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Hyaluronsäure bei Arthrose: Eine sinnvolle Therapie?

Spritze gegen Gelenkverschleiß  

Hyaluronsäure bei Arthrose: Sinnvolle Therapie gegen Gelenkschmerzen?

25.06.2018, 12:57 Uhr | fs (CF), t-online.de

Hyaluronsäure bei Arthrose: Eine sinnvolle Therapie?. Hyaluronsäure als Therapie bei Arthrose ist unter Forschern umstritten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hyaluronsäure als Therapie bei Arthrose ist unter Forschern umstritten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Arthrose ist die Folge eines Gelenkverschleißes, die meist von starken Schmerzen begleitet ist. Durch den Einsatz von Hyaluronsäure-Spritzen sollen sich die Beschwerden lindern lassen. Experten sind sich jedoch nicht einig darüber, ob diese Therapie wirklich hilft.

Hyaluronsäure soll Gelenkschmerzen lindern

Bei Hyaluronsäure handelt es sich um ein natürliches Element des Knorpels und der Flüssigkeit im Gelenk. Die Säure kann jedoch auch synthetisch hergestellt werden. Sie kommt insbesondere bei Kniearthrose häufig zum Einsatz, indem sie direkt in das Gelenk gespritzt wird. Doch auch bei Hüftarthrose oder Problemen im Schulter- oder Sprunggelenksbereich ist eine Therapie mit Hyaloronsäure grundsätzlich möglich.

Hyaluronsäure hat bei Arthrose die Funktion eines "Schmiermittels", durch das die Knie flexibler und die Knorpel gleitfähiger werden. Außerdem wird Hyaluron eine entzündungshemmende Wirkung zugesprochen, wodurch die Schmerzen zumindest für eine Weile gelindert werden. Erfolgsversprechend ist die Therapie allerdings meist nur bei Patienten mit einer nicht allzu weit fortgeschrittenen Arthrose. Der Arzt entscheidet gemeinsam mit dem Patienten, ob Hyaluronsäure im individuellen Fall infrage kommt.

Hyaluron: Wirkung setzt nach mehreren Wochen ein

Bei der Behandlung werden insgesamt eine, drei oder fünf Spritzen über einen gewissen Zeitraum injiziert. Ob die gewünschte Wirkung überhaupt eintritt, stellt sich jedoch in der Regel noch nicht nach der ersten Spritze heraus. Manchmal warten Patienten sogar Wochen bis nach der fünften und letzten Injektion auf die Schmerzlinderung. Sollte Hyaluron bei Arthrose selbst nach Wochen keine Besserung erwirken, lohnt sich eine erneute Therapie nicht. Werden die Schmerzen hingegen bereits nach kurzer Zeit besser, spricht das für den Erfolg einer Behandlung.

Wirkungsweise von Hyaluronsäure ist umstritten

Die Hälfte aller Patienten soll eine Verbesserung nach einer Therapie verspürt haben, doch Experten sind sich nicht einig, ob Hyaluronsäure bei Arthrose wirklich helfen kann. Auch wissenschaftliche Studien können die erwünschten Effekte der Substanz nicht belegen. So bewertet der IGeL-Monitor vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) die Wirkungsweise von Hyaluronsäure bei Kniearthrose auf Basis der Studienlage als "tendenziell negativ".  

Auch wenn sich der belegte Nutzen und Schaden der Therapie weitestgehend die Waage halten, gewichtet der MDS mögliche unerwünschte Schäden nach der Behandlung wie Schwellungen, allergische Reaktionen, Schmerzen oder Entzündungen am Knie höher. Zudem weist er darauf hin, dass der Großteil der Studien wenig aussagekräftig und schwer vergleichbar ist. 

Auch die "Stiftung Warentest" rät von einer dauerhaften Behandlung von Arthrose mit Hyaluronsäure ab. Die Ergebnisse von Untersuchungen eines Arzneimittels zur Injektion per Fertigspritze seien widersprüchlich: Einerseits kann Hyaluronsäure die Schmerzen kurzfristig verringern, andererseits können eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen auftreten. 

Risiken und Kosten der Therapie

Durch eine Behandlung mit Hyaluronsäure bei Arthrose können die Schmerzen zwar über einen kurzen Zeitraum nachlassen, der Knorpel regeneriert sich jedoch nicht zwangsläufig. Zudem besteht bei der Verabreichung der Injektion das Risiko einer Infektion. Sollte vor der Therapie eine Fehlstellung des betroffenen Gelenks festgestellt werden, sollte diese zunächst korrigiert werden. Bei einer bereits vorhandenen Infektion im Gelenk empfiehlt es sich, von der Behandlung abzusehen.

Da die heilende Wirkung der Hyaluronsäure nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist, müssen Patienten die Kosten für die Therapie selber tragen. Für fünf Spritzen werden bis zu 250 Euro fällig. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. 


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