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Symptome für eine vergrößerte Prostata


Diese Symptome weisen auf eine vergrößerte Prostata hin

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 19.08.2023Lesedauer: 3 Min.
Computeranimation eines männlichen Unterleibs mit ProstataVergrößern des BildesComputeranimation eines männlichen Unterleibs mit Prostata: Die gutartige Prostatavergrößerung trifft jeden Mann irgendwann. (Quelle: ChrisChrisW/getty-images-bilder)
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Die gutartige Prostatavergrößerung trifft jeden Mann irgendwann. Auf welche Warnzeichen Sie achten sollten und wie Sie Beschwerden hinauszögern können.

Zu Beginn bemerkt der Mann das Wachstum der Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, nicht. Das geschieht langsam und über viele Jahre hinweg. Doch irgendwann beginnt das Organ die Harnröhre einzuengen und dem Mann fallen Veränderungen auf. Probleme beim Wasserlassen gehören zu den ersten Symptomen, die sich zeigen. Schätzungsweise jeder zweite Mann über 50 Jahre ist davon betroffen.

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist eine walnussgroße Drüse unterhalb der Harnblase. Sie umschließt die männliche Harnröhre und produziert ein Sekret. Dieses bildet einen Teil der Samenflüssigkeit, welche die Spermien transportiert.

Benignes Prostatasyndrom (BPS): Hinweise auf eine gutartige Prostatavergrößerung

Der Harnstrahl wird schwächer und es dauert deutlich länger als früher, bis die Blase leer ist. Viele berichten von "Startschwierigkeiten", der Harn tritt verzögert aus. Oft bleibt das Gefühl zurück, die Blase nicht vollständig entleert zu haben. Manche Männer haben mit Nachtröpfeln zu kämpfen.

Haben Sie Beschwerden, die auf eine gutartige Prostatavergrößerung hindeuten? Hier können Sie es sofort testen.

Viele Männer verspüren immer wieder plötzlichen und starken Harndrang und müssen öfter auf Toilette. Vor allem nachts wird die ständig drückende Blase zur Qual und raubt Männern den Schlaf. Tagsüber fühlen sie sich erschöpft und müde, die Konzentration leidet. Alle diese Symptome können zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität führen.

Zusammengefasst – Typische Anzeichen und Beschwerden für eine Prostatavergrößerung sind:

  • verstärkter Harndrang
  • schwacher Harnstrahl (das Wasserlassen dauert lange)
  • nächtliches und häufiges Wasserlassen
  • "Nachtröpfeln" von Urin
  • Inkontinenz
  • Restharngefühl

Vergrößerte Prostata: Gutartige Prostatahyperplasie (BPH) oder Krebs?

Im Gegensatz zur gutartigen Prostatavergrößerung handelt es sich beim Prostatakarzinom um eine bösartige Geschwulst. Da die meisten Tumore weit entfernt von der Harnröhre entstehen, bleiben sie oft lange Zeit unbemerkt. Zur Einengung der Harnröhre mit Störungen beim Wasserlassen kommt es meist erst dann, wenn der Tumor bereits groß ist und sich ausgebreitet hat.

Ob es sich um eine gut- oder bösartige Prostataveränderung handelt, kann nur der Arzt überprüfen. Für Prostatakrebs gilt: Je früher er festgestellt wird, desto besser sind die Chancen für eine vollständige Heilung.

Gut zu wissen: Die gutartige Prostatavergrößerung wurde früher als Prostataadenom (PA) bezeichnet. Der ICD10 Code für die Diagnose "benigne Prostatahyperplasie" (BPH) lautet "N40". Beim ICD10 handelt es sich um eine internationale Klassifikation von Diagnosen.

Vergrößerung verursacht Probleme beim Wasserlassen

Bleiben die Symptome zu lange unbehandelt, kann es zu Schäden an Harnblase und Nieren kommen, wie die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) warnt. Ebenso können sich schmerzhafte Entzündungen in der Prostata und in der Blase ausbilden. Kann sich die Blase nicht vollständig entleeren und bleibt immer etwas Restharn zurück, bietet dieser eine ideale Brutstätte für Bakterien.

Blutungen gehören ebenfalls zu den möglichen Folgen einer vergrößerten Prostata. Durch den vermehrten Druck auf Prostata und Blase können Blutgefäße einreißen.

Starke Schmerzen durch akuten Harnverhalt

Auch ein akuter Harnverhalt kann auftreten. Dann ist der Mann nicht mehr in der Lage, seine Blase zu entleeren – was zu starken Schmerzen führt. Ist die Blase maximal gefüllt, versagt zudem der Blasenschließmuskel und es kommt zum sogenannten Harnträufeln (Überlaufblase). Abhilfe schafft in diesem Akutfall im ersten Schritt ein Harnröhrenkatheter. Im zweiten Schritt wird der Urologe dann die Behandlung der gutartig vergrößerten Prostata mit dem Patienten besprechen.

Prostatavergrößerung: Diagnose und Therapie

Die Diagnose der gutartigen Prostatavergrößerung erfolgt in der Regel beim Urologen. Neben einem Arztgespräch ist eine Reihe von Untersuchungen notwendig. Hierzu gehören unter anderem eine rektale Tastuntersuchung der Prostata und eine Untersuchung des Urins. Eine Harnstrahlmessung, eine Restharnbestimmung und die Bestimmung des PSA-Werts können ebenfalls wichtige Informationen liefern, die dem Arzt bei seiner Diagnose helfen.

Die Behandlung ist abhängig von dem Schweregrad der Beschwerden, den Untersuchungsbefunden sowie dem Leidensdruck des Patienten. So gibt es die Möglichkeit nicht-operativer Maßnahmen wie etwa die Einnahme von Medikamenten. Oder aber es ist ein Eingriff notwendig. Dabei wird Prostatagewebe entfernt und die Einengung der Harnröhre behoben. Der Eingriff kann unter anderem mithilfe einer elektrischen Schlinge oder eines Lasers durchgeführt werden. Die Einlage von Stents oder eines dauerhaften Katheters sind ebenfalls mögliche Maßnahmen, um das Ablassen des Urins zu erleichtern.

Können Männer einer gutartig vergrößerten Prostata vorbeugen?

Da die Prostata aufgrund von Hormonveränderungen zu wachsen beginnt – die im Blut zirkulierenden Geschlechtshormone Testosteron und Dihydrotestosteron führen zu einer vermehrten Teilung der Prostatazellen – lässt sich der gutartigen Vergrößerung der Prostata nur bedingt vorbeugen.

Wie groß die Vorsteherdrüse im Alter wird, hängt von genetischen Faktoren ab. Allerdings kann ein gesunder Lebensstil helfen, das Auftreten der Beschwerden hinauszuzögern. Ärzte empfehlen daher auf ein normales Gewicht zu achten, regelmäßig Sport zu treiben, möglichst ausgewogen, vielfältig und fettarm zu essen sowie auf Zigaretten und zu viel Alkohol zu verzichten.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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