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Gefährliche Entzündung: Was tun bei Furunkeln?

Gefährliche Entzündung  

Was tun bei Furunkeln?

15.02.2019, 13:58 Uhr | stw

Gefährliche Entzündung: Was tun bei Furunkeln?. Furunkel: Die schmerzenden Entzündungen entstehen meist durch eine bakterielle Infektion. (Quelle: Getty Images/inxti)

Furunkel: Die schmerzenden Entzündungen entstehen meist durch eine bakterielle Infektion. (Quelle: inxti/Getty Images)

Bildet sich auf der Haut eine eitrige Pustel, ist es vielleicht nicht nur ein entzündeter Pickel, sondern es handelt sich um ein Furunkel. Das plötzlich auftretende, weiche und entzündete Knötchen tritt um eine Haarwurzel auf und sitzt tief unter der Haut. Nicht nur mangelnde Hygiene, sondern auch ein geschwächtes Immunsystem können die Ursachen für ein Furunkel sein.

Ein Schnitt beim Rasieren reicht bereits aus

Furunkel entstehen meist durch eine bakterielle Infektion. Auf der Haut befinden sich unzählige Keime. Wird sie verletzt, dringen die Erreger in die Haut ein. Meist reicht bereits ein Schnitt beim Rasieren und die Bakterien gelangen unter die Oberfläche und vermehren sich. Normalerweise werden solche Keime vom Immunsystem bekämpft. Ist es geschwächt, kann es jedoch zu einer Entzündung kommen.

Umliegendes Gewebe entzündet sich

Bei der Entstehung eines Furunkels entzündet sich auch das umliegende Gewebe und Eiter sammelt sich an. Die Folge: Es bildet sich eine rote, schmerzhafte und erwärmte Schwellung – ein so genannter Eiterpfropf. Zunächst entsteht nur ein Knötchen, das sich dann zu einer Pustel entwickelt. Die Pustel wird immer größer bis sie platzt, und es zum Eiterabfluss kommt.

Bilden sich mehrere Furunkel können diese zu einem so genannten Karbunkel verschmelzen. Dieser kann den darunter liegenden Muskel und das Fettgewebe entzünden, so dass es im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung kommen kann, wenn sich der Eiter nach innen entleert. Daher sollten Betroffene auch nie versuchen, das Furunkel aufzukratzen oder daran herumzudrücken.

Furunkel treten an behaarten Stellen auf

Furunkel treten um eine Haarwurzel herum auf und bilden sich meist im Gesicht, im Nacken aber auch an der Schenkelbeuge. Bei Männern im Bartbereich sowie an stark behaarten Gesäßen, bei Frauen hingegen in den Achseln und in der Bikinizone. Auch Sportler, die oft Schwitzen, sind betroffen. Häufig wird ein Furunkel mit einem stark entzündeten Pickel verwechselt.

Pickel oder Furunkel?

Eingewachsenes Haar: Eine eitrig entzündete Haarwurzel ist ein Furunkel. (Quelle: Getty Images/Big_Ryan)Eingewachsenes Haar: Eine eitrig entzündete Haarwurzel ist ein Furunkel. (Quelle: Big_Ryan/Getty Images)

Ist das komplette Haarfollikel entzündet, handelt es sich um ein Furunkel. Eine oberflächliche, punktuelle Infektion hingegen ist ein Pickel – beide Erkrankungen verlaufen eitrig. Furunkel bilden bei der Abheilung häufig Narben, während Pickel meist narbenfrei abklingen. Beide Arten von Infektionen werden unter anderem von Staphylococcus Bakterien ausgelöst. Auch bei Pickeln gilt: Nicht selber ausdrücken, da die Entzündung so verschlimmert werden kann. 

Zugsalbe kann helfen

Da Furunkel Schmerzen verursachen, ist es zunächst sinnvoll, die Entzündung einzudämmen und die Eiterentleerung des Furunkels zu fördern, damit der Druck vom Gewebe genommen wird. Zudem sollte eine kurzzeitige Behandlung mit Salben erfolgen, zum Beispiel mit Zugsalbe. Diese hat verschiedene Wirkstoffanteile, wie Lärchenterpentin und gereinigtes Terpentinöl.

Die Wirkstoffe der Salbe fördern den Abfluss von Eiter, zusätzlich wirken sie desinfizierend und helfen gegen die Entzündung. Ist das Furunkel größer, kann es auch von einem Arzt mit einem Skalpell geöffnet oder mit Antibiotika behandelt werden. Eine tägliche Spülung, mit einem desinfizierenden Mittel, verhindert zudem eine neue Ansammlung von Bakterien.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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