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FĂŒnf Symptome fĂŒr eine kranke Prostata

Von t-online
Aktualisiert am 24.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Arztbesuch: Ob die Prostata vergrĂ¶ĂŸert ist, lĂ€sst sich an verschiedenen Symptomen erkennen.
Arztbesuch: Ob die Prostata vergrĂ¶ĂŸert ist, lĂ€sst sich an verschiedenen Symptomen erkennen. (Quelle: Korrawin/getty-images-bilder)
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Bei Problemen mit der Prostata (VorsteherdrĂŒse) handelt es sich meist nicht um eine bösartige VerĂ€nderung, doch eine Untersuchung ist auf jeden Fall ratsam, wenn MĂ€nner bestimmte Symptome haben. Nur so können gutartige GeschwĂŒre oder Prostatakrebs frĂŒh entdeckt und unangenehme Beschwerden verhindert werden.

Das Wichtigste im Überblick


  • Beschwerden beim Wasserlassen
  • Blut im Urin oder im Sperma
  • Inkontinenz: Wenn die Blase schwĂ€chelt
  • Potenzstörung: Die Prostata kann dahinterstecken
  • Erhöhter PSA-Wert: Hinweis auf Prostatakrebs?
  • Keine Scheu vor der Prostata-Vorsorgeuntersuchung

Mediziner unterscheiden zwischen gutartigen und bösartigen Prostataerkrankungen: Zu den gutartigen zĂ€hlen EntzĂŒndungen (Prostatitis) sowie die ProstatavergrĂ¶ĂŸerung, zu den bösartigen Leiden zĂ€hlt der Prostatakrebs.


Kranke Prostata: Das sind erste Warnzeichen

Beschwerden beim Wasserlassen: Die Prostata sitzt unter der Blase und umgibt die Harnröhre. Ist die Prostata vergrĂ¶ĂŸert, kann das folglich zu Problemen beim Wasserlassen fĂŒhren. Typisch sind hĂ€ufiges Wasserlassen und das sogenannte "Nachtröpfeln". Weitere Hinweise sind ein schwacher Harnstrahl sowie ein vermehrter Harndrang wĂ€hrend der Nacht.
Blut im Urin oder Sperma: Blut im Sperma oder im Urin kann besonders bei wiederholtem Auftreten auch ein Warnzeichen fĂŒr eine Erkrankung der Prostata sein. Der Grund fĂŒr das Symptom sollte immer Ă€rztlich abgeklĂ€rt werden. Allerdings: FĂŒr Blut im Sperma findet sich in fast der HĂ€lfte der FĂ€lle keine eindeutige Ursache. Nur in seltenen FĂ€llen stecken schwerwiegende GrĂŒnde dahinter.
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Die Prostata gehört zu den Geschlechtsorganen des Mannes. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umgibt die Harnröhre. Die Prostata wiegt circa 20 Gramm und ist kastaniengroß – etwa drei Zentimeter lang und vier Zentimeter breit. Die DrĂŒse produziert ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich mit den Spermien vermischt. Es macht etwa 30 Prozent der SamenflĂŒssigkeit aus und sorgt fĂŒr eine bessere Beweglichkeit der Spermien.

Beschwerden beim Wasserlassen

Die Prostata umgibt die Harnröhre. VergrĂ¶ĂŸert sich die DrĂŒse, drĂŒckt sie auf die Röhre und der Mann bekommt Probleme beim Wasserlassen. Oft kann sich die Blase gar nicht richtig entleeren. Das betrifft fast jeden zweiten Mann ĂŒber 50 Jahren. HĂ€ufiger Harndrang und das sogenannte Nachtröpfeln sind typische Begleiterscheinungen. Auch ein weniger krĂ€ftiger Harnstrahl sowie nĂ€chtlicher Harndrang sind Hinweise fĂŒr eine vergrĂ¶ĂŸerte VorsteherdrĂŒse (benigne Prostatahyperplasie).

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So zeigt sich eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata.
So zeigt sich eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata. (Quelle: Dr_Microbe/getty-images-bilder)

Bemerken MĂ€nner diese Anzeichen bei sich, sollten sie zu einem Urologen gehen. Mit der richtigen Therapie verbessern sich die Symptome erheblich und auch Blasensteinen oder NierenschĂ€den kann vorgebeugt werden. Eine ProstatavergrĂ¶ĂŸerung ist gutartig – aber störend sind vor allem die Begleiterscheinungen.

Haben Sie Beschwerden, die auf eine gutartige ProstatavergrĂ¶ĂŸerung hindeuten? Hier können Sie es sofort testen.

Dennoch ist es wichtig, die Ursachen der Prostataprobleme abzuklÀren, denn es können auch andere Erkrankungen dahinterstecken. Dazu zÀhlen beispielsweise Harnwegsinfekte oder Tumoren.

Blut im Urin oder im Sperma

Weitere Warnzeichen sind Blut im Urin oder Blut im Sperma. Auch dann sollte auf jeden Fall ein Arzt (Urologe) aufgesucht werden, der eine Diagnose stellt. Es kann eine harmlose Ursache dahinterstecken, aber eben auch ein Hinweis auf ein bösartiges Prostatakarzinom sein. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkrankt jeder sechste Mann ĂŒber 50 an Prostatakrebs.

Im Anfangsstadium bemerken die Betroffenen nichts. Beschwerden treten erst dann auf, wenn der Tumor so groß geworden ist, dass er auf die Harnröhre ĂŒbergreift oder wenn sich TochtergeschwĂŒlste außerhalb der Prostata gebildet haben. Symptome sind neben Blut im Urin und in der SamenflĂŒssigkeit auch Schmerzen bei der Ejakulation sowie Schmerzen in der Prostata. Betroffene berichten zudem hĂ€ufig ĂŒber Schmerzen im unteren RĂŒckenbereich, in der HĂŒfte und im Becken.

Inkontinenz: Wenn die Blase schwÀchelt

BlasenschwĂ€che und unfreiwilliger Urinverlust können verschiedene Ursachen haben. Das kann als eigenstĂ€ndige Erkrankung auftreten, aber auch ein Symptom einer anderen Erkrankung sein, wie einer vergrĂ¶ĂŸerten Prostata oder von Prostatakrebs. Eine Inkontinenz ist aber eher in seltenen FĂ€llen ein Anzeichen fĂŒr einen Tumor. Eine SchwĂ€che der Blase ist viel hĂ€ufiger eine Begleiterscheinung der Krebsbehandlung.

Potenzstörung: Die Prostata kann dahinterstecken

Kommt es zu Impotenz oder ist die Erektion weniger stark ausgeprĂ€gt, kann ebenfalls die Prostata daran Schuld sein. In den meisten FĂ€llen liegt die Ursache in der ProstatavergrĂ¶ĂŸerung, aber in einigen FĂ€llen ist auch ein Prostatakarzinom der Auslöser.

Schmerzhafte Ejakulation und weniger SamenflĂŒssigkeit und Erektionsstörungen sind hĂ€ufig die Folge. Das liegt daran, dass die Prostata auch in ihrem Inneren anschwillt. Dadurch verengen sich die AusfĂŒhrungsgĂ€nge der SamenflĂŒssigkeit und es gibt weniger Sperma beim Orgasmus. Schmerzen entstehen, wenn sich die Prostata zusĂ€tzlich entzĂŒndet. Dann tut es weh, wenn Sekret ausgestoßen wird.

Erhöhter PSA-Wert: Hinweis auf Prostatakrebs?

Der Arzt kann ĂŒber eine Blutuntersuchung Ihren PSA-Wert ermitteln. Beim sogenannten prostataspezifischen Antigen handelt es sich um ein Eiweiß, das von der Prostata gebildet wird. Ist der PSA-Wert erhöht, kann das ein Hinweis auf eine gut- oder bösartige VerĂ€nderung der Prostata sein, aber auch auf eine EntzĂŒndung hinweisen. Im Bedarfsfall werden dann weitere Untersuchungen in die Wege geleitet.

Welche Symptome sind typisch fĂŒr Prostatakrebs? Zu Beginn verursacht Prostatakrebs keine Beschwerden. Symptome treten erst dann auf, wenn der PrimĂ€rtumor bereits eine gewisse GrĂ¶ĂŸe ĂŒberschritten hat oder sich Metastasen gebildet haben. Laut der Deutschen Krebshilfe sollten MĂ€nner bei den folgenden fĂŒnf Warnzeichen den Arztbesuch nicht lĂ€nger hinauszögern: Schmerzen in der Prostata, BeeintrĂ€chtigungen in der Blasenentleerung, Probleme bei der Darmentleerung, Blut im Urin sowie "Ischias"-Schmerzen.

Keine Scheu vor der Prostata-Vorsorgeuntersuchung

Doch nicht nur bei den typischen Warnzeichen wie Probleme beim Wasserlassen, Blut im Urin, Blut im Sperma, Harninkontinenz sowie Erektile Dysfunktion sollte ein Urologe um Rat gefragt werden.

Damit VerĂ€nderungen schon frĂŒhzeitig erkannt werden können, ist die FrĂŒherkennung wichtig. Die Kosten der Krebsvorsorge werden ab dem 45. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen ĂŒbernommen. Die Untersuchung lĂ€uft folgendermaßen ab: Nach dem ersten GesprĂ€ch folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt tastet Bauch, Leisten, Penis und Hoden ab, um mögliche VerĂ€nderungen festzustellen. FĂŒr die rektale Tastuntersuchung fĂŒhrt der Urologe vorsichtig seinen Zeigefinger in den Enddarm ein, um die Prostata fĂŒhlen zu können. Nach etwa 30 Sekunden ist die von vielen MĂ€nnern als unangenehm empfundene Prozedur jedoch ĂŒberstanden.

Weitere Artikel

Prostatakrebs: Nicht jeder Tumor muss operiert werden

Wie die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Urologie (DGU) mitteilt, entwickeln 17 von 100 MĂ€nnern ĂŒber 50 Jahren ein Prostatakarzinom. Drei von ihnen sterben daran. Da das Karzinom in der Regel aber langsam wĂ€chst und erst spĂ€t Metastasen (TochtergeschwĂŒlste) bildet, stehen die Chancen gut, dass der Krebs im Zuge der FrĂŒherkennungsuntersuchungen erkannt wird, bevor er lebensbedrohlich wird. Viele Tumore können sogar ĂŒber viele Jahre hinweg beobachtet werden, ohne dass ein operativer Eingriff wirklich notwendig ist. Wird Prostatakrebs aber nicht frĂŒhzeitig entdeckt und regelmĂ€ĂŸig untersucht, verschlechtern sich die Heilungschancen. Hat er erst einmal gestreut, ist er nicht mehr heilbar.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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