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Arthrose-Gefahr: Das schadet Ihren Gelenken

t-online, nho

Aktualisiert am 24.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Arthrose: Gelenkschmerzen lassen sich vorbeugen.
Arthrose: Gelenkschmerzen lassen sich vorbeugen. (Quelle: yodiyim/getty-images-bilder)
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Unsere Gelenke müssen täglich sehr viele Belastungen aushalten. Umso wichtiger ist es, sie so gut es geht zu pflegen. Steife und knirschende Gelenke sind Symptome, die das Risiko für eine Arthrose erhöhen. Neben dem richtigen Maß an Bewegung, spielen auch weitere Faktoren dabei eine wichtige Rolle. Wir sagen, wie Sie Ihr Risiko für Arthrose senken und Ihre Gelenke schonen können.

Natürliche Stoßdämpfer in den Gelenken

Damit in einem Gelenk nicht Knochen auf Knochen reibt, ist die Gelenkfläche von einer Knorpelschicht umgeben. Ein gesunder Knorpel dient so als Puffer. Ähnlich wie ein Gelkissen federt er jede Bewegung ab. Im Gegensatz zu Knochen oder Haut ist dieser aber kaum regenerationsfähig. Durch den Knorpelverschleiß wird der Gelenkspalt immer schmaler, bis die Knochen irgendwann direkt aneinander reiben. Ist dies der Fall, spricht man von einer Arthrose, die häufig starke Schmerzen verursacht.

Was genau ist Arthrose? Bei einer Arthrose wird die Knorpelschicht eines Gelenks zerstört. Damit einher gehen Knochenveränderungen. Die Gelenke reiben unmittelbar aufeinander und es kommt zur Zerstörung der Gelenkknorpel. Der Patient verliert dadurch die Fähigkeit, sich frei zu bewegen. Schubweise treten immer wieder Entzündungen im Gelenk auf, es schwillt an und schmerzt. Am häufigsten betroffen sind bei Arthrose die Hände, Knie und Hüften, aber auch jedes andere Gelenk kann erkranken.


Ursachen, Symptome und Behandlung von Arthrose

Der Begriff Arthrose (Gelenkverschleiß) beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem sich die Knorpelschicht eines Gelenks nach und nach abnutzt. Der Verschleiß führt zu einer schrittweisen Zerstörung des Gelenkknorpels, der im schlimmsten Fall dazu führt, dass der Knorpel komplett aufgelöst wird und das Gelenk nicht mehr reibungslos bewegt werden kann. Erfahren Sie im Folgenden alles zu Ursachen, Behandlungsmethoden und zu Maßnahmen, die Arthrose vorbeugen helfen.
Röntgenaufnahme eines Kniegelenks
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Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung

Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an der Gelenkerkrankung Arthrose. Egal ob in den Fingern, der Hüfte oder im Knie: Arthrose kann in jedem Gelenk auftreten. Neben dem natürlichen Alterungsprozess der Gelenke ist bei vielen Betroffenen eine vererbte Knorpelanfälligkeit die Ursache für die Krankheit. Der Knorpel ist dann weniger belastbar und leichter angreifbar. Sind einmal Knorpeldefekte entstanden, bleiben sie nicht nur dauerhaft bestehen, sondern die Gelenkschmerzen werden immer stärker.

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Risiko für Arthrose steigt mit dem Alter

Ein wichtiger Risikofaktor für Arthrose ist das Alter, denn die Abnutzung der Gelenke schreitet mit den Jahren voran. Daten des RKI ergaben, dass ab dem 60. Lebensjahr gut die Hälfte der Frauen und ein Drittel der männlichen Patienten von der Krankheit betroffen sind. Doch nicht jeder, der unter Knorpelverschleiß leidet, ist im fortgeschrittenen Alter von Arthrose geplagt. Denn die Krankheit kann auch genetische und andere Ursachen haben.

Mollige brauchen häufiger Kunstgelenke

Übergewicht ist eine häufige Ursache für Gelenkkrankheiten wie Arthrose. Stark beleibte Menschen brauchen wesentlich früher eine neue Hüfte oder ein künstliches Kniegelenk als schlanke Personen. Untersuchungen zufolge sind ein Viertel aller Gelenkersatzoperationen an der Hüfte und zwei Drittel der Operationen am Kniegelenk auf Übergewicht und Fettleibigkeit in der Bevölkerung zurückzuführen.

Dies liegt neuen Studien zufolge nicht nur am hohen Gewicht sondern auch an den hormonellen Faktoren der Patienten. Demnach bilden Fettzellen im Körper das Hormon Leptin, das insbesondere das Körpergewicht reguliert. Dieses Hormon trägt zur Zerstörung des Gelenkknorpels und des Knorpelgewebes bei.

Kunstgelenke ermöglichen vielen Millionen Arthrosepatienten in Deutschland, sich schmerzfrei zu bewegen. Die Entscheidung zum künstlichen Kniegelenk will aber gut überlegt sein. Deshalb müssen Arzt und Patient vor einer Operation gemeinsam besprechen, welche Ergebnisse beim Gelenkersatz realistisch sind.

Gelenkschmerzen: Bewegungsmangel ist Gift

Neben Übergewicht ist Bewegungsmangel einer der größten Risikofaktoren für Gelenkbeschwerden. Die Gelenke werden von Knorpeln zusammengehalten, die von Blutgefäßen durchzogen sind. Nur durch Bewegung wird die Substanz der Gelenkknorpel gut durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Bleibt die Bewegung aus, passiert Folgendes: Die Muskelmasse nimmt ab, die Gelenkkapsel schrumpft und das macht die Gelenke noch unbeweglicher. Das verstärkt die Beschwerden und führt zu Schmerzen. Eine gezielte Bewegungstherapie kann dem Knorpelabbau entgegenwirken.

Behandlung der Schmerzen: Die Mehrheit der Betroffenen hat Schmerzen in Knie oder Hüfte. Ist die Arthrose bereits weit fortgeschritten, kann der Einsatz eines neuen Knie- oder Hüftgelenkes die Methode der Wahl sein, damit Sie sich endlich wieder ohne Arthroseschmerzen bewegen können. Im Anfangsstadium der Arthrose kann der Arzt eine medikamentöse Therapie zur Linderung der Schmerzen verordnen oder eine Empfehlung für ein Kunstgelenk aussprechen. Gegebenenfalls kommen bei Schmerzpatienten auch Opioide zum Einsatz. Suchen Sie auf jeden Fall einen Arzt auf, der mit dem Thema vertraut ist und Ihnen je nach Arthroseform eine passende Schmerztherapie verordnen kann.

Gefahr durch Verschleiß: Zu viel Sport fördert Arthrose

Doch zu viel Bewegung kann zu Gelenkverschleiß und Knorpelabbau führen. Ein Scharnier nutzt sich bei häufiger Benutzung ab. Ähnlich verhält es sich mit den Gelenken des menschlichen Körpers. Plötzlich wird das Knie steif und Sporttreiben fällt schwer. Auf die richtige Sportart kommt es also an. So sind Laufen und Springen für die Knie ungünstig, weil dabei diese Gelenke massiv belastet werden. Schwimmen und Radfahren dagegen sind empfehlenswert, weil sie die Gelenke kaum belasten, aber trotzdem genügend Reiz auf Knochen und Gelenke ausüben, um einer Erkrankung vorzubeugen.

Wichtig ist es außerdem, seine Muskulatur ausreichend zu stärken. Diese kann so einen Großteil der Belastung an den Gelenken vermeiden und verhindern, dass es zu Schmerzen kommt - ganz ohne Behandlung und Medikamente.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Ann-Kathrin Landzettel
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