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Kalmus: Heilwirkung, Anwendung und Herkunft von Kalmus

Kräuterlexikon  

Indische Kalmus: der "Deutsche Ingwer"

19.10.2016, 12:22 Uhr | hm (CF)

Aufgrund der ähnlichen Anwendung, wird der indische Kalmus auch "Deutscher Ingwer" genannt. Denn auch bei dieser Pflanze wird lediglich der Wurzelstock zu Heilzwecken verwendet. Mehr im Kräuterlexikon.

Pflanze

Kalmus (Acorus calamus) stammt ursprünglich aus Indien, genauer vom Himalaya und ist inzwischen auch hierzulande heimisch. Er verfügt über zahlreiche Unterarten. In unseren Breiten kommen die kleinen grünen Blüten am Kolben allerdings nicht zur vollen Reife. 

Bei dem Kalmusgewächs handelt es sich um eine Sumpfpflanze, die neben Schilf an seichten Gewässern wächst. Dabei erreicht es eine Höhe von bis zu 1,5 Metern. Gesammelt wird die Kalmuswurzel von März bis April sowie in den Monaten von September bis November.

Verwendete Pflanzenteile

Der bis zu drei Zentimeter dicke Wurzelstock des Kalmus wird verwendet. Dazu werden Blätter und Wurzeln entfernt.

Inhaltsstoffe

  • Stärke
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe
  • Ätherische Öle (Asaron, Eugenol)
  • Glykoside (Acorin)
  • Monoterpene
  • Asarone
  • Ballaststoffe

Wirkung

Kalmus kommt als Öl oder Tee zum Einsatz. Er bewirkt wahre Wunder in der Magen-Darm-Gegend: Kalmus fördert die Produktion von Magen- und Gallensaft und unterstützt den Verdauungsprozess. Häufige Anwendungsgebiete sind demnach Appetitlosigkeit, Übelkeit und Verstopfung, vor allem wenn eine Störung im vegetativen Nervensystem ursächlich ist.

Zudem ist Kalmus ein schmerzlinderndes Mittel bei Zahnfleischentzündungen und für zahnende Kinder. Er hat sich durch seine ätherischen Öle und Bitterstoffe in der Rauchentwöhnung bewährt. Kauen Raucher auf einer Kalmuswurzel und greifen kurze Zeit später zu Nikotin, so entsteht Übelkeit. Ein Bad mit Zusatz von Kalmus-Öl wirkt "aufpeppelnd" bei Erschöpfungszuständen.

Nebenwirkungen

Bei Durchfall darf Kalmus nicht eingenommen werden, da es diesen fördert. Aufgrund der leicht giftigen Asarone sollte die Kalmuswurzel nicht dauerhaft und überhaupt nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden. Kalmus wird zudem eine krebsfördernde Wirkung nachgesagt.

Intesressantes

In China genießt der Kalmus den Status eines Lebensverlängerers schon seit Jahrtausenden. Eine Kalmus-Tinktur ist in dem Erfrischungsgetränk Coca-Cola enthalten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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