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Kann man Schlaf nachholen? So gefährlich ist Schlafmangel


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Schlaf kann man nachholen – kann man auch vorschlafen?

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 06.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Frau im Bett
Schlafende Frau: Laut Wissenschaft können Sie Schlaf nachholen. (Symbolbild) (Quelle: mapodile/getty-images-bilder)
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Schlafmangel kann auf Dauer krank machen. Wer allerdings wochentags zu wenig schläft, kann das Defizit am Wochenende wieder ausgleichen – ohne dass die Gesundheit leidet. Doch kann man auch vorschlafen?

Das Wichtigste im Überblick


  • Ist Schlaf nachholen ungesund?
  • Wie viele Stunden Schlaf sind gesund?
  • Wie wirkt sich wenig Schlaf auf den Körper aus?
  • Kann man auch vorschlafen?

Ein über die Woche angehäuftes Schlafdefizit muss einer Studie zufolge keine gesundheitlichen Nachteile haben – sofern Sie die Bilanz am Wochenende wieder ausgleicht. Werde die fehlende Nachtruhe an freien Tagen nachgeholt, gehe Schlafmangel langfristig nicht mit einem erhöhten Sterberisiko einher, berichtet ein internationales Team von Schlafforschern im "Journal of Sleep Research".


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Ist Schlaf nachholen ungesund?

"Wenn man am Wochenende nachschläft, muss man nicht jeden Tag auf die gesunden sieben bis siebeneinhalb Stunden kommen, was auch oft für Arbeitnehmer unrealistisch ist in den heutigen Zeiten", bestätigt der Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité, Ingo Fietze, der nicht an der Studie beteiligt war.

Wie viele Stunden Schlaf sind gesund?

Für die Studie werteten die Wissenschaftler um Torbjörn Åkerstedt vom Stockholmer Karolinska Institut die Schlaf- und Lebensgewohnheiten von fast 44.000 Menschen in Schweden aus. Über einen Zeitraum von 13 Jahren verfolgten sie, welche Teilnehmer starben. Ob sie ihre Schlafgewohnheiten im Laufe dieser Zeit geändert hatten, wurde zwar nicht ermittelt. Allerdings berücksichtigten die Forscher bei ihrer Analyse andere gesundheitliche Einflussfaktoren, darunter etwa Gewicht, Tabak- und Alkoholgebrauch sowie körperliche Aktivität.

Als Referenzwert für optimale Schlafdauer nahmen die Forscher sieben Stunden. Die Menschen unter 65 Jahren, die jede Nacht fünf Stunden oder weniger schliefen, hatte im Studienzeitraum im Vergleich zu Menschen mit dieser Schlafdauer ein erhöhtes Sterberisiko. Das war allerdings dann nicht der Fall, wenn die Menschen mit Schlafmangel am Wochenende lange schliefen. Daraus leiten die Forscher ab, dass sich ein Schlafdefizit ohne große gesundheitliche Nachteile am Wochenende ausgleichen lässt.

Wie wirkt sich wenig Schlaf auf den Körper aus?

Eine erhöhte Sterberate fanden die Forscher auch bei jenen Probanden unter 65 Jahren, die täglich mehr als neun Stunden schliefen. Bei älteren Menschen stellten die Wissenschaftler kaum Veränderungen beim Sterberisiko fest – unabhängig davon, wie lange diese Teilnehmer an Werktagen und Wochenenden geschlafen hatten.

Der Berliner Experte Fietze glaubt, dass ein Schlafpensum unter sechs beziehungsweise über neun Stunden auf Dauer die Lebenserwartung verkürzt und das Risiko für Diabetes und Krebs steigert. Hinzu komme die Wirkung auf die Psyche: "Der Schlaf kürzer als sechs Stunden geht schon nach einer Nacht aufs Gemüt." Wenn man optimal in den Tag starten wolle, dann sei eine Schlafdauer von etwa sieben Stunden genau richtig, sagt Fietze.

Kann man auch vorschlafen?

Für kommende Belastungen vorschlafen sei in der Regel nicht möglich, betont Experte Fietze. Laut Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin könne es zwar gelingen, "am nächsten oder übernächsten Tag besser mit weniger Schlaf" auszukommen, wenn man vorschläft, über einen längeren Zeitraum könne das aber zu gesundheitlichen Problemen und Erschöpfung führen. Denn Schlaf als Reserve zu speichern, ist laut Wiater einfach nicht möglich.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Studie im Journal of Sleep Research
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