigenen Reihen zirkuliert. Geprägt haben den Tiki-Taka-Fußball die spanische Nationalmannschaft und der ehemalige Trainer von Bayern München, Pep Guardiola.

Tödlicher Pass

Ein tödlicher Pass ist ein Zuspiel, bei dem der Mitspieler aus einer scheinbar harmlosen Situation zu einer Großchance kommt. Meister des tödlichen Passes sind der Spanier Andres Iniesta sowie sein ehemaliger Kollege Xavi.

Viererkette

Eine Viererkette ist eine Abwehrformation. Diese besteht aus zwei Innenverteidigern sowie zwei Außenverteidigern.

Zehner

Mesut Özil hat zwar die Rückennummer acht, ist aber eigentlich ein klassischer Zehner, ein sogenannter Spielmacher. Dieser Spieler fokussiert sich hauptsächlich auf das Angriffsspiel und war früher von Defensivarbeit weitestgehend befreit. Da der heutige Fußball aber zu schnell und komplex ist, ist muss nun auch er "nach hinten mitarbeiten".

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