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Blutdruck messen: Wann und wie oft ist das sinnvoll?

Von t-online, lk

Aktualisiert am 26.11.2021Lesedauer: 3 Min.
Blutdruck wird gemessen
Blutdruck messen: Hypertonie bleibt meist unbemerkt. Eine regelmĂ€ĂŸige Messung ist deshalb wichtig. (Quelle: Zinkevych/getty-images-bilder)
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Erhöhter Blutdruck bleibt oft unbemerkt, kann aber sehr gefĂ€hrlich werden. Jeder sollte regelmĂ€ĂŸig seinen Blutdruck im Blick haben. Das gilt vor allem fĂŒr Menschen, die bereits Bluthochdruck haben, um das Risiko fĂŒr SchlaganfĂ€lle oder Herzinfarkte zu verringern.

Das Wichtigste im Überblick


Bluthochdruck (Hypertonie) beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem der Druck in den Arterien aufgrund von Störungen im Hormonsystem, dem Herz-Kreislauf-System oder wegen OrganschÀden chronisch erhöht ist.


So beugen Sie Bluthochdruck vor

Messen Sie regelmĂ€ĂŸig Ihren Blutdruck
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Wie wird der Blutdruck gemessen?

Der vom Herzschlag und den GefĂ€ĂŸwĂ€nden erzeugte Druck wird anhand zweier Werte in der Maßeinheit Millimeter QuecksilbersĂ€ule (mmHg) gemessen. Der erste Wert, der systolische Wert, gibt an, wie hoch der Druck auf die GefĂ€ĂŸe ist, wenn das Blut aus dem Herz in die GefĂ€ĂŸe gepumpt wird. Der zweite Wert, der diastolische Wert, spiegelt den Druck auf die GefĂ€ĂŸe wider, wenn sich das Herz mit Blut fĂŒllt. Laut Weltgesundheitsorganisation liegt ein normaler Blutdruckwert bei 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck spricht man ab einem Wert von 140/90 mmHg.

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Wann Sie Ihren Blutdruck messen sollten

Vor allem Menschen mit der Diagnose Bluthochdruck sollten unbedingt regelmĂ€ĂŸig ihren Blutdruck messen. Schließlich begĂŒnstigen erhöhte Werte ĂŒber 140/90 mmHg SchlaganfĂ€lle oder Herzinfarkte, wie der Kardiologe Dr. Bernhard Schwaab in einem Interview mit der Deutschen Herzstiftung erklĂ€rt. Wenn Sie Symptome wie plötzlich auftretender Schwindel, anhaltende, schwere körperliche ErschöpfungszustĂ€nde oder gar eine Depression bei sich oder Ihren Mitmenschen feststellen, kann dies auf Bluthochdruck hindeuten. Eine Ă€rztliche Untersuchung gibt hier genaueren Aufschluss.

Arzt berÀt Sie individuell

Stellt Ihr Arzt erhöhte Werte fest, wird er eine auf Ihren Bedarf abgestimmte Behandlung vorschlagen. Beispielsweise können Medikamente gezielt gegen Bluthochdruck eingesetzt werden. Neben einer Ă€rztlichen Therapie können Sie selbst aktiv Bluthochdruck entgegenwirken, indem Sie sich gesund und ausgewogen ernĂ€hren und Sport treiben. Eine salzarme ErnĂ€hrung wird ebenfalls empfohlen. Noch ist zwar nicht erforscht, ob jeder, der Bluthochdruck hat, empfindlich auf Salz reagiert. So gibt es sogenannte salzsensitive und salznichtsensitive Personen. Jedoch haben Studien gezeigt, dass eine hohe Salzzufuhr auch den Blutdruck erhöht. Wer seinen Salzkonsum verringert, kann mittelfristig seinen Blutdruck senken. Das gilt sowohl fĂŒr Menschen mit Bluthochdruck als auch fĂŒr Menschen mit normalen Werten.

Arztbesuch in jedem Fall sinnvoll

Es lohnt sich aber auch dann zum Arzt zu gehen, wenn Sie nicht genau wissen, ob Ihr Blutdruck erhöht ist. Das GefĂ€hrliche am Bluthochdruck ist nĂ€mlich sein unscheinbares Dasein. Da er nicht schmerzhaft ist, bemerken viele Betroffene den Bluthochdruck nicht oder aber erst dann, wenn ein schwerwiegendes Krankheitsbild wie etwa ein Herzinfarkt auftritt. Lassen Sie Ihren Blutdruck daher in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden von Ihrem Hausarzt kontrollieren. Auch Apotheken bieten oft kostenlos oder fĂŒr eine geringe GebĂŒhr eine Blutdruckmessung an.

Blutdruckmessung zu Hause wichtig

Neben der Blutdruckmessung beim Arzt ist es durchaus sinnvoll, die Werte zu Hause zu messen. Wird der Blutdruck ausschließlich beim Arzt gemessen, sind die Ergebnisse nicht aussagekrĂ€ftig genug. Die Praxismessung findet nicht regelmĂ€ĂŸig statt. FĂŒr eine verlĂ€ssliche Beurteilung der Situation ist die private Messung notwendig. Bei der Senkung von Bluthochdruck sind so zudem Fortschritte in der Behandlung leichter nachzuvollziehen.

Zu Hause anfangs dreimal tÀglich Blutdruck messen

FĂŒr Messungen zu Hause können Sie ein gewöhnliches BlutdruckmessgerĂ€t aus der Apotheke verwenden. Nach der Ă€rztlichen Diagnose sollten Sie Ihre Werte dann mehrmals ermitteln. Wie hĂ€ufig man seinen Blutdruck messen sollte, hĂ€ngt von der individuellen Situation ab. WĂ€hrend der Ă€rztlichen Diagnosephase und zu Beginn einer medikamentösen Behandlung von Bluthochdruck sollte man die Werte dreimal am Tag ermitteln.

Dies sollte gleich nach dem Aufstehen, mittags sowie nachmittags beziehungsweise abends erfolgen, denn der Blutdruck kann zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich hoch sein. Haben Sie ĂŒber einen gewissen Zeitraum stabile Werte ermittelt, können Sie auch nur noch einmal tĂ€glich Ihren Blutdruck messen, aber auch dann immer noch zu verschiedenen Uhrzeiten.

Vergleichen Sie Ihre Werte mit denen vom Arzt

Gleichen Sie Ihre zu Hause ermittelten Werte aber auch regelmĂ€ĂŸig mit denen Ihres Arztes ab, um bei einer Hochdrucktherapie optimale Ergebnisse zu erzielen. So vergewissern Sie sich, dass Sie den Werten trauen und eventuelle Messfehler zu Hause ausschließen können.

Zu hĂ€ufige Messungen können zu Bluthochdruck fĂŒhren

HĂ€ufiger mĂŒssen Sie Ihren Blutdruck nicht messen, sofern es Ihr Arzt nicht anders anordnet. Viele Bluthochdruck-Patienten sind sogar ĂŒbervorsichtig und wollen zwanghaft und oft ihren Blutdruck messen. Das hat jedoch eher einen negativen Effekt. Wenn Betroffene beim Messen unter Stress stehen, stellen Sie auch öfter einen erhöhten Blutdruck fest. Dies kann wieder neuen Stress verursachen und somit den Blutdruck weiterhin in die Höhe treiben.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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