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Rückruf von Magensäureblockern: Institut warnt vor Krebsgefahr

Institut warnt  

Magensäureblocker: Rückruf wegen Krebsgefahr

Von Melanie Weiner

18.09.2019, 12:04 Uhr
Rückruf von Magensäureblockern: Institut warnt vor Krebsgefahr. Tabletten im Blister: Magensäureblocker regeln die Säureproduktion im Magen. (Symbolbild) (Quelle: Getty Images/pashapixel)

Tabletten im Blister: Magensäureblocker regeln die Säureproduktion im Magen. (Symbolbild) (Quelle: pashapixel/Getty Images)

Medikamente gegen Sodbrennen werden zurückgerufen. Der Grund: Verunreinigungen mit wahrscheinlich krebsauslösenden Substanzen. Diese Präparate sind betroffen.

In einigen Präparaten mit dem Magensäureblocker Ranitidin wurden Verunreinigung gefunden. Darüber informiert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Arzneimittel vom Wirkstoffhersteller Saraca Laboratories Limited werden daher in der Europäischen Union zurückgerufen. Sie stehen unter Verdacht, krebserregend zu sein.

"Bislang liegen noch nicht für alle ranitidinhaltigen Arzneimittel konkrete Erkenntnisse darüber vor, ob und in welchen Konzentrationen die Verunreinigung enthalten ist. Der Rückruf aller Chargen mit Wirkstoff des Herstellers Saraca Laboratories Limited erfolgt daher aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes bis zur Klärung des Sachverhaltes", so das BfArM.

Wie das Institut mitteilt, liegen Indizien vor, dass auch der Wirkstoff weiterer Hersteller von der Verunreinigung betroffen sein könnte.

Aktuell sind diese Ranitidin-Präparate betroffen

  • Ranitidin-ratiopharm® 150 mg und 300 mg, 20, 50 und 100 Filmtabletten, alle Chargen mit dem Verfalldatum bis 06/2021 
  • Ranitidin-ratiopharm® 50 mg/5 ml, 5 x 5 ml Injektionslösung, alle Chargen mit dem Verfalldatum bis 06/2021 
  • Ranitidin AbZ 150 mg und 300 mg, 50 und 100 Filmtabletten, alle Chargen mit dem Verfalldatum bis 06/2021 
  • Ranitidin 75 – 1 A Pharma, 10 und 14 Filmtabletten, alle Chargen 
  • Ranitidin 150 und 300 – 1 A Pharma, 20, 50 und 100 Filmtabletten, alle Chargen 
  • Ranitic® 75 mg akut bei Sodbrennen, 14 Filmtabletten, alle Chargen 
  • Ranitic® 150 mg und 300 mg, 20, 50 und 100 Filmtabletten, alle Chargen 
  • Ranibeta 300, 50 und 100 Filmtabletten, Chargen C700074, C700076, C700078

Ranitidinhaltige Arzneimittel werden zur Kontrolle der Magensäureproduktion bei Sodbrennen, zur Behandlung von Refluxerkrankungen und zur Prophylaxe von Magengeschwüren eingesetzt.

Wichtige Information für Patienten

Das BfArM rät Patienten, sich an ihren Arzt oder Apotheker zu wenden. Es stünden verschiedene Arzneimittel, die im gleichen Indikationsgebiet wie Ranitidin eingesetzt werden können, als Alternativen zur Verfügung. Ein akutes Patientenrisiko bestehe nicht.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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