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Kann man in den Wechseljahren schwanger werden?

t-online, rr (CF)

Aktualisiert am 14.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Kurz vor der Menopause kommen häufig Gedanken zum Thema Fruchtbarkeit und Verhütung auf.
Kurz vor der Menopause kommen häufig Gedanken zum Thema Fruchtbarkeit und Verhütung auf. (Quelle: DonnaDiavolo/getty-images-bilder)
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Bevor Frauen in die Wechseljahre kommen, befassen sich viele noch einmal mit dem Thema Schwangerschaft. Doch bis wann lässt sich der Kinderwunsch aus medizinischer Sicht überhaupt noch erfüllen? Was ist bei der Verhütung zu beachten, und wie lange sollte man die Pille nehmen?

Bis zu welchem Alter ist man fruchtbar?

Solange Frauen ihre Menstruation haben, ist theoretisch eine Schwangerschaft denkbar. Europäische Frauen sind im Durchschnitt zwischen 51 und 52 Jahre alt, wenn die Menopause, also die letzte Regelblutung, stattfindet. Bei einigen ist der Zeitpunkt früher, bei manchen später. Viele stellen sich deshalb die Frage, ob man auch noch mit 50 Jahren oder später noch schwanger werden kann.

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Auch wenn es noch zu Zyklus-Blutungen kommt, kann die Aktivität der Eierstöcke stark variieren. So kann die Regelblutung zwar für einige Monate ausbleiben, jedoch nach einiger Zeit wieder zurückkehren. Solange dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, ist es schwierig, den Zeitpunkt der Menopause zu erkennen. Das funktioniert nur im nachhinein. Deshalb sollte selbst nach mehrmonatigem Ausfall der Regel mindestens noch ein Jahr lang verhütet werden, um auf Nummer sicher zu gehen. Allerdings nimmt die Fruchtbarkeit der Frauen stark ab: Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, liegt bei Frauen ab 45 gerade einmal bei zwei bis drei Prozent. Mit 52 Jahren sinkt die Wahrscheinlichkeit auf unter ein Prozent.

Schwangerschaft dank "hormonellem Endspurt"

Obwohl die Chancen auf eine Schwangerschaft mit zunehmendem Alter sinken, hält die Natur eine Überraschung für werdende Mütter über 40 bereit. Der Körper bereitet sich auf die bevorstehenden Wechseljahre mit einem "hormonellen Endspurt" vor: "Frauen sind in dieser Phase, die durchaus Jahre anhalten kann, einer hormonellen Achterbahn ausgesetzt", sagt die Gynäkologin Katrin Schaudig in einem Interview in "Brigitte Woman".

Wer sich in dieser Lebensphase noch einen Kinderwunsch erfüllen will, hat eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, Zwillinge zu gebären. "Vermutlich versucht der Körper in den Jahren vor der Menopause noch einmal, das Letzte aus den verbleibenden Follikeln herauszuholen", erklärt Schaudig. Daher passiere es in diesen Lebensjahren häufiger, dass sich während des Eisprungs mehr als nur eine Eizelle auf den Weg durch den Eileiter macht.

Pilleneinnahme während der Wechseljahre sinnvoll?

Doch was ist, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist? Wie sieht es mit Verhütung aus, und sollten Frauen in fortgeschrittenem Alter nicht besser auf die Pille verzichten? Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft während der Wechseljahre äußerst gering ist, ist sie nicht auszuschließen. Deshalb ist Verhütung nach wie vor ein wichtiges Thema. Erst nach der Menopause kann darauf ganz verzichtet werden. Welches Verhütungsmittel das richtige ist, ist allerdings eine individuelle Entscheidung, die in Rücksprache mit dem Gynäkologen zu treffen ist.

Bis zu welchem Zeitpunkt die Einnahme der Pille als Verhütungsmittel sinnvoll ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Einerseits kann sie die Beschwerden und Symptome während den Wechseljahren wie Hitzewallungen, starke Blutungen und depressive Verstimmungen mildern und das Wohlbefinden steigern. Andererseits steigt mit der Pille jedoch das Risiko, an Herz-Kreislauf-Problemen oder an Thrombose zu erkranken. Auch hier ist es sinnvoll, sich vom Frauenarzt beraten zu lassen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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