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Hautkrebs-Formen | Auch ohne Leberfleck kann es Hautkrebs sein


Auch ohne Leberfleck kann es Hautkrebs sein

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 09.02.2022Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Hautkrebs: Nicht immer äußert sich Hautkrebs durch einen veränderten Leberfleck.
Nicht immer äußert sich Hautkrebs durch einen veränderten Leberfleck. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wer an Hautkrebs denkt, stellt sich meist einen dunklen, unförmigen Leberfleck vor. Doch weit gefehlt. Denn Hautkrebs ist nicht gleich Hautkrebs. Neben dem auffälligen schwarzen Hautkrebs gibt es weitere Formen. Und manche von ihnen kommen, ohne dass man sie bemerkt.

Jedes Jahr stellen Ärzte bei etwa 235.000 Deutschen die Diagnose Hautkrebs. Dabei ist es nicht der schwarze Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, der am häufigsten auftritt. Es ist der sogenannte helle Hautkrebs, der sich in Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome unterteilt.

Des Weiteren können ein seltener Tumor namens Dermatofibrosarcoma protuberans, das Merkelzellkarzinom sowie das Kaposi-Sarkom die Haut befallen. Eines haben alle Hautkrebs-Arten gemeinsam: Rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen gut. Doch genau das ist oft schwer.

Das Basalzellkarzinom: ein hautfarbener "Pickel"

Das Basalzellkarzinom tritt nach Angaben der Deutschen Krebshilfe am häufigsten auf. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Meist macht sich der Krebs um das 50. Lebensjahr herum bemerkbar. Zuerst bildet sich, ausgelöst durch UV-Strahlung, ein kleiner, hautfarbener und örtlich begrenzter Knoten – meist im Kopf-Hals-Bereich. Doch auch an Oberkörper, Händen und Beinen kann er sich bilden.

Viele Betroffene denken zuerst an einen Pickel und machen sich nicht weiter Gedanken. Heilt dieser aber nicht ab und bildet sich im weiteren Verlauf in seinem Inneren eine kleine Mulde, ist Vorsicht geboten. Bereits die erste kleine Veränderung sei ein Krebsgeschwulst, das entfernt werden sollte, warnt die Krebshilfe.

Vorsicht bei kleinen, rauen Stellen

Geschehe das nicht, könne sich der Tumor in der Fläche deutlich ausdehnen und tief in das Gewebe eindringen, so die Krebsexperten. Und sie warnen: Auch kleine, raue Stellen, die nicht abheilen, immer wieder bluten oder an denen sich immer wieder Krusten bilden, sollten ernst genommen werden.

Das Plattenepithelkarzinom: bei Männern häufiger

Das Plattenepithelkarzinom, auch Stachelzellkrebs genannt, tritt bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Meist macht der Krebs ab dem 50. Lebensjahr durch eine Krebsvorstufe, der sogenannten aktinischen Keratose, auf sich aufmerksam. Betroffen sind Stellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Nach Angaben der Krebshilfe handelt es sich hierbei meist um eine relativ scharf begrenzte Rötung, die immer wieder kommt.

Aufmerksam werden bei wiederkehrenden Rötungen

Zudem fühlt sich der betroffene Bereich „wie Sandpapier“ an. Im weiteren Verlauf bildet sich eine Kruste. Da die aktinische Keratose oft entartet, sollte sie möglichst früh behandelt werden, so die Empfehlung der Experten. Doch gerade, weil die Rötung immer wieder abklingt, wird sie oft nicht wahrgenommen oder fälschlicherweise für eine harmlose, trockene Hautstelle gehalten.

Hautfarbene Knötchen ernst nehmen

Mit etwa 80 Fällen pro Jahr zählt das Dermatofibrosarcoma protuberans, kurz DFSP, zu den eher seltenen Tumoren der Haut. Das Erkrankungsalter liegt bei rund 40 Jahren. Der Tumor wächst sehr langsam. Erste Hinweise seien rötlich-braune bis hautfarbene, derbe Knötchen im Rumpfbereich, wie die Krebshilfe mitteilt.

Die Diagnose werde aufgrund des untypischen Erscheinungsbildes allerdings meist erst spät gestellt. Risikofaktoren sind bisher nicht bekannt, eine familiäre Häufung wird ausgeschlossen.

Das Merkelzellkarzinom ist auf dem Vormarsch

Auch das Merkelzellkarzinom zählt bislang zu den seltenen Tumoren der Haut, nimmt nach Angaben der Krebshilfe aber deutlich zu. Es tritt meist ab dem 70. Lebensjahr in Verbindung mit einem stark geschwächten Immunsystem auf, etwa nach einer Organtransplantation.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass bestimmte Viren der Auslöser sind. Der Tumor kennzeichnet sich meist durch sein schnelles Wachstum, seine halbrunde Form, seine glatte, glänzende Oberfläche sowie eine rötlich-violette Farbe. Meist sind die Hautbereiche betroffen, die häufig der Sonne ausgesetzt waren.

Das Kaposi-Sarkom kann an mehreren Stellen gleichzeitig auftreten

Beim Kaposi-Sarkom, kurz KS, handelt es sich um bösartige Tumoren, die an mehreren Körperstellen zeitgleich auftreten können. In ihnen ist das Herpesvirus 8 (HHV-8) zu finden. Es ist über Blut und Geschlechtsverkehr übertragbar.

Ein Hinweis auf die Erkrankung sind bläulich-violette Flecken oder Knoten. Diese bleiben oft über Jahre unverändert, können aber auch innerhalb weniger Wochen stark wachsen. Auch in der Gaumenschleimhaut ist der Tumor immer wieder anzutreffen.

Hautveränderungen untersuchen lassen

Es lohnt sich, die eigene Haut unter Beobachtung zu haben. Denn wer ihre Beschaffenheit kennt, nimmt ungewöhnliche Veränderungen schneller wahr. Bilden sich diese nicht mehr zurück, breiten sie sich aus oder zeigen sie andere Auffälligkeiten, sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.

Auch wenn in vielen Fällen eine harmlose Erkrankung hinter den Symptomen steckt, ist es dennoch wichtig, mögliche Warnsignale der Haut frühzeitig untersuchen zu lassen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Ann-Kathrin Landzettel
Von Andrea Goesch
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