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Mentholzigaretten stehen vor dem Aus

EU-Verbot gilt ab Mittwoch  

Mentholzigaretten stehen vor dem Aus

18.05.2020, 09:41 Uhr | dpa

Mentholzigaretten stehen vor dem Aus. Verbot von Aroma-Zigaretten: Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt bevorzugte Zigaretten mit Menthol-Geschmack. (Quelle: dpa/picture alliance)

Verbot von Aroma-Zigaretten: Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt bevorzugte Zigaretten mit Menthol-Geschmack. (Quelle: picture alliance/dpa)

Bald wird es keine Mentholzigaretten mehr in der EU geben. Von Mitte der Woche an sind in den EU-Staaten ausnahmslos alle Zigaretten mit charakteristischen Aromen verboten, weil sie den Tabakgeschmack überdecken und so zur Förderung des Tabakkonsums beitragen.

Mentholzigaretten sind ab Mittwoch (20. Mai) in der EU verboten. Dann endet eine vierjährige Übergangsphase für Produkte mit einem höheren Marktanteil als drei Prozent.

Die Regelung ist Teil der EU-Tabakrichtlinie, die 2014 nach mühsamen Verhandlungen verabschiedet wurde und 2016 in Kraft trat. Seitdem müssen auch zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Zigarettenschachteln und Drehtabakverpackungen für Schockbilder und aufklärende Warnhinweise reserviert sein.

Einstieg ins Rauchen soll verhindert werden

Die Regeln sollten die Raucherquote von Jugendlichen senken und "Fälle der vorzeitigen Sterblichkeit" reduzieren. Derzeit führt die EU-Kommission eine Studie zur Anwendung der Tabakrichtlinie aus.

Kurz vor Inkrafttreten bestätigte der Europäische Gerichtshof die verschärften Regeln. Die Luxemburger Richter lehnten Anfang Mai 2016 Klagen von Polen und mehrerer Tabakunternehmen ab. Mit Blick auf die Aromen wiesen sie darauf hin, dass Produkte wie Mentholzigaretten mit "angenehmem Aroma" das Rauchen gerade für Einsteiger attraktiver machen sollten. Die EU-Gesetzgeber seien daher befugt gewesen, zur Eindämmung des Tabakkonsums diese Produkte zu verbieten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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