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Wenn der Schlafrhythmus etwas aus dem Takt gerÀt

Von dpa
Aktualisiert am 23.10.2020Lesedauer: 2 Min.
FĂŒĂŸe gucken unter der Bettdecke hervor: Wie sehr stört die Zeitumstellung wirklich unseren Schlafrhythmus?
FĂŒĂŸe gucken unter der Bettdecke hervor: Wie sehr stört die Zeitumstellung wirklich unseren Schlafrhythmus? (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)
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Eigentlich funktioniert unser Schlaf-Wach-Rhythmus ganz gut. Wenn nur nicht jedes halbe Jahr die Zeitumstellung dazwischen kÀme. Doch wie stark beeinflusst sie uns tatsÀchlich? Und welche Folgen hat es, wenn man langfristig zu wenig schlÀft?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie lange dauert die Erholung nach der Zeitumstellung?
  • Macht zu wenig Schlaf wirklich krank?
  • Stört uns unser Smartphone beim Einschlafen?

Am Wochenende ist es wieder soweit: In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren umgestellt. Viele Menschen fĂŒhlen sich nach der Zeitumstellung dauerhaft mĂŒde. Doch was steckt dahinter? Ein Faktencheck.


Tipps fĂŒr einen besseren Schlaf

In wohltemperierten SchlafrÀumen, die mit beruhigenden Farben und nicht zu aufregenden Mustern eingerichtet sind, schlÀft es sich gleich viel besser.
Das Bett sollte zum Schlafen da sein
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Wie lange dauert die Erholung nach der Zeitumstellung?

Wissenschaftler beschĂ€ftigen sich seit Langem mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Uhren-Drehens – vor allem mit der Umstellung auf die Sommerzeit. Bis vor gut zehn Jahren kamen so gut wie alle Studien zu dem Ergebnis: Probleme wie Schlafstörungen seien spĂ€testens innerhalb von ein bis zwei Wochen behoben. In der jĂŒngeren Forschung gibt es jedoch Hinweise, dass sich der biologische Rhythmus bei manchen Menschen etwas langsamer harmonisiert.

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Der Zeitsprung unterbricht die Anpassung an die jahreszeitlich bedingten VerĂ€nderungen. "Durch die Umstellung wird man gezwungen, das Aufwachen um eine Stunde vor oder nach hinten zu verschieben. Deshalb gerĂ€t die Harmonie zwischen dem Äußeren und der inneren Uhr durcheinander", erklĂ€rt Gregor Eichele. Der Leiter der Abteilung Gene und Verhalten am Max-Planck-Institut fĂŒr biophysikalische Chemie beschĂ€ftigt sich damit, wie MolekĂŒle den biologischen Rhythmus beeinflussen.

Die Stunde Verschiebung werde besonders von den Menschen bemerkt, die einen regelmĂ€ĂŸigen Schlafrhythmus hĂ€tten, so Eichele. Die innere Uhr des Menschen lĂ€sst viele Prozesse in Zyklen von rund 24 Stunden ablaufen – etwa VerĂ€nderungen der Körpertemperatur und des Blutdrucks, die AusschĂŒttung von Hormonen sowie den Schlaf-Wach-Rhythmus.

Macht zu wenig Schlaf wirklich krank?

Wer dauerhaft zu wenig und/oder schlecht schlÀft, gefÀhrdet sein Wohlbefinden und seine Gesundheit. Dabei geht es um direkte Auswirkungen und um langfristige Risiken. So leiden zunÀchst die kognitiven FÀhigkeiten: Schon nach wenigen Tagen Schlafmangel sind die meisten Menschen unkonzentrierter, vergesslicher, und sie reagieren messbar langsamer.

Wenn man ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum schlecht schlafe, gehe das an die Gesundheit, erklĂ€rt Schlafforscher Ingo Fietze von der Berliner CharitĂ© in einem Interview mit "Zeit online". "Die Blutzuckerwerte erhöhen sich, das Diabetesrisiko steigt, und das Immunsystem beginnt zu schwĂ€cheln."

DarĂŒber hinaus zeigen Studien aus verschiedenen LĂ€ndern, dass Menschen, die langfristig schlecht schlafen, ein erhöhtes Risiko fĂŒr verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Der Schlafbedarf ist zwar von Mensch zu Mensch verschieden. Doch die Empfehlung der "American Academy of Sleep Medicine" lautet: Mindestens sieben Stunden Schlaf pro Nacht sollten es bei einem Erwachsenen sein – um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

Stört uns unser Smartphone beim Einschlafen?

TatsĂ€chlich kann es sein, dass Sie schlechter einschlafen, wenn Sie zuvor zu lange auf Ihr Smartphone geschaut haben. Schuld ist der meist hohe Anteil an blauem Licht, mit dem die Bildschirme von Smartphones und Computern arbeiten. Das kurzwellige Licht sorgt dafĂŒr, dass man wach bleibt: Es bremst die AusschĂŒttung von Melatonin. Dieses Hormon regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers.


Bei fehlendem (Tages-)Licht wird es aus den körpereigenen Speichern ins Blut abgegeben, und man wird mĂŒde. Wer vor dem Schlafengehen aufs Handy schaut, kann außerdem durch die dabei entstehenden GefĂŒhle wach gehalten werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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