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Bluthochdruck: Ab diesen Werten wird es kritisch

Von t-online, dpa-tmn, mra

Aktualisiert am 11.10.2021Lesedauer: 3 Min.
Beim Blutdruckmessen zu Hause gelten andere Grenzwerte als beim Arzt.
Beim Blutdruckmessen zu Hause gelten andere Grenzwerte als beim Arzt. (Quelle: artisteer/getty-images-bilder)
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Ein zu hoher Blutdruck ist in Deutschland weit verbreitet. Experten empfehlen, ihn ab 40 Jahren regelmĂ€ĂŸig zu messen. Dabei gilt es, bestimmte Fehler zu vermeiden. Sonst können die Blutdruckwerte verfĂ€lscht werden.

Das Wichtigste im Überblick


  • Systolischer und diastolischer Blutdruck
  • Bluthochdruck-Tabelle: Blutdruckwerte auf einen Blick
  • Blutdruck richtig messen: Das ist zu beachten
  • Bluthochdruck vorbeugen: Auf ErnĂ€hrung und Gewicht achten

Da Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie genannt, jahrelang keine Beschwerden verursacht, wird diese Erkrankung oft nicht oder erst spĂ€t behandelt. Die Folge sind Verkalkungen der BlutgefĂ€ĂŸe (Arteriosklerose). Im schlimmsten Fall drohen dann ein Schlaganfall, ein Herzinfarkt, eine Minderung des Sehvermögens und SchĂ€den an den Nieren.


So beugen Sie Bluthochdruck vor

Messen Sie regelmĂ€ĂŸig Ihren Blutdruck
Blutdruck: Alkohol nur in Maßen
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Nur wer seinen Blutdruck kontrolliert, kann auch erkennen, ob er zu hoch ist. Der Blutdruck ist ein wichtiger Indikator fĂŒr viele weitere Erkrankungen und sollte also regelmĂ€ĂŸig ĂŒberprĂŒft werden.

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Vorsorge: Blutdruck mindestens einmal im Jahr messen

SpÀtestens ab einem Alter von 40 Jahren sollte der Blutdruck daher mindestens einmal im Jahr gemessen werden, empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga. Ab einem Alter von 50 Jahren sei eine halbjÀhrliche Blutdruckmessung empfehlenswert. Wenn eine Hypertonie diagnostiziert wurde, sollte mit dem Arzt besprochen werden, wie oft Kontrollen nötig sind.

Bluthochdruck: Zu Hause sind die Werte oft niedriger

Laut der Deutschen Herzstiftung spricht man von Bluthochdruck, wenn bei Messungen durch den Arzt an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten. Da viele Patienten durch die Anspannung in der Arztpraxis höhere Werte erzielen (Weißkittel-Hypertonie), gelten fĂŒr die Messung zu Hause niedrigere Blutdruckwerte. Hier handelt es sich bereits bei einer Obergrenze von 135 zu 85 mmHg um Hypertonie. Auch wenn nur einer der beiden Grenzwerte ĂŒberschritten ist, liegt Bluthochdruck vor.

Systolischer und diastolischer Blutdruck

Den oberen Wert nennt man den systolischen Blutdruck, der entsteht, wenn das Blut vom Herz stoßartig in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt wird. Der untere Wert wird als diastolischer Blutdruck bezeichnet und nennt den Restblutdruck, wenn sich das Herz in der Erschlaffungsphase befindet.

Bluthochdruck-Tabelle: Blutdruckwerte auf einen Blick

Blutdruck Einteilung Systole (erster Wert) Diastole (zweiter Wert)
Normal 120–129 mmHg 80–84 mmHg
Normal–Hoch 130–139 mmHg 85–89 mmHg
Hypertonie Grad 1
leichter Bluthochdruck
140–159 mmHg 90–99 mmHg
Hypertonie Grad 2
mittelschwerer Bluthochdruck
160–179 mmHg 100–109 mmHg
Hypertonie Grad 3
schwerer Bluthochdruck
ĂŒber 180 mmHg ĂŒber 110 mmHg

Der Blutdruck wird in der Maßeinheit mmHg gemessen. Die Bezeichnung mmHg steht fĂŒr Millimeter QuecksilbersĂ€ule (Hg ist das chemische Zeichen fĂŒr Quecksilber). Diese Einheit hat einen historischen Hintergrund, als Druck mit Hilfe einer QuecksilbersĂ€ule gemessen wurde. 1 mmHg ist also der Druck, den eine ein Millimeter hohe QuecksilbersĂ€ule ausĂŒbt.

Blutdruck richtig messen: Das ist zu beachten

Wer seinen Druck selbst misst, sollte gewisse Regeln einhalten: Es ist wichtig, vorher einige Minuten zu entspannen und keinen Alkohol oder Kaffee zu trinken. Halten Sie die Beine parallel aufgestellt, denn bei ĂŒbereinandergeschlagenen Beinen steigt der Blutdruck durch die Anspannung der Muskeln. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, immer zwei Messungen im Abstand von einer Minute durchzufĂŒhren, da der Blutdruck der zweiten Messung hĂ€ufig niedriger sei und daher der gĂŒltige.

Messen Sie zum ersten Mal, sollten Sie den Blutdruck an beiden Armen ĂŒberprĂŒfen und spĂ€ter immer an dem Arm, der den höheren Wert angezeigt hat. Zum Messen muss sich der Messpunkt am Arm auf der Höhe des Herzens befinden. Liegt er zu hoch, misst das GerĂ€t einen zu niedrigen Blutdruck. Liegt der Messpunkt unterhalb der Herzhöhe, wird ein zu hoher Blutdruck gemessen. FĂŒr eine einfache Ermittlung der Blutdruckwerte empfiehlt sich ein BlutdruckmessgerĂ€t.

Zu hĂ€ufig sollte der Blutdruck jedoch auch nicht gemessen werden. Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. warnt davor: "Die Erwartungshaltung kann die Werte zusĂ€tzlich erhöhen." Ein ĂŒbertrieben hĂ€ufiges Messen könne sich dann negativ auf den Blutdruck auswirken.

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Bluthochdruck vorbeugen: Auf ErnÀhrung und Gewicht achten

Ein gesunder Lebensstil ist wichtig, um Bluthochdruck vorzubeugen und zu behandeln, rĂ€t die Herzstiftung. Ursachen und Risikofaktoren können beispielsweise wenig Bewegung und ungesunde ErnĂ€hrung sein. Deshalb empfiehlt die Herzstiftung eine ausgewogene ErnĂ€hrung, regelmĂ€ĂŸige Ausdauerbewegung, wenig Alkohol, wenig Salz und Entspannung bei chronischem Stress.

Ein wesentlicher Risikofaktor fĂŒr die Entstehung von Bluthochdruck ist außerdem Übergewicht. Daher ist es wichtig, ĂŒberflĂŒssige Pfunde abzubauen. Denn so lassen sich Bluthochdruck und damit auch die Risiken fĂŒr verschiedene Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes senken.

Ist die Behandlung durch eine Umstellung von ErnÀhrung und Lebensgewohnheiten nicht erfolgreich genug, dann kann auch eine medikamentöse Therapie in Betracht gezogen werden um der Erkrankung entgegenzuwirken.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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