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Lebensmittelvergiftung bei Kindern


Kindergesundheit
Kinder für Lebensmittelvergiftungen besonders anfällig

Von dpa
21.12.2011Lesedauer: 2 Min.
Gerade Kinder sind anfällig für Lebensmittelvergiftungen.Vergrößern des BildesGerade Kinder sind anfällig für Lebensmittelvergiftungen. (Quelle: T-Online-bilder)
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Kinder sind besonders anfällig für eine Lebensmittelvergiftung. Etwa die Hälfte der lebensmittelbedingten Erkrankungen betreffe Kinder, insbesondere Kinder unter vier Jahren, erläutert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Gründe dafür seien meist ungenügende Kühlung beziehungsweise mangelhafte Abkühlung von Lebensmitteln oder unzureichende Erhitzung, so dass sich Viren oder Bakterien beziehungsweise deren Giftstoffe im Lebensmittel anhäufen können.

Warum Kinder anfälliger sind

"Kinder sind anfälliger für lebensmittelbedingte Infektionen, da aufgrund ihres geringeren Körpergewichts eine geringere Anzahl von Keimen erforderlich ist, um eine Krankheit auszulösen", sagt BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler. "Ihr Magen produziert weniger Säure, die die Erreger unschädlich machen könnte." Auch das Immunsystem sei bei kleineren Kindern noch nicht ausgereift.

So können Eltern vorbeugen

Doch Eltern können vorbeugen: So sollten sie ihren Kindern keine Rohmilch und Rohmilchprodukte, kein rohes oder nicht vollständig gekochtes Fleisch, keinen rohen Fisch oder ungekochte Schalentiere zum Essen geben. Eier sollten hart gekocht sein, bevor Kinder sie verzehren.

Im Kühlschrank dürfen fünf Grad Celsius nicht überschritten werden. Beim Aufwärmen von Speiseresten sind über 70 Grad erforderlich, um bestimmte Keime abzutöten. Obst waschen Eltern am besten warm und reiben es mit einem Küchentuch ab. Sprossen und unpasteurisierte Säfte gehören bei Kindern gar nicht auf den Speiseplan. Dosen mit Beulen oder Verpackungen, die sich blähen, deuten auf verdorbene und nicht mehr genießbare Lebensmittel hin.

Symptome für eine Lebensmittelvergiftung

Typische Anzeichen für eine Lebensmittelvergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall und gelegentlich Fieber.

"Leidet das Kind nach dem Genuss einer Mahlzeit plötzlich unter Bauchschmerzen mit Fieber oder starken krampfartigen Schmerzen, wirkt es benommen oder sind im Stuhl Blut- oder große Schleimbeimengungen, sollten Eltern sofort zum Kinder- und Jugendarzt", rät Fegeler.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
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