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Alzheimer: Neuer Gehirnscan könnte Demenz-Diagnose beschleunigen

Diagnose von Alzheimer  

Neues Gehirnscan-Verfahren gibt Hoffnung

19.09.2013, 16:37 Uhr | stw

Alzheimer: Neuer Gehirnscan könnte Demenz-Diagnose beschleunigen. Alzheimer: Neues Gehirnscan-Verfahren gibt Hoffnung bei der Früherkennung.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit einem neuen Gehirnscan-Verfahren ist eine frühere Diagnose von Alzheimer denkbar. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kann man Alzheimer schon mehrere Jahrzehnte vor Ausbruch der Krankheit erkennen? Wissenschaftlern des National Institute of Radiological Sciencesist in Japan ist nun ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Früherkennung gelungen. Ein neu entwickeltes Gehirnscan-Verfahren könnte zu einer früheren Diagnose von Alzheimer führen.

Protein "Tau" liefert Rückschlüsse

Die Diagnose von Alzheimer gilt als schwierig. Denn das Gehirn von Betroffenen beginnt bereits Jahre bevor Symptome auftreten abzubauen. Somit werden Medikamente, die den Krankheitsverlauf verlangsamen könnten, oft erst viel zu spät eingesetzt.

Die Wissenschaftler um Makoto Higuchi haben nun herausgefunden, dass ein neuartiger 3D-Gehirnscan das Protein "Tau" sichtbar machen kann. Genau dieses Protein steht in einem engen Zusammenhang mit Alzheimer. Es lagert sich innerhalb der Zelle ab und zerstört so die Zellstabilität. Als Folge stirbt die Zelle ab und Betroffene erkranken an Alzheimer.

3D-Bilder geben Einblick

Das Team nutzte die sogenannte Positronen-Emissions-Tomografie, um 3D-Bilder von "Tau" im Gehirn herzustellen. Zusätzlich entwickelte es eine Chemikalie, die sich an das Protein anbindet und dieses während eines Gehirnscans sichtbar macht.

Tests geben Hoffnung

Aktuelle Tests mit möglichen Alzheimerpatienten haben gezeigt, dass das Verfahren tatsächlich frühzeitig Veränderungen im Gehirn zeigt. Laut Makoto Higuchi befinden sich die Forschungen aber noch in einem frühen Stadium. Es sei aber nicht auszuschließen, dass dieses Verfahren eines Tages zu einem Test für Alzheimer führen könnte. Zudem erhoffen sich die Wissenschaftler mögliche Auswirkungen von Medikamenten auf das Gehirn besser beobachten zu können.

Alzheimer verändert die Persönlichkeit

Bei der Alzheimer-Krankheit sterben mit zunehmendem Alter immer mehr Nervenzellen im Gehirn ab. Die Betroffenen werden vergesslich und haben Probleme beim Sprechen, Orientieren und bei Alltagshandlungen wie beim Schuhezubinden. Auch psychische Probleme treten auf. Häufig geht Alzheimer mit Änderungen im Verhalten wie verstärkter Streitlust und Misstrauen einher. Aber auch Traurigkeit, Ängstlichkeit, Unsicherheit und ein Rückzug aus dem familiären Leben werden immer wieder beobachtet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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