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Ursachen für Bluthochdruck: Stress, Schilddrüse, Alter oder Übergewicht - mögliche Risikofaktoren

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Ursachen einer Hypertonie  

Bluthochdruck – die schleichende Gefahr

26.04.2018, 09:31 Uhr | cme, ag

Ursachen für Bluthochdruck: Stress, Schilddrüse, Alter oder Übergewicht - mögliche Risikofaktoren. Bluthochdruck: Die Ursachen für Hyptertonie unterscheiden sich in zwei Formen. (Quelle: Getty Images/	AlexRaths)

Bluthochdruck: Die Ursachen für Hyptertonie unterscheiden sich in zwei Formen. (Quelle: AlexRaths/Getty Images)

Ein hoher Blutdruck (Hypertonie) verursacht oft keine Beschwerden und gehört dennoch zu den größten Gefahren fürs Herz. Bluthochdruck betrifft mindestens zwölf Millionen Deutsche, schätzt die Deutsche Hochdruckliga. Unbehandelt drohen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenschäden.

Bluthochdruck verkürzt das Leben

Statistisch gesehen sinkt die Lebenserwartung bei einer unbehandelter Hypertonie um ganze elf Jahre. Da die Symptome oft fehlen oder unspezifisch sind, weiß nur etwa jeder zweite Betroffene von seiner Krankheit. Nur jeder Vierte wird richtig behandelt. "Jeder sollte seinen Blutdruck kontrollieren lassen", sagt Prof. Hermann Haller, Vorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e.V. Besonders wichtig seien die Messungen bei Menschen über 45 Jahren, Übergewichtigen und Patienten mit anderen Risikofaktoren wie Diabetes oder Fettstoffwechsel-Erkrankungen.

Bei Bluthochdruck drohen Schlaganfall oder Herzinfarkt

Damit unsere Organe und Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, pumpt unser Herz pausenlos Blut durch den Körper. Bei Anstrengung oder Stress wird der Druck in den Gefäßen erhöht, um so die Leistung zu steigern. Dies tut nicht weh und verursacht in der Regel auch keine spürbaren Beschwerden. Ist der Druck allerdings dauerhaft zu hoch, schadet dies den Gefäßwänden. Vor allem wenn weitere Risikofaktoren vorliegen, können sich die Gefäße verengen. Es drohen Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Bluthochdruck-Ursachen: Zwei Formen der Hypertonie

Um die Gründe für einen hohen Blutdruck zu differenzieren, unterscheiden Mediziner die sogenannte primäre Hypertonie (auch essentielle Hypertonie genannt) und die sekundäre Hypertonie. Neben diesen beiden gibt es Sonderformen, die in der Regel nur von temporärer Dauer sind. Hier ist beispielsweise die Schwangerschaftshypertonie zu nennen.

Primäre und sekundäre Hypertonie

Zu fast 90 Prozent ist die primäre Hypertonie die häufigste Form des Bluthochdrucks. Bei ihr ist keine organische Ursache für den Bluthochdruck auszumachen. Forscher vermuten, dass erbliche Faktoren die Elastizität der Gefäße sinken lassen. Als Konsequenz daraus muss der Herzmuskel mehr Pumpleistung erbringen. Erreicht wird dies durch einen höheren Druck. Neben der genetischen Disposition sind zu viel Alkohol, Rauchen, Stress, falsche Ernährung und Diabetes Ursachen einer primären Hypertonie.

Die Ursache einer sekundären Hypertonie sind Störungen oder Erkrankungen von Organen. Mögliche Gründe sind zum Beispiel Anomalien im Herz-Kreislaufsystem oder Erkrankungen der Nieren. Auch Über- oder Unterfunktionen im Hormonsystem kommen als Ursachen in Betracht.

Wann liegt Bluthochdruck vor?

Ab wann gilt der Blutdruck als zu hoch? Eine einmalige Messung gibt hier wenig Aufschluss. „Falls Ihr Arzt erhöhte Werte feststellt, sollten drei standardisierte Messungen in Ruhe erfolgen“, so Prof. Haller. Erst wenn alle drei Messungen Werte über 140/90 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) ergeben, liegt ein behandlungsbedürftiger Bluthochdruck vor.

Die komplette Bluthochdruck-Tabelle mit der Einteilung von Hypertonie Grad 1 bis Grad 3 finden Sie in unserem Ratgeber Bluthochdruck: Ab diesen Werten wird es kritisch.

Bluthochdruck natürlich senken

Nicht immer müssen gleich Medikamente verordnet werden. Vor allem übergewichtige Patienten können durch eine Änderung ihres Lebensstils viel bewirken. So zeigt eine aktuelle Studie: Bei jedem zweiten Hypertoniker mit Übergewicht sinken die Blutdruckwerte, sobald das Gewicht reduziert wird. Auch moderater Ausdauersport, ausreichend Schlaf (6 bis 8 Stunden) und eine gesunde Ernährung wirken sich positiv auf den Blutdruck aus.

Salzarme Ernährung bei Bluthochdruck?

Von salzarmer Ernährung darf man sich nicht zu viel erhoffen. "Manche Menschen sind salzsensitiv und profitieren von einer salzarmen Ernährung", so Prof. Haller. Bei anderen hingegen beeinflusse die aufgenommene Salzmenge den Blutdruck überhaupt nicht. In der Praxis würden jedoch selten Tests auf Salzsensitivität durchgeführt. Daher gelte die Empfehlung, sich salzarm zu ernähren, für alle Hypertoniker. Mehr als sechs Gramm Kochsalz sollten täglich nicht verzehrt werden. Viel weniger sollte es aber auch nicht sein, denn zu wenig Salz ist genau so ungesund wie zu viel.

Rund 80 Prozent der täglich aufgenommenen Salzmenge ist in verarbeiteten Lebensmitteln und Essen außer Haus enthalten. Ein Wurst- und ein Käsebrot enthalten bereits 2,5 Gramm Salz. Eine Tiefkühlpizza schlägt mit 5 Gramm Salz zu Buche, ein Fertig-Nudelgericht im Schnitt mit 3,6 Gramm.

Medikamente gegen Bluthochdruck – ja oder nein?

Wenn es mit der Umstellung zu einem gesunden Lebensstil nicht ausreicht, wird der Arzt Medikamente verordnen, die den Blutdruck in Schach halten. Etwa jeder dritte Patient benötigt sogar mehrere verschiedene Medikamente, bis sich der Blutdruck normalisiert. Wichtig sind sowohl die zuverlässige Einnahme als auch die regelmäßigen Kontrollen des Blutdrucks beim Arzt.

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