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Geschwollene Lymphknoten am Hals: Einseitig oder beidseitig


Was geschwollene Lymphknoten am Hals auslöst

Von Wiebke Posmyk

11.08.2022Lesedauer: 4 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ärztin tastet die Lymphknoten am Hals eines Patienten ab.
Lage und Beschaffenheit der Halslymphknoten geben bereite Hinweise auf die mögliche Ursache. (Quelle: AlexRaths/Getty Images)
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Fast jeder hatte schon einmal einen geschwollenen Lymphknoten im Bereich des Halses oder Kopfs. Lesen Sie, was dahinterstecken kann.

Das Wichtigste im Überblick


  • Lymphknotenschwellung am Hals: Vielfältige Ursachen möglich
  • Geschwollene Lymphknoten am Hals durch Infektionen
  • Geschwollene Halslymphknoten durch Krebs
  • Lymphknoten am Hals: Einseitig oder beidseitig geschwollen?
  • Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Sind Lymphknoten am Hals geschwollen, sprechen Ärztinnen und Ärzte von zervikaler Lymphadenopathie. Oft ist die Schwellung beidseitig, es kann aber auch nur eine Seite des Halses betroffen sein.

In der Kopf-Hals-Region befinden sich zahlreiche Lymphknoten, so zum Beispiel

  • entlang der Halsmuskeln
  • vor oder hinter dem Ohr
  • im Bereich des Kinns und des Kiefers
  • über dem Schlüsselbein
  • im Nacken oder am Hinterkopf

Die genaue Position der Schwellung kann der Ärztin oder dem Arzt bereits Hinweise auf die mögliche Ursache geben.

Lymphknotenschwellung am Hals: Vielfältige Ursachen möglich

Die Lymphknoten sind Teil des Immunsystems. Grundsätzlich schwellen sie immer dann an, wenn sie verstärkt aktiv sind. Ihre Abwehrzellen bekämpfen Krankheitserreger, entartete Zellen und andere schädliche Stoffe.

Die Ursachen für geschwollene Lymphknoten am Hals beziehungsweise der Kopf-Hals-Region sind entsprechend vielfältig. Dazu zählen unter anderem

  • Infektionen in der Nähe der betroffenen Lymphknoten,
  • Infektionen, die den ganzen Körper betreffen (systemische Infektionen), oder
  • gut- und bösartige Tumoren.

In den meisten Fällen ist ein geschwollener Lymphknoten am Hals harmlos. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist häufig eine Infektion dafür verantwortlich, etwa eine Rachenentzündung. Bei älteren Erwachsenen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tumor der Auslöser ist, aber auch hier gilt: Es kommen ganz unterschiedliche Ursachen infrage.

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Illustration: Lymphbahnen mit Lymphknoten in der Kopf-Hals-Region
In der Kopf-Hals-Region befinden sich zahlreiche Lymphknoten; tastbar sind sie erst, wenn sie anschwellen. (Quelle: Raycat/Getty Images)

Geschwollene Lymphknoten am Hals durch Infektionen

Häufig entstehen geschwollene Lymphknoten am Hals durch eine Infektion, die vor allem auf den Kopf-Hals-Bereich beschränkt sind. Fachleute sprechen von einer lokalen Infektion. Beispiele sind

  • eine Infektion der Kopfhaut,
  • eine Rachen- oder Mandelentzündung oder
  • eine Entzündung im Bereich der Zähne.

An anderen Körperstellen sind dann in der Regel keine Schwellungen zu finden. Je nach Erkrankung können jedoch weitere Beschwerden auftreten. Bei einer bakteriellen Mandelentzündung sind die Mandeln etwa eitrig geschwollen. Die oder der Betroffene hat Halsschmerzen, fühlt sich abgeschlagen und hat Fieber.

Hinter Lymphknotenschwellungen am Hals können auch Infektionskrankheiten stecken, die den ganzen Körper betreffen. Dann handelt es sich um eine systemische Infektion. Ein typisches Beispiel ist das durch das Epstein-Barr-Virus ausgelöste pfeiffersche Drüsenfieber (Mononukleose). Neben Fieber und Entzündungen im Rachen- oder Mandelbereich zählen geschwollene Lymphknoten am Hals zu den charakteristischen Symptomen. Meist sind die Lymphknoten dann auf beiden Seiten des Halses geschwollen. Im Nacken oder an anderen Körperstellen können sie ebenfalls vergrößert sein. Die betroffenen Lymphknoten tun nicht weh, können sich aber auf Druck unangenehm anfühlen.

Viele Kinderkrankheiten sind ebenfalls mit geschwollenen Lymphknoten im Kopf-Hals-Bereich verbunden. Etwa die Röteln: Lymphknotenschwellungen im Nacken oder am Hinterkopf kommen zu Beginn der Erkrankung häufiger vor.

Im Rahmen einer HIV-Infektion können die Lymphknoten am Hals ebenfalls anschwellen. Daneben kommen zahlreiche weitere Infektionskrankheiten als Auslöser infrage, etwa eine Toxoplasmose, Zytomegalie oder Tuberkulose.

Geschwollene Halslymphknoten durch Krebs

Häufig sind geschwollene Lymphknoten am Hals relativ harmlos. Mitunter weisen sie aber auch auf Tumorerkrankungen hin, zum Beispiel auf:

  • Krebsarten wie Leukämie oder Lymphome (Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphom)
  • Tumoren im Bereich von Kopf, Hals oder Mund
  • Tochtergeschwulste von fortgeschrittenen Krebserkrankungen aus anderen Körperregionen

Die Schwellung hält dann oft länger als vier bis sechs Wochen an.

Lymphknoten, die im Rahmen einer Infektion anschwellen, fühlen sich in der Regel weich an, sind verschieblich und schmerzen bei Druck. Bei einer Krebserkrankung ist das meist anders: Die geschwollenen Lymphknoten sind dann eher fest, schmerzen nicht und lassen sich kaum verschieben. Darüber hinaus gibt die genaue Lage der Knoten Aufschluss darüber, wie wahrscheinlich eine Krebserkrankung ist.

Aber: Nicht jeder Lymphknoten, der fest, schmerzlos und nicht-verschieblich ist, bedeutet Krebs – und nicht jeder weiche und schmerzhafte Knoten ist durch eine Infektion entstanden. Auch anhand der Lage des Knotens allein lässt sich keine zuverlässige Aussage über die Ursache treffen. Aufschluss bringt im Endeffekt nur eine gründliche Untersuchung. Daher ist es empfehlenswert, im Zweifel immer ärztlichen Rat zu suchen.

Lymphknoten am Hals: Einseitig oder beidseitig geschwollen?

In vielen Fällen tritt eine Lymphknotenschwellung symmetrisch auf beiden Seiten des Halses auf. Zum Beispiel bei Infektionen wie einer Mandel- oder Rachenentzündung: Typischerweise sind dann die Lymphknoten beidseitig im Kiefernwinkel geschwollen und schmerzen bei Druck. Für Krebserkrankungen sind beidseitige Lymphknotenschwellungen am Hals hingegen eher nicht charakteristisch.

Wenn ein Lymphknoten einseitig am Hals geschwollen ist, können zum Beispiel Entzündungen in der Nähe des Knotens die Ursache sein, etwa im Bereich eines Zahns – aber auch viele andere Erkrankungen.

Ärztin tastet bei einer Patientin den Hals ab.
Bei der Untersuchung wird die Ärztin oder der Arzt prüfen, ob die Lymphknoten einseitig oder beidseitig am Hals geschwollen sind. (Quelle: LittleBee80/Getty Images)

Neben der Frage, ob Lymphknoten am Hals ein- oder beidseitig geschwollen sind, ist die genaue Lage der Schwellung aufschlussreich. Jeder Lymphknoten ist für eine bestimmte Region im Körper "zuständig". Anhand der Lage kann die Ärztin oder der Arzt die Liste der möglichen Ursachen eingrenzen.

Mehr wissen

Näheres zu Lymphknotenschwellungen an Nacken und Hinterkopf lesen Sie hier. Weitere Informationen zu geschwollenen Lymphknoten am Schlüsselbein finden Sie hier.

Darüber hinaus helfen weitere Informationen bei der Suche nach der Ursache. Aufschluss geben zum Beispiel:

  • die Beschaffenheit der betroffenen Lymphknoten (weich oder hart, verschieblich oder nicht-verschieblich, schmerzhaft oder schmerzlos)
  • das Alter der Person
  • die Dauer der Schwellung
  • weitere Beschwerden

Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Wer einen oder mehrere geschwollene Lymphknoten am Hals (oder in anderen Körperbereichen) entdeckt und sich krank fühlt oder weitere Beschwerden hat, kann unter Umständen zunächst einige Tage abwarten. Halten die Symptome weiter an, sollten Betroffene nach spätestens einer Woche ärztlichen Rat suchen. Bei starken Beschwerden auch früher – etwa, wenn Lymphknoten sehr stark oder sehr plötzlich anschwellen, oder wenn hohes Fieber auftritt.

Manchmal sind Lymphknoten am Hals geschwollen, ohne dass weitere Beschwerden auftreten. Klingt die Schwellung nicht innerhalb von drei bis vier Wochen ab, ist ebenfalls ein Besuch bei der Hausärztin oder dem Hausarzt fällig, unabhängig davon, ob sie bei Druck schmerzen oder nicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 10.8.2022)
  • "Lymphknotenschwellung". Online-Informationen von AMBOSS: www.amboss.com (Stand: 13.4.2022)
  • Leitlinie der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH): "Lymphknotenvergrößerung". AWMF-Leitlinien-Register Nr. 025/020 (Stand: 30.4.2020)
  • "Lymphadenopathie bei Erwachsenen". Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 23.1.2019)
  • Füeßl, H., Middecke, M.: "Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung". Thieme, Stuttgart 2018.
  • Gaddey, H., Riegel, A.: "Unexplained Lymphadenopathy: Evaluation and Differential Diagnosis". American Family Physician, Vol. 94, pp. 896-903 (2016)
  • Franzen, A.: "Differenzialdiagnose zervikaler Lymphknotenschwellungen". Ars medici, Ausg. 2, S. 67-71 (2005)
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Von Ann-Kathrin Landzettel
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