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Was tun bei Brustschmerzen in den Wechseljahren?

t-online, af (CF)

Aktualisiert am 22.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Brustschmerzen in den Wechseljahren kommen häufig vor und haben meist hormonelle Ursachen.
Brustschmerzen in den Wechseljahren kommen häufig vor und haben meist hormonelle Ursachen. (Quelle: Pimonpim Tangosol/getty-images-bilder)
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Viele Frauen in den Wechseljahren klagen über ein unangenehmes Spannungsgefühl in den Brüsten. Schuld daran sind Hormonschwankungen im Körper. Spezielle Wickel, entspannende Massagen und Heilpflanzen wie Mönchspfeffer können helfen, die Brustschmerzen zu lindern.

Das Wichtigste im Überblick


  • Ursachen: Wie kommt es zu den Schmerzen in der Brust
  • Symptome lindern: Hausmittel gegen Brustschmerzen
  • Medikamentöse Hilfe: Progesteron-Gel lindert Brustschmerzen
  • Natürliche Hilfe: Mönchspfeffer lindert Schmerzen

Ursachen: Wie kommt es zu den Schmerzen in der Brust

Beschwerden während der Wechseljahre sind Symptome eines Ungleichgewichts zwischen zwei Hormonen. So sinkt der Progesteronspiegel und das weibliche Geschlechtshormon Östrogen überwiegt. Problematisch hierbei: Das Gelbkörperhormon Progesteron dämmt die Wassereinlagerungen, die das Östrogen verursacht. Ist der Progesteron-Anteil geringer, kann dies zu Spannungen und Schmerzen im Brustbereich führen. Dabei können die Brustwarzen extrem berührungsempfindlich werden.

Mastodynie ist der medizinische Begriff für Brustspannen. Bei Frauen ist es zyklusbedingt und tritt häufig im Rahmen des prämenstruellen Syndroms (PMS) auf. Während der zweiten Zyklushälfte wird die Brust etwas größer – dadurch spannen die Brüste bei etwa jeder zweiten Frau.


Wechseljahre: Das sind häufige Beschwerden

Gereizt: Beschwerden in den Wechseljahren
Müdigkeit und eine gewisse Lethargie sind vielen Frauen in den Wechseljahren leider gut bekannt. Versuchen Sie es doch mal mit Entspannungsübungen, autogenes Training kann bei Schlafstörungen sehr hilfreich sein.
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Zudem verändern sich in den Jahren vor der Menopause der Aufbau der Brust und das Brustgewebe. Mit der Rückbildung des Drüsengewebes, die mit diesen Veränderungen verbunden ist, können gutartige Knötchen (Zysten) entstehen und ebenfalls Brustschmerzen auslösen. Nicht selten kommt es dabei zu Brustentzündungen. Alltägliche Belastungen können die Schmerzen in der Brust noch verschlimmern. Denn körperlicher und psychischer Stress wirken sich über das Gehirn ebenfalls auf den Monatszyklus aus.

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Symptome lindern: Hausmittel gegen Brustschmerzen

Leiden Frauen unter Brustschmerzen in den Wechseljahren, können sie sich mit ein paar einfachen Mitteln Linderung verschaffen. Wohltuende Massagen, Quarkwickel oder Auflagen aus Weißkohlblättern helfen dabei. Die Wickel kühlen angenehm und haben eine abschwellende Wirkung und wirken wohltuend. Einfach ein Tuch etwa einen Zentimeter hoch mit kühlem Quark bestreichen und das Tuch mit dem Quark auf die Brust legen. Der Quark sollte übrigens nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen. Legen Sie nun noch ein Tuch über Ihren Quarkwickel und lassen Sie alles wirken.

Medikamentöse Hilfe: Progesteron-Gel lindert Brustschmerzen

Wenn die Symptome länger als drei Monate bestehen, sollten Frauen einen Gynäkologen aufsuchen. Häufig wird in der Praxis ein Ultraschall zur Abklärung der Ursache durchgeführt, um eine gezielte Behandlung zur Linderung der Beschwerden einzuleiten. Dabei hat sich Progesteron-Gel bewährt, das direkt auf die schmerzende Brust aufgetragen wird und sofort wirkt.

Natürliche Hilfe: Mönchspfeffer lindert Schmerzen

Mönchspfeffer, das auch als Agnus Castus oder Keuschlamm bekannt ist, soll ebenfalls gegen Brustbeschwerden helfen. Entsprechende Präparate gibt es in Form von Kapseln und Tabletten. Die Wirkstoffe der Arzneipflanze beeinflussen die Freisetzung des Nerven-Botenstoffes Dopamin und normalisieren dadurch die Ausschüttung des Milch bildenden Hormons Prolaktin in der Hirnanhangdrüse. Das vermindert das lästige Spannungsgefühl in der Brust vor den Tagen.

Normalerweise ist Mönchspfeffer gut zu vertragen, doch bei einer Allergie gegen die Pflanze könnten juckende Ausschläge entstehen. Außerdem dauert es möglicherweise einige Wochen, ehe die Wirkung des Mönchspfeffer eintritt. Frauen sollten daher besser mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie zu diesem pflanzlichen Heilmittel greifen. Sollte sich dann mit der Behandlung keine Besserung einstellen und Sie immer noch unter Brustschmerzen in den Wechseljahren leiden, könnte alternativ eine Hormontherapie helfen, um das Ungleichgewicht der Hormone wieder auszugleichen.

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Allerdings ist die Therapie nicht frei von Nebenwirkungen und birgt ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs und Herzinfarkt. Die Vor- und Nachteile der Hormontherapie sollten daher gründlich mit dem Arzt besprochen werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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