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Benigne Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung): Symptome erkennen und behandeln

Vergrößerte Prostata  

Prostatahyperplasie: Symptome, Ursachen, Behandlung

27.08.2018, 12:45 Uhr | fsch, t-online.de

Benigne Prostatahyperplasie (Prostatavergrößerung): Symptome erkennen und behandeln. Diese Symptome weisen auf eine vergrößerte Prostata hin (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Eraxion)

Die gutartige Prostatavergrößerung (Benignes Prostatasyndrom, BPS) trifft jeden Mann irgendwann (Quelle: Eraxion/Thinkstock by Getty-Images)

Eine gutartige Prostatavergrößerung, fachsprachlich benigne Prostatahyperplasie (BPH), trifft fast jeden Mann irgendwann. Dann beginnt das kastaniengroße Organ zu wachsen und die Harnröhre einzuengen. Häufiger Harndrang ist eines der Symptome. 

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, gehört zu den Geschlechtsorganen des Mannes. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umgibt die Harnröhre. Die Prostata wiegt circa 20 Gramm und ist kastaniengroß – etwa drei Zentimeter lang und vier Zentimeter breit. Die Drüse produziert ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich mit den Spermien vermischt. Es macht etwa 30 Prozent des Spermas aus und sorgt für eine bessere Beweglichkeit der Spermien.  

Im Alter nimmt die Prostata an Größe und Gewicht zu. Schätzungsweise jeder zweite Mann über 50 Jahre ist davon betroffen. Die gutartige (benigne) Prostatavergrößerung ist an sich harmlos und hat nichts mit Prostatakrebs zu tun. Allerdings vermehren sich überwiegend die um die Harnröhre herumliegenden Zellen, wodurch diese eingeengt und der Abfluss des Urins gestört wird. Die Folge sind Probleme beim Wasserlassen, wie zum Beispiel ein verringerter Harnstrahl, ständiger Harndrang, Blasenschwäche oder Harnwegsinfektionen.

Beim Prostatakarzinom hingegen handelt es sich um eine bösartige (maligne) Prostatahyperplasie. Sie entsteht in den meisten Fällen im äußeren Gewebe der Drüse und bleibt deshalb oft lange unbemerkt.

Ursachen einer Prostatahyperplasie

Die Ursachen einer Prostatavergrößerung bzw. Prostatahyperplasie sind nicht eindeutig geklärt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) spielen die männlichen Geschlechtshormone eine entscheidende Rolle. So wird das Sexualhormon Testosteron in der Prostata in das sogenannte Dihydrotestosteron umgewandelt, das wiederum das Prostatawachstum anregt. Womöglich entsteht eine Prostatahyperplasie auch dadurch, dass sich das Verhältnis zwischen Östrogen und Testosteron verändert und es zu einem Östrogenübergewicht kommt. Es entsteht also ein Östrogenübergewicht. Dieses bremst den natürlichen Zelltod von Prostatazellen und ist so für die Prostatavergrößerung mitverantwortlich.

Wie stark sich die Prostata vergrößert, kann laut DGU auch von genetischen Faktoren beeinflusst werden. So steigt das das Risiko einer Erkrankung, wenn es bereits Fälle von BPH in der Familie gab. Eine fettreiche Ernährung, Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum gelten als weitere Risikofaktoren. Für ihren Einfluss auf das Wachstum der Prostata gibt es bisher jedoch noch unzureichende wissenschaftliche Studien. 

Symptome: Anzeichen für eine vergrößerte Prostata

Im Zusammenhang mit Beschwerden, die auf eine Veränderung der Prostata zurückgehen, spricht man auch vom benignem Prostatasyndrom (BPS). Eine Prostatavergrößerung führt zunächst zur Einengung der Harnröhre. Infolge dessen wird der Harnstrahl abgeschwächt. Dadurch verzögert sich meist der Beginn der Blasenentleerung (Miktion) und sie dauert auch insgesamt länger. Die Blase kann sich nicht mehr vollständig entleeren und es bleibt eine immer größere Menge Restharn zurück. Aufgrund dieser Abflussbehinderung leiden Patienten häufig unter ständigem Harndrang und konstantem "Tröpfeln".

Bemerken Männer diese Symptome bei sich, sollten sie zu einem Urologen gehen. Mit der richtigen Behandlung können die unangenehmen Symptome deutlich gebessert und Komplikationen wie Blasensteine oder Nierenschäden verhindert werden. 

Symptome einer Prostatahyperplasie:

  • starker Harndrang
  • Blasenschwäche (Inkontinenz)
  • Probleme, mit dem Urinieren zu beginnen
  • schwacher Harnstrahl 
  • unterbrochener Harnstrahl
  • lang andauernde Harnentleerung
  • unvollständige Blasenentleerung (Restharnbildung)
  • Nachtröpfeln nach dem Urinieren
  • nächtlicher Harndrang (mehr als zweimal Wasserlassen pro Nacht)

Stadien der Prostatahyperplasie

Je nach Ausprägung des benignen Prostatasyndroms unterscheidet man drei Stadien, nach denen sich auch die spätere Behandlung richtet:

1. Stadium: Reizstadium (keine Restharnbildung)
In diesem Stadium leiden Betroffene unter den genannten Symptomen, wie häufiger Harndrang, nächtlicher Harndrang, ein schwacher Harnstrahl und ein verzögerter Beginn der Blasenentleerung. Es verbleibt aber kein Restharn in der Blase. Mithilfe der Uroflowmetrie kann der Arzt feststellen, ob die Stärke des Harnflusses ausreichend ist.

2. Stadium: Restharnstadium (Restharnbildung)
Zu den Symptomen des ersten Stadiums kommen Infekte der Harnwege und Blasenschwäche hinzu. Nach dem Urinieren verbleiben circa 50 bis 150 ml Restharn in der Blase. Dieser ist ein Nährboden für Bakterien, durch die eine Blasenentzündung entstehen kann. Der behinderte Harnabfluss kann auch Blasensteine verursachen, nämlich dann, wenn sich die Mineralsalze im Restharn auskristallisieren.

3. Stadium: Dekompensationsstadium (vermehrte Restharnbildung, Harnverhalt)
Die Menge des Restharns steigt auf über 150 ml an. In diesem Stadium drückt die vergrößerte Prostata den Harnleiter fast vollständig zu. Aufgrund der Abflussbehinderung kann sich die Blase nicht mehr entleeren und ist dauerhaft voll. Patienten leiden dann unter einer Überlaufblase, die mit konstantem Tröpfeln aus der Harnröhre einhergeht. Darüber hinaus kann zu einem akuten Harnverhalt kommen. Dann ist der Mann nicht mehr in der Lage, seine Blase zu entleeren – was zu starken Schmerzen führt. Herbei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, da die Blase zu reißen droht. Ein Rückstau bis in die Nieren ist eine weitere mögliche Folge des Harnverhalts, was zur Verschlechterung der Nierenfunktion bis hin zu Niereninsuffizienz (Nierenversagen) führen kann. 

Diagnose: Untersuchung beim Urologen schafft Klarheit

Prostatabeschwerden sind kein Schicksal, das Männer hinnehmen müssen. Betroffene sollten vielmehr einen Facharzt für Urologie aufsuchen, bevor sich die Beschwerden verschlimmern. Dort wird die Vorgeschichte des Patienten erhoben (Anamnese), dann erfolgt eine körperliche Untersuchung. Durch Abtasten und Abklopfen von Blase und Nieren durch die Bauchhaut und das Abklopfen der Lenden stellt der Arzt fest, ob die Prostata verhärtet oder vergrößert ist.

So zeigt sich eine vergrößerte Prostata. (Quelle: Getty Images/Dr_Microbe)So zeigt sich eine vergrößerte Prostata. (Quelle: Dr_Microbe/Getty Images)

Die Diagnostik umfasst meist auch eine digital-rektale Tastuntersuchung. Hierbei tastet der Arzt mit dem Finger über den Mastdarm die Prostata ab. Ergänzend kann eine transrektale Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Ein Ultraschall von außen nach dem Wasserlassen kann außerdem zeigen, ob ein Restharn in der Blase bleibt. Eine Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie) liefert ebenfalls Hinweise für eine verengte Harnröhre. 

Info: Die gutartige Prostatavergrößerung wurde früher als Prostataadenom (PA) bezeichnet. Der ICD10 Code für die Diagnose Benigne Prostatahyperplasie (BPH) lautet "N40". Beim ICD10 handelt es sich um eine internationale Klassifikation von Diagnosen. 

Erhöhtes Krebsrisiko durch BPH?

Eine vergrößerte Prostata weist nicht zwangsläufig auf Prostatakrebs (Prostatakarzinom) hin und erhöht auch nicht das Risiko für eine Tumorerkrankung. Ein Zusammenhang zwischen einer benignen Prostatavergrößerung und Prostatakrebs ist nicht nachgewiesen. Dennoch können auch in einer gutartig vergrößerten Prostata Krebszellen wachsen. 

Während die Prostatahyperplasie fast immer bemerkt wird, zeigt Prostatakrebs im Anfangsstadium keine Symptome. Regelmäßige Untersuchungen durch einen Urologen sind daher besonders wichtig. Zusätzlich zur Tastuntersuchung bieten viele Ärzte einen Bluttest, den sogenannten PSA-Test an. Dabei wird die Konzentration des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut gemessen. Die Aussagekraft des Tests ist jedoch umstritten. Eine sichere Diagnose, ob hinter der Vergrößerung ein Tumor steckt, liefert daher erst die Entnahme von Gewebe per Biopsie und die anschließende mikroskopische Untersuchung.

PSA-Test: Wie sicher ist der PSA-Test? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/jarun011)PSA-Test: Wie sicher ist der PSA-Test? (Quelle: jarun011/Thinkstock by Getty-Images)

Therapie: Test zur Einstufung der Symptome

Die Therapie bei BPH richtet sich nach der Ausprägung der Beschwerden und ihrem Einfluss auf die Lebensqualität des Patienten. Mithilfe eines Fragebogens lässt sich der sogenannte IPSS (International Prostata Symptom Score) ermitteln. Er enthält sieben Fragen zu den Symptomen, die auf einer Skala von 0 (niemals) bis 5 (fast immer) eingeordnet werden sollen. Eine achte Frage betrifft die Lebensqualität.

Um den eigenen IPSS-Score zu bestimmen, müssen die Fragen beantwortet und die Punktwerte addiert werden. Anhand der Summe lassen sich die Beschwerden einem Stadium zuordnen. Der Test dient demzufolge als Entscheidungshilfe für eine entsprechende Behandlung. Liegt Ihr Score über 7 sollten Sie sich an einen Urologen wenden.

  • 0-7 Punkte: milde Symptomatik – Verlaufsbeobachtung (regelmäßige Kontrolle)
  • 8-19 Punkte: mittlere Symptomatik – Therapie mit Medikamenten
  • 20-35 Punkte: starke Symptomatik – Operation 

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Achtung: Der IPSS-Test erfragt nur die Beschwerden einer gutartigen Prostatavergrößerung. Prostatakrebs im Frühstadium kann möglicherweise ohne Beschwerden verlaufen und somit nicht durch die Fragen im Test erfasst werden. Er ersetzt also nicht die Früherkennungsuntersuchung beim Urologen.

Verhaltensmaßnahmen für Patienten

Im Reizstadium können Patienten mit einigen Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden beitragen. Dem natürlichen Verlauf der Erkrankung entsprechend ist jedoch von einer langsamen Zunahme der Beschwerden auszugehen. Daher sollten regelmäßige Kontrollen (etwa vierteljährlich) erfolgen.

  • Regulierung der Flüssigkeitszufuhr (ca. 1,5 Liter pro Tag)
  • Vermeidung übermäßiger Flüssigkeitszufuhr am Abend
  • Reduktion bzw. Vermeidung von harntreibenden Getränken, wie Bier, Kaffee oder schwarzen Tee
  • Reduktion bzw. Vermeidung von scharfem Essen: Gewürze wie Chili, Pfeffer, Rettich und Ingwer enthalten Stoffe, die die Blase reizen.
  • "Ausstreichen" der Harnröhre nach dem Wasserlassen, um das Nachtröpfeln zu verhindern
  • Blasentraining

Medikamentöse Therapie bei Prostatahyperplasie

Die Medikation richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und sollte im persönlichen Gespräch mit einem Urologen geklärt werden. Bei leichten bis mäßigen Beschwerden können pflanzliche Präparate (Phytotherapeutika) möglicherweise helfen. In der Apotheke werden zum Beispiel Medikamente mit Extrakt aus Kürbiskernen, Brennnessel, Roggenpolle, Sägepalme oder Cranberries angeboten. Sie sollen entzündungshemmend und harntreibend wirken. Bislang fehlt es jedoch an wissenschaftlichen Nachweisen für eine verlässliche und langfristige Wirksamkeit solcher pflanzlichen Mittel. Präparate mit Kürbiskern und Sägepalme wirken nicht viel besser als Placebo-Medikamente, wie Studien gezeigt haben – insofern gelten sie als unwirksam. 

Die Behandlung mit pflanzlichen Mitteln ist wenn auch nur im Anfangsstadium der gutartigen Prostatavergrößerung sinnvoll. Und selbst bei einer Besserung der Beschwerden sind im ersten Stadium regelmäßige, etwa vierteljährliche Kontrolluntersuchungen ratsam, weil der Harnabfluss unbemerkt schlechter werden kann und die Beschwerden dann wieder zunehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. empfiehlt regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 45. Lebensjahr.

Bei einer fortgeschrittenen Vergrößerung der Prostata werden zum Beispiel Medikamente verschrieben, die Spannungen des Muskelgewebes lockern oder in die hormonelle Steuerung der Gewebevermehrung eingreifen.

Alpha-1-Rezeptorenblocker entspannen die Muskelzellen und machen das Gewebe der Prostata weicher, sodass es weniger Druck auf die Harnröhre ausübt. Die Harnröhre weitet sich und der Harnstrahl kann leichter abfließen. Die Wirkung setzt innerhalb weniger Tage ein. Es kommt jedoch nicht zur Verkleinerung der Prostata. 

5-Alpha-Reduktasehemmer, wie Finasterid und Dustasterid, greifen hingegen in den Testosteron-Stoffwechsel ein und verkleinern die Prostata wieder. Erste Effekte sind jedoch erst nach drei oder mehr Monaten zu spüren. Wird das Medikament abgesetzt, vergrößert sich die Prostata auch wieder.

Wichtig: Durch die Einnahme von Reduktasehemmern sinkt auch der PSA-Wert des Patienten ab, der zur Früherkennung von Prostatakrebs herangezogen wird. Bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung sollte der Arzt deshalb über die Einnahme der Medikamente informiert werden.

Operation bei Prostatahyperplasie

Eine wirksame Hilfe bei fortgeschrittener Prostatavergrößerung bietet nur eine Operation, so die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.. Der Eingriff wird meist dann durchgeführt, wenn der Betroffene einem starken Leidensdruck ausgesetzt ist und sonstige Maßnahmen nicht mehr greifen. Wiederkehrende Harnwegsinfekte, wiederkehrender Harnverhalt oder Nierenversagen in Folge von hohen Restharnmengen sind absolute Indikatoren für eine OP.

Es gibt verschiedene operative Verfahren, um ein benignes Prostatasyndrom zu behandeln. Generell unterscheidet man dabei zwischen transurethralem (über die Harnröhre) und offen-operativem (per Bauchschnitt) Eingriff. Letzterer wurde früher vor allem bei großem Prostatavolumen durchgeführt, wird heute aber kaum noch angewendet.

  • Transurethrale Resektion der Prostata (TURP): Die Resektion ist das gängigste operative Verfahren bei einer benignen Prostatahyperplasie. Dabei wird eine Schlingenelektrode über die Harnröhre eingeführt und Gewebe der Prostata durch Hochfrequenzstrom entfernt. Der Eingriff dauert circa 90 Minuten und wird unter Teil- oder Vollnarkose durchgeführt. Eine TURP kann die Beschwerden in Folge einer Prostatavergrößerung nachweislich lindern, bringt aber auch verschiedene Nebenwirkungen mit sich.
  • Transurethrale Inzision der Prostata (TUIP): Bei diesem Eingriff erfolgt keine Entnahme, sondern nur ein Einschneiden von Gewebe mittels Schlingenelektrode oder Laser. Dadurch wird die Harnröhre erweitert und das Wasserlassen ist wieder ungehindert möglich. 
  • Offen-operative Adenomenukleation: Bei diesem Eingriff wird der vergrößerte Anteil der Prostata durch die Harnblase mit dem Finger aus ihrer Kapsel herausgeschält. Die Methode kommt vor allem bei stark vergrößerten Vorsteherdrüsen mit einem Prostatavolumen ab 70 ml zum Einsatz. 
  • Prostata-Embolisation: Diese mi­ni­mal in­va­si­ve The­ra­pie­op­ti­on bie­tet ei­ne Al­ter­na­ti­ve zur Chir­ur­gie. Die Ar­te­rie zur Pro­sta­ta (Ar­te­ria ve­si­ca­lis in­fe­ri­or) ver­sorgt die Pro­sta­ta. Da­her ist es mög­lich, im Rahmen der Prostataembolisation die Sei­tenäs­te die­ser Ar­te­rie, die die Pro­sta­ta mit Blut ver­sor­gen, mit­tels In­jek­ti­on klei­ner Par­ti­kel zu "ver­stop­fen" und die Blut­zu­fuhr zu un­ter­bin­den. 

Nach der OP: Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Nach der OP müssen Patienten für einige Tage einen Katheter tragen, damit die Wunde nicht mit Urin in Kontakt kommt. Je nach Verfahren ist ein Krankenhausaufenthalt von 2 bis 7 Tagen erforderlich. Innerhalb der ersten Tage nach dem Eingriff – insbesondere nach einer TURP – kann es zu Blut im Urin kommen. Später können auch Blutungen auftreten, wenn sich die Wundnarben lösen und ausgeschwemmt werden. 

Häufige Nebenwirkungen sind außerdem Harnwegsinfektionen und vorübergehende Blasenschwäche. Das Risiko für dauerhafte Errektionsstörungen ist dagegen eher gering.

Eine Folge nahezu aller operativen Maßnahmen ist die sogenannte retrograde Ejakulation, auch "trockener Samenerguss" genannt. Der Samenerguss erfolgt dann zum Großteil nicht mehr durch die Harnröhre nach vorne, sondern wird in die Blase ausgestoßen. Das Risiko solch einer Verletzung ist vor allem bei einer TURP gegeben, wenn dabei Muskeln verletzt werden, die beim Samenerguss normalerweise den Blasenausgang verschließen. Eine retrograde Ejakulation hat zwar keine Auswirkungen auf das Gefühl beim Orgasmus, aber auf einen möglichen, noch bestehenden Kinderwunsch, denn die Fruchtbarkeit verringert sich. 

Um die Heilung zu beschleunigen, ist es wichtig, viel Wasser zu trinken und sich zu schonen. Körperliche Anstrengungen – vor allem ruckartige Bewegungen und schweres Heben – sollten vermieden werden, um das Risiko für Blutungen zu senken. 

Vorbeugung einer BPH: Tipps für eine gesunde Prostata

Da die Ursachen für eine Prostatavergrößerung Alter und Hormone sind, lässt sich der gutartigen Vergrößerung der Prostata nur bedingt vorbeugen. Allerdings kann ein gesunder Lebensstil helfen, das Auftreten der Beschwerden hinauszuzögern. Ärzte empfehlen daher vor allem auf ein normales Gewicht zu achten, regelmäßig Sport zu treiben, möglichst ausgewogen, vielfältig und fettarm zu essen sowie den Konsum von Genussmitteln, wie Zigaretten und Alkohol, zu reduzieren. 

Um Veränderungen der Prostata frühzeitig zu erkennen, sollten Männer außerdem regelmäßig zur Vorsorge gehen. Für Männer ab 45 Jahren ist eine jährliche Untersuchung kostenlos und wird von der Krankenkasse übernommen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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