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Sonnenallergie vorbeugen: Helfen Solarium, Calcium und Vitamine?

Sonnenallergie vorbeugen  

So können Sie die juckenden Pusteln verhindern

02.07.2018, 15:53 Uhr | kk (CF), fsch

Sonnenallergie vorbeugen: Helfen Solarium, Calcium und Vitamine?. Sonnenallergie vorbeugen: Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist für Menschen mit Sonnenallergie besonders wichtig. (Quelle: imago/INSADCO)

Sonnenallergie vorbeugen: Eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ist für Menschen mit Sonnenallergie besonders wichtig. (Quelle: INSADCO/imago)

Bei einer Sonnenallergie reagiert die Haut nach dem Sonnenbad mit Juckreiz und Ausschlag. Etwa zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Wir sagen Ihnen, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen können.

Was ist eine Sonnenallergie?

Wer nach dem Sonnenbad einen juckenden Ausschlag auf der Haut bekommt, hat womöglich eine Sonnenallergie. Je nach Ursache unterscheidet man drei Formen der Sonnenallergie:

  • Polymorphe Lichtdermatose: Die häufigste Form der Sonnenallergie ist die polymorphe Lichtdermatose (PLD). Die PLD äußert sich durch einen unangenehmen Hautausschlag, der mit Quaddeln, Bläschen und Juckreiz einhergeht. Betroffen sind meist Hautstellen, im Allgemeinen weniger an die Sonne gewöhnt sind, wie Dekolleté, Hals, Arme, Hände, Beine und Gesicht. Auslöser der Hautreaktionen ist eine intensive UV-Strahlung – zum Beispiel durch ein ausgiebiges Sonnenbaden im Urlaub. Diese Überempfindlichkeit auf Sonnenlicht ist genetisch bedingt und ähnelt einer Autoimmunerkrankung, bei der das Abwehrsystem gegen körpereigene Zellen oder Substanzen vorgeht.
  • Mallorca-Akne: Im Unterschied zur polymorphen Lichtdermatose verstopfen bei der so genannten Mallorca-Akne Schweiß und fetthaltige Sonnenschutzmittel die Haarfollikel, so dass sich die Haut entzündet. Dabei bilden sich kleine entzündliche und akneartige Knötchen auf der Haut. Betroffen sind vor allem Schultern, Brustausschnitt und oberer Rücken. Die Mallorca-Akne tritt viel seltener auf als die polymorphe Lichtdermatose.
  • Photoallergische Reaktion: Ein weiteres Krankheitsbild ist die photoallergische Reaktion. Hier ist nicht die Sonne selbst der Auslöser für Hautreizungen, sondern Zusatzstoffe in Cremes, Salben und Kosmetika. Diese können sich unter Sonneneinwirkung in Allergene umwandeln und juckende Ekzeme auslösen. Auch Arzneimittel wie Antibiotika und Antidepressiva können zu photoallergischen Reaktionen führen. 

Info: Nur bei der photoallergischen Reaktion handelt es sich um eine echte Allergie, da hierbei das Immunsystem beteiligt ist. Dies ist bei der Mallorca-Akne und der PLD nicht der Fall. Da die Symptome aber einer allergischen Reaktion ähneln, spricht man allgemein von Sonnenallergie.

Ob Sie selbst unter einer Sonnenallergie leiden und welche Allergene die Hautreizungen verursachen, kann letztendlich nur ein Hautarzt abklären. Er sollte daher beim Auftreten der genannten Symptome Ihre erste Anlaufstelle sein.

Sonnenallergie vorbeugen: Die wichtigsten Maßnahmen 

1. Sonnenschutzmittel benutzen: Menschen mit Sonnenallergie sollten eine Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden. Zur Vorbeugung von Mallora-Akne empfiehlt die "Stiftung Warentest", emulgator- und fettfreie Sonnenschutzmittel zu benutzen. Tragen Sie den Sonnenschutz eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad auf und cremen Sie regelmäßig nach – insbesondere nach dem Baden. 

2. Zusätzlicher UV-Schutz: Allergiker sollten die direkte Sonne und Ihre Haut zusätzlich mit Kleidung, Sonnenhut oder Sonnenschirm schützen.

3. Mittagssonne meiden: Zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Sonne ihren Höchststand hat, sollten Sie sich am besten drinnen oder im Schatten aufhalten und die direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. 

4. Haut langsam an Sonnenlicht gewöhnen: Grundsätzlich hat sich bei Menschen mit Sonnenallergie eine schrittweise Gewöhnung an die Sonne bewährt. Hierbei wird die Haut frühzeitig und oft, aber immer nur für kurze Zeit, der Sonne ausgesetzt. 

5. Solarium: Wenn Sie zu einer Sonnenallergie neigen, kann der Besuch des Solariums im Sinne einer Abhärtung vorbeugend wirken. Wichtig ist jedoch, die Haut langsam an die Strahlung zu gewöhnen. Dabei sind fünf Minuten zu Anfang schon ausreichend und 15 Minuten sollten nicht überschritten werden. Als heller Hauttyp sprechen Sie diese Maßnahme am besten immer mit ihrem Hautarzt ab. Achten Sie bei der Auswahl des Solariums darauf, dass nur solche Bänke geeignet sind, die UVA und UVB Strahlen aussenden, da beispielsweise die polymorphe Lichtdermatose nur durch die Einwirkung beider Strahlenarten ausgelöst wird. Zudem sollten Sie darauf achten, vor dem Besuch alle Kosmetika und Hautpflegemittel zu entfernen.

6. Phototherapie: Den gleichen Effekt hat die Lichtabhärtung per Phototherapie beim Hautarzt. Dabei wird die Haut vier bis sechs Wochen vor dem Urlaub täglich mit UV-Licht bestrahlt, um sie so an die Sonne zu gewöhnen.

7. Auf Zusatzstoffe verzichten: Verzichten Sie vor allem im Urlaub auf Kosmetikprodukte, Parfüms und Deos, die synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe enthalten, da diese im Zusammenspiel mit Sonnenstrahlen die Entstehung einer allergischen Reaktion begünstigen können. 

8. Calcium, Beta-Carotin, Vitamine: Oft werden Calcium, Beta-Carotin oder bestimmte Vitamine zur Vorbeugung einer Sonnenallergie empfohlen. Die Wirkung entsprechender Präparate ist laut der "Apotheken-Umschau" wissenschaftlich jedoch nicht belegt. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, welche Präparate sinnvoll sind. Die Einnahme sollte dann regelmäßig und bereits mehrere Wochen vor dem Urlaub erfolgen. 

Welcher Sonnenschutz bei Sonnenallergie?

Ausreichender Sonnenschutz ist bei Menschen mit Sonnenallergie besonders wichtig. Aber Achtung: Es gibt auch Sonnenschutzmittel, die bei einer Sonnenallergie eher ungünstig sind. Allergiker sollten bei der Wahl der Sonnencreme daher folgende Faktoren beachten:

  • Lichtschutzfaktor: Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 30, im besten Fall 50 betragen.
  • UV-Schutz: Eine gute Sonnencreme schützt sowohl vor UV-B- als auch vor UV-A-Strahlen, denn beide können Hautkrebs verursachen. Während UV-B-Strahlen nur bis in die Oberhaut eindringen und hauptverantwortlich für Sonnenbrand sind, erreichen UV-A-Strahlen auch die tieferliegende Lederhaut und begünstigen die Hautalterung. Laut einer EU-Richtlinie ist bei Sonnencreme ein UV-A/UV-B-Filter im Verhältnis von 1:3 zu empfehlen. 
  • Filter: Viele Sonnencremes basieren auf chemischen Filtern, die von Menschen mit Sonnenallergie allerdings oft nicht vertragen werden. Sie nehmen die Lichtenergie der Sonnenstrahlen auf und wandeln sie in Wärme um. Ihre Wirkung setzt daher erst nach 30 Minuten ein. Eine Alternative sind mineralische Filter wie Zinkoxid oder Titanoxid. Sie bestehen aus winzigen Partikeln, die das UV-Licht reflektieren und sofort nach dem Auftragen Schutz bieten. 
  • Inhaltsstoffe: Wählen Sie am besten ein Sonnenschutzmittel, das frei von Fetten und Emulgatoren ist, denn diese können die Talgdrüsen der Haut verstopfen und die Entstehung von Mallorca-Akne begünstigen. Zu empfehlen ist stattdessen ein leichtes Gel oder Spray. Synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe sind für eine empfindliche Haut ebenfalls nicht ratsam.

Behandlung: Was tun bei Sonnenallergie?

Wenn Sie trotz vorbeugender Maßnahmen einen Ausschlag bekommen, gibt es verschiedene Hausmittel, die bei Sonnenallergie helfen können. Wichtig ist vor allem, dass Sie die Haut konsequent vor weiterer Sonneneinstrahlung schützen. Bessert sich die Haut trotzdem nicht, kann der Hautarzt Ihnen entsprechende Salben oder Tabletten zur Linderung der Beschwerden verschreiben. 

Verwendete Quellen:
  • Stiftung Warentest
  • Apotheken Umschau

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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