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Mundgeruch: Ursachen für schlechten Atem


Ursachen für Mundgeruch

tm (CF)

Aktualisiert am 03.01.2014Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Schlechter Atem kann verschiedene Ursachen haben - was hilft am besten?
Schlechter Atem kann verschiedene Ursachen haben - was hilft am besten? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Mundgeruch stellt für Betroffene im Umgang mit anderen Menschen oft eine Belastung dar. Die landläufige Annahme, die Ursache von schlechtem Atem liege in einer mangelnden Mundhygiene und sei deshalb die Folge persönlicher Nachlässigkeit, ist nicht immer haltbar - Entzündungen in der Mundhöhle oder chronische Erkrankungen können genauso schuld sein. Erfahren Sie hier, was gegen Mundgeruch hilft und wie Sie ihn dauerhaft bekämpfen können.

Die Zunge ist die häufigste Ursache für Mundgeruch

Die Ursache von Mundgeruch liegt laut der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) in etwa 90 Prozent aller Fälle im Mundraum. Hier wiederum zeichnet die Zunge am häufigsten für den unangenehmen Geruch verantwortlich. Der Grund: Ihre zahlreichen Vertiefungen bieten Bakterien großzügig Unterschlupf, wo diese Essensreste oder auch im Speichel befindliche Proteine zersetzen. Hierbei setzen sie dann Schwefelverbindungen frei, die den Mundgeruch ausmachen.

Neben einer unzureichenden Mundpflege kann fortgeschrittene Karies oder auch ein trockener Mund den schlechten Atem verursachen.


Die richtige Zahnpflege

Um die Zähne dauerhaft gesund zu halten, ist eine konsequente Mundhygiene unerlässlich. Diese beinhaltet neben regelmäßigem Zähneputzen die Wahl einer geeigneten Bürste. Generell sollten Sie keine harten Borsten verwenden. Weiche Zahnbürsten sind bei empfindlichen Zähnen zu empfehlen. Achten Sie zudem auf einen kurzen Bürstenkopf, damit Sie alle Stellen im Mund erreichen können.
So sollte Ihre Zahnbürste auf keinen Fall aussehen. Eine ausgefranste Bürste reinigt nicht mehr optimal und bietet somit keinen Schutz mehr vor Karies. Spätestens alle drei Monate empfehlen Zahnärzte die Zahnbürste zu wechseln.
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Denn ausreichend Speichel ist wichtig für eine gesunde Mundflora und sorgt dafür, dass Essenreste aus dem Mundraum gespült werden. Bei zu geringem Speichelfluss wird die sogenannte Mundtrockenheit zur Ursache für Mundgeruch. Diese kann altersbedingt sein, aber auch durch Alkoholkonsum, Rauchen, Stress, eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder aber ständiges Atmen durch den Mund hervorgerufen werden, so die DGParo weiter.

Geruch gibt Aufschluss über die Ursache

Bereits der Mundgeruch selbst kann Aufschluss darüber geben, was die Ursache sein könnte, so die Erfahrung des HNO-Arztes Udo Walter laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur: "Bei Problemen in der Mundhöhle ist der Geruch übel, bei Krankheiten der Mandeln oder in der Nase riecht es dezenter. Bei Schwierigkeiten mit dem Magen steigt ein Fäulnisgeruch hervor. Bei Tumoren ist zum Teil ein leichter Aas-Geruch feststellbar".

Nasen-Rachen-Raum und Atemwege

Zeichnet sich der Nasen-Rachen-Raum für den Mundgeruch verantwortlich, können die Ursachen krankheitsbedingt sein. Insgesamt ist der Ursachenanteil in diesem Bereich mit etwa zehn Prozent aller Fälle jedoch recht gering. Laut der "Apotheken Umschau" kommen beispielsweise Nasenpolypen, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen, chronischer Schnupfen und in sehr seltenen Fällen sogar Tumore infrage.

Im Bereich der Atemwege kann beispielsweise eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung den unangenehmen Mundgeruch verursachen.

Ursachen für Mundgeruch im Verdauungstrakt

Für den seltenen Fall, dass der Verdauungstrakt Ursache für den Mundgeruch ist, zählt das Magazin Erkrankungen der Speiseröhre auf wie etwa Sodbrennen, Entzündungen oder Probleme mit dem Schließmuskel, den die Nahrung auf dem Weg in den Magen passieren muss. Der Magen selbst kann verantwortlich sein, wenn Betroffene unter einer Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwüren leiden.

Doch auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose- oder Fruktoseintoleranz oder andere Lebensmittelallergien können schuld sein. Sie lösen verschiedene Abwehrreaktionen des Körpers aus, die wiederum Mundgeruch verursachen können.

Mundgeruch: Mit Mundspray und Kaugummis gegen Bakterien?

Um unangenehmen Mundgeruch entgegenzuwirken ist es ratsam, zusätzlich zum Morgen und zum Abend nach jeder Speise die Zähne zu putzen. Interdentalbürsten und Mundwasser sorgen hier zusätzlich für frischen Atem, indem sie eine ausgewogene Mundflora unterstützen. Sind Sie unterwegs oder haben keinerlei Möglichkeit zum Zähneputzen senken Zahnpflegekaugummis den PH-Wert im Mundraum und wirken so der Schwefelbildung durch Bakterien entgegen.

Die vielfach angepriesenen Mundsprays sind im Prinzip nichts anderes als normales Mundwasser - nur zum Sprühen. Trotzdem sind sie als Ergänzung zur regulären Pflege für den frischen Atem zwischendurch zu empfehlen.

Wann ein Arztbesuch sinnvoll ist

Wenn der Mundgeruch über einen längeren Zeitraum bleibt, sollten Sie ärztlichen Rat in Anspruch nehmen. Zunächst empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt, der den Mundraum als häufigste Ursache für Mundgeruch untersucht. Gegebenenfalls wird er Sie an einen Allgemeinmediziner überweisen, der Sie auf andere mögliche Erkrankungen untersucht und entsprechende Therapieformen anwendet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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