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Tinnitus: Das sind die häufigsten Ursachen für Fiepen im Ohr


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Ab dem 40. Lebensjahr droht Tinnitus

Von t-online
Aktualisiert am 14.01.2018Lesedauer: 3 Min.
Ein Arzt untersucht das Ohr eines Mannes
Bereits jeder zehnte Deutsche leidet an Tinnitus (Quelle: AndreyPopov/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Im Ohr pfeift es, an Schlaf ist kaum zu denken: Jeder zehnte Deutsche leidet unter Tinnitus. Die Mehrheit hat einen dauerhaften Ton im Ohr. Was viele nicht wissen: Frauen und Männer zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr sind stärker betroffen. Eine schnelle Heilung gibt es nicht. Das sind die häufigsten Ursachen.

Hörschwäche als Auslöser

Laut Angaben der Deutschen Tinnitus-Liga (DTL) sind in Deutschland rund drei Millionen Menschen von einem Tinnitus betroffen. Bei vielen zeigen sich erste Beschwerden zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Der Auslöser für Tinnitus ist in den meisten Fällen eine Hörschwäche sowie eine beginnende Alters-Schwerhörigkeit. Zudem kann alles, was einen Hörverlust verursacht, auch Tinnitus hervorrufen. Dazu zählt auch das Älterwerden.

Impulse werden nicht richtig weitergeleitet


Tinnitus: Sechs Tipps gegen die lästigen Ohrgeräusche

Tipp Nr. 1: Schnell zum Arzt gehen. Je früher eine Behandlung bei Tinnitus einsetzt, umso besser. Sofern das Geräusch nicht weggeht, sollte man innerhalb der ersten acht Tage zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen.
Tipp Nr. 2: nicht an Wundertherapien glauben. Immer wieder tauchen Nachrichten von sensationellen Heilungserfolgen bei Tinnitus auf. Auch die Zahl der Therapien ist kaum überschaubar. Orientierung bietet die Krankenkasse. Therapien, die von der Krankenkasse bezahlt werden, gelten als geprüft.
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Der Grund dafür: Ist das Innenohr geschädigt, werden nicht mehr genügend elektrische Impulse vom Ohr zum Gehirn weitergeleitet. Das Gehirn versucht die Hörstörung zu kompensieren, bis es wieder etwas hört. Dabei werden allerdings keine Töne aus der Umgebung wahrgenommen, sondern das Rauschen von Nervenzellen - dieses wird bei einem gesunden Ohr eigentlich herausgefiltert. Funktioniert dieser Filter nicht, können die Geräusche ins Bewusstsein treten und es kommt zum lästigen Pfeifen oder Rauschen.

Tinnitus ist ein Alarmzeichen

Das Pfeifen ist daher auch als ein Alarmzeichen des Hörsystems zu verstehen, berichtet die DTL. Als häufigste Ursachen werden Innenohr- und Lärmschäden, ein Hörsturz, aber auch Durchblutungsstörungen angenommen. Auch körperliche Beschwerden sind mögliche Auslöser: Denn auch Halswirbelerkrankungen oder Beschwerden im Zahn-Kiefer-Bereich können Ohrgeräusche hervorrufen. Zudem kann das Piepen auch kurzzeitig auftreten, zum Beispiel nach einem Diskobesuch.

Wenn sich das Fiepen im Ohr festsetzt

Dauerhafter Lärm - wie laute Musik aus Kopfhörern - führt hingegen häufig zu einem lang anhaltenden Tinnitus. Auch chronischer Lärm, ein sehr lauter Knall sowie eine Innenohrentzündung können zu einem Hörschaden und in der Folge zu Tinnitus führen. Wird dieser chronisch, wird der Ton im Hörzentrum im Gehirn gespeichert.

Frühe Behandlung - gute Heilungschancen

Auch wenn ein Ohrgeräusch zunächst nicht ungewöhnlich ist: Hält das Pfeifen oder Klopfen länger an, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen. Und das am besten, bevor 24 Stunden vergangen sind. Dann lässt sich der Tinnitus am besten behandeln und die Heilungschance ist am größten. Laut DTL haben Patienten mit einem akuten Tinnitus gute bis sehr gute Chancen auf eine Besserung.

Bei chronischem Tinnitus helfen keine Medikamente

Hat sich der Phantomton im Kopf erst einmal festgesetzt, helfen in der Regel keine Medikamente mehr. Therapien zum Stressabbau, Verhaltens- und Klangtherapien oder Selbsthilfegruppen sind für Patienten dann oft die letzte Hilfe. So können Betroffene lernen, mit den Geräuschen im Ohr zu leben.

Tinnitus ist keine Krankheit

So belastend die Ohrgeräusche manchmal sind - sie werden nicht als eigenständige Krankheit betrachtet. Oft tritt Tinnitus nur als Symptom einer anderen Krankheit auf. Allgemein wird zwischen vier Schweregraden von Tinnitus unterschieden. Grad eins bedeutet: Das Pfeifen im Ohr ist zeitweise zu hören, beeinträchtigt den Betroffenen aber nicht.

Bei leichtem Tinnitus hilft Entspannung

Bei Grad zwei sind die Ohrgeräusche dauerhaft vorhanden und zeitweise belastend. Sie treten besonders bei psychischem Stress in den Vordergrund. Für dieses Stadium werden vor allem Entspannungsmethoden sowie ein vernünftiges Stressmanagement empfohlen.

Bei Grad drei erzeugt der Tinnitus einen erhöhten Leidensdruck und beeinträchtigt den beruflichen und privaten Alltag. Ab diesem Schweregrad reichen Entspannungsmethoden nicht mehr aus, um die Ohrgeräusche in erträglichem Rahmen zu halten. Die Deutsche Tinnitus-Liga empfiehlt in diesem Fall die so genannte Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT). Diese besteht aus einem Vier-Säulen-Konzept: Beratung, psychologische Betreuung, Entspannungstechniken und Geräteversorgung. Das Ziel der Therapie ist es, sich an den Tinnitus zu gewöhnen, und im Alltag damit zurechtzukommen.

Grad vier geht auf die Psyche

Wer unter einem Tinnitus Grad vier leidet, bekommt infolge dieser ständigen Belastung auch psychische und körperliche Leiden. Dazu zählen eine geminderte Konzentration, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Auch Schmerzen und Angst treten häufig auf. Es kann sogar zu Depressionen kommen. Diese extreme Form von Tinnitus erfordert eine umfassende Behandlung, sowohl beim Hals-Nasen-Ohrenarzt als auch bei einem Psychotherapeuten, um die Folgen der belastenden Geräusche so gering wie möglich zu halten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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