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Dornwarzen entfernen: Selbst behandeln oder Arzt aufsuchen?

Lästige Viren  

Dornwarzen entfernen: Selbst behandeln oder Arzt aufsuchen?

21.06.2018, 12:10 Uhr | rk (CF), ji

Dornwarzen entfernen: Selbst behandeln oder Arzt aufsuchen?. Dornwarzen können Sie mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke selbst behandeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dornwarzen kann man selbst mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke behandeln (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dornwarzen sind lästig, ansteckend und sollten daher besser entfernt werden. Erfahren Sie hier, was die Ursachen sind, welche Hausmittel helfen und wann ein Arztbesuch angesagt ist.

Dornwarzen werden durch Viren übertragen

Dornwarzen – auch Plantarwarzen genannt – werden durch humane Papillomviren (HPV) übertragen. Das macht sie stark ansteckend, nicht nur bei direktem Kontakt, sondern auch als Schmierinfektion. So können sie monatelang ohne Wirt überleben, beispielsweise auf den Fußböden im Schwimmbad. Aber auch, wenn Sie an den Füßen viel schwitzen und keine atmungsaktiven Schuhe tragen, fördert das die Warzenbildung.

Damit die Viren in Ihre Haut eindringen können, reicht Hautkontakt nicht aus. Erst bei kleinen Verletzungen, wie beispielsweise Rissen bei trockener Haut, gelangen die Viren unter die Haut. Ihr Immunsystem spielt bei der Infektion auch eine Rolle – wenn Sie ein starkes Immunsystem haben, bilden sich nichts zwangsläufig Warzen aus.

Wer Dornwarzen hat, sollte auf Hygiene achten, um andere Personen nicht anzustecken. Teilen Sie sich keine Handtücher mit anderen und waschen sich nach dem Auftragen von Salben oder Warzenpflastern gründlich die Hände.

Dornwarze selbst entfernen: Das sollten Sie beachten

Bevor Sie sich bei einem Arzt in Behandlung begeben, können Sie versuchen, Dornwarzen mit rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke den Kampf anzusagen. Sie sollten sich allerdings auf eine langwierige Behandlung einstellen, da Dornwarzen ausgesprochen hartnäckig sind.

Diabetiker jedoch sollten Dornwarzen nicht selbst behandeln, da sie häufig unter Nervenschäden im Fußbereich leiden. Auch Personen mit Gesundheitsproblemen wie einem geschwächten Immunsystem, Durchblutungsstörungen, gestörter Wundheilung und Kinder unter vier Jahren sollten vor der Selbstbehandlung einen Hautarzt konsultieren. 

Dornwarzen entfernen: drei Methoden

Grundsätzlich stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Behandlung von Dornwarzen zur Verfügung:

  • Salicylsäure: So können Sie versuchen, die verhornte Haut mit Salicylsäure aufzulösen, bis sich die Dornwarzen entfernen lassen. Der Wirkstoff wird entweder täglich aufgetragen oder als getränktes Pflasters aufgebracht, das alle paar Tage gewechselt werden muss. Die Behandlung dauert meist sechs bis zwölf Wochen.
  • Monochloressigsäure: Ähnlich wirken Mittel mit Monochloressigsäure. Auch sie lösen die Hornhaut auf. Im Vergleich zu Mitteln mit Salicylsäure hat Monochloressigsäure den Vorteil, dass der Wirkstoff nur einmal wöchentlich aufgetragen werden muss.
  • Vereisen: Auch für die Kältebehandlung von Warzen gibt es in der Apotheke rezeptfreie Mittel. Diese vereisen die Haut und lassen die betroffenen Hautschichten und damit auch die Warze absterben. Vor der Behandlung sollten Sie die Hornhaut, die Dornwarzen häufig bedeckt, entfernen, damit das Mittel die Warze erreicht. Bei der Vereisung können bis zu drei Behandlungen erforderlich sein, ehe sich die Dornwarzen entfernen lassen.

Dornwarzen: Welche Hausmittel helfen?

Aber nicht nur Medikamente aus der Apotheke können die Dornwarzen bekämpfen. Angeblich sollen einige Hausmittel dabei helfen, die lästigen Warzen loszuwerden. Wissenschaftliche Nachweise gibt es dafür aber nicht.

So sollen etwa Zwiebelstücke, die 24 Stunden in Essig eingelegt waren, über Nacht mit einem Pflaster auf der betroffenen Stelle fixiert werden. Dies wird so lange angewendet, bis sich die Warze zu einem schwarzen Punkt in der Haut zusammengezogen hat.

Alternativ können Sie die betroffenen Stellen auch mit einer halbierten Knoblauchzehe mehrmals täglich behandeln. Besser riecht Zitronensaft, der ebenfalls gegen Dornwarzen helfen soll. Auch mit Essig und Salz lässt sich eine Lösung herstellen, die Sie auf die betroffene Hautstelle reiben können. Rizinus- oder Teebaumöl sollen ebenfalls helfen. Hierzu wird die Warze regelmäßig mit einigen Tropfen eingerieben. Allerdings ist nicht wissenschaftlich bewiesen, ob diese Hausmittel tatsächlich helfen.

Bei Schmerzen zum Arzt gehen

Da Plantarwarzen wegen des ständigen Drucks auf die Fußsohle nach innen wachsen, können Sie bei starker Ausbildung Schmerzen verursachen – der Name Dornwarze kommt also nicht von ungefähr. Spätestens dann ist es an der Zeit, einen Arzt, am besten einen Dermatologen, aufzusuchen.

Der Hautarzt behandelt die Warzen mit anderen Methoden als denen, die Ihnen zu Hause oder aus der Apotheke zur Verfügung stehen. Er kann Dornwarzen mit einem Laser entfernen.

Eine andere Methode ist die Elektrokoagulation. Dabei werden die Warzenzellen durch Strom abgetötet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Warzen wiederkommen, liegt hier bei nur etwa 30 Prozent.

Ansteckung mit Dornwarzen vorbeugen

Wenn Sie die folgenden Hinweise beachten, können Sie einer Ansteckung mit Dornwarzen vorbeugen:

  1. Laufen Sie in Schwimmbädern, Saunen und Sportanlagen nicht barfuß. Brausen Sie sich Ihre Füße nach dem Schwimmbad- oder Saunabesuch an den dafür vorgesehenen Fußduschen ab.
  2. Verwenden Sie grundsätzlich nur Ihre eigenen Handtücher und trocknen Sie nach dem Baden auch Ihre Zehenzwischenräume gründlich ab. Wechseln Sie Ihre Handtücher am besten täglich.
  3. Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig ein: So entstehen weniger Risse in der Haut und die Viren können nicht so leicht in die Haut eindringen.
  4. Wenn Sie oder ein Familienmitglied an Dornwarzen leiden, achten Sie auf gründliche Hygiene. Waschen Sie Textilien, die mit den Warzen in Kontakt gekommen sind, wie beispielsweise Socken und Handtücher, bei mindestens 60 Grad Celsius. Waschen oder desinfizieren Sie Ihre Hände nach der Warzenbehandlung gründlich.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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