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Nach dem Schlaganfall Auto fahren: Das ist zu beachten


Schlaganfall  

Nach dem Schlaganfall Auto fahren: Darauf müssen Sie achten

19.08.2018, 09:46 Uhr | fk (CF)

Nach dem Schlaganfall Auto fahren: Das ist zu beachten. Nach Schlaganfall sollte nicht jeder hinters Steuer (Quelle: imago images/Sven Simon)

Nach Schlaganfall sollte nicht jeder hinters Steuer (Quelle: Sven Simon/imago images)

Kann man nach einem Schlaganfall jemals wieder Auto fahren? Ausgeschlossen ist das nicht. Doch Betroffene sollten sich darüber im Klaren sein, dass dies mit diversen Gefahren verbunden sein kann. Ein möglicher erneuter Schlaganfall sowie Folgeschäden könnten Sie als Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) ist daher unbedingt empfehlenswert, bevor es wieder hinters Steuer geht.

Nach einem Schlaganfall: Eigenverantwortung zeigen

Abgesehen davon, dass ohnehin jeder Autofahrer sich vor dem Fahrtantritt kritisch selber prüfen sollte, ob er sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann, gilt dies für genesene Schlaganfall-Patienten im besonderen Maße. Die richtige Vorsorge ist dabei unabdingbar. Wenn Sie betroffen sind, heißt das, dass Sie mindestens eine Einschätzung von Ihrem behandelnden Arzt einholen sollten, bevor Sie wieder Auto fahren.

Zum eigenen Schutz und dem anderer Verkehrsteilnehmer empfiehlt sich auch die freiwillige Meldung bei der Führerscheinstelle. Diese kann meist bereits anhand medizinischer Gutachten feststellen, ob Sie wirklich in der Lage sind, am Verkehr teilzunehmen, ohne sich und andere zu gefährden. Gegebenenfalls ist eine MPU notwendig, um die Eignung zur Teilnahme am Straßenverkehr festzustellen.

Auto fahren nach Schlaganfall: Welche Gefahren bestehen?

Bei der MPU wird unter anderem Ihre Reaktionszeit getestet. Der Grund für die Untersuchung sind mögliche neurologische Schäden als Folge des Schlaganfalls. So soll sichergestellt werden, dass Sie auch auf Gefahrensituationen rechtzeitig und sicher reagieren können. Auch Sehstörungen als häufige Folge der Erkrankung sowie neurologische Schäden werden untersucht und dahingehend überprüft, ob diese Sie zu stark einschränken, wenn Sie Auto fahren.

Passen Sie das Auto auf Ihre Bedürfnisse an

Falls Sie unter bestimmten Lähmungserscheinungen leiden, die ebenfalls zu den möglichen Nachwirkungen eines Schlaganfalls zählen, hindert Sie das nicht zwingend am Autofahren. Sie sollten aber darauf achten, dass solche Einschränkungen gegebenenfalls bei den Tests entsprechend berücksichtigt werden. Ebenso bei einem möglichen Fahrtest sollten sie darauf bestehen, dass das Fahrzeug auf Ihre Bedürfnisse eingestellt ist. Das Gleiche gilt später auch für das eigene Fahrzeug.

Risiko MPU: Nie wieder Auto fahren bei Führerscheinentzug

Natürlich besteht die Gefahr bei einer solchen freiwilligen Prüfung, dass Ihnen der Führerschein anschließend entzogen wird und Sie nicht mehr Auto fahren dürfen. Hinzu kommt, dass die Kosten für die MPU recht hoch sind und Sie diese selber tragen müssen. Im Gegenzug erhalten Sie jedoch eine professionelle Einschätzung Ihrer Fahrtüchtigkeit.

Werden Ihnen ausreichende Fähigkeiten, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen, abgesprochen, sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie damit eigenverantwortlich das Risiko eines Unfalls ausgeschlossen haben, bei dem Sie nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben Ihrer Beifahrer sowie das anderer Verkehrsteilnehmer hätten gefährden können. Der Verlust der automobilen Freiheit wird sicherlich anfangs schmerzen, doch bald stellt sich das beruhigende Gefühl ein, den richtigen Schritt getan zu haben.

Die Themenfelder Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Ihnen in Kooperation mit der Amgen GmbH (Riesstraße 24, 80992 München) präsentiert. Die Amgen GmbH hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung, diese liegt ausschließlich bei der Redaktion von t-online.de.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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