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Diese Symptome sind typisch für Morbus Menière

Von Geraldine Nagel

01.07.2022Lesedauer: 4 Min.
Eine Frau mit Schwindelattacke hält sich am Türrahmen fest.
Wie lange die Drehschwindel-Anfälle bei Morbus Menière dauern, kann sehr verschieden sein. (Quelle: Tunatura/getty-images-bilder)
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Bei Morbus Menière kommt es immer wieder zu teils heftigen Drehschwindel-Anfällen und Hörverlust. Welche Symptome sind außerdem möglich?

Das Wichtigste im Überblick


  • Morbus Menière: Mögliche Symptome bei Anfällen
  • Menière-Anfälle: Wie oft und wie stark treten sie auf?
  • Schwindel außerhalb von Menière-Anfällen
  • Morbus Menière: Symptome im Krankheitsverlauf

Bei Menschen mit Morbus Menière treten anfallsweise Symptome wie ein plötzlicher, starker Drehschwindel sowie Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörverlust und ein Druckgefühl im Ohr auf. Anfangs überwiegend einseitig, später unter Umständen beidseitig. Die Beschwerden treten meist gleichzeitig auf und haben ihre Ursache im Innenohr. Schreitet die Erkrankung fort, macht sie sich häufig auch außerhalb der Anfälle durch Symptome bemerkbar.


Arten von Schwindel: Diese Schwindelformen gibt es

Drehschwindel: Diese Art des Schwindels wird auch Attackenschwindel genannt und kann Stunden bis Tage anhalten. Der meist plötzlich auftretende Drehschwindel äußert sich unterschiedlich: Viele Betroffene fühlen sich benommen oder haben das Gefühl, dass sich alles um sie herum dreht. Auch Betroffene von Morbus Menière leiden unter Drehschwindelattacken.
Kreislaufschwindel: Schwindel kann auch durch Kreislaufprobleme ausgelöst werden. Häufig kommen Augenflimmern oder leichte Übelkeit dazu. Meist ist Kreislaufschwindel genau so schnell wieder weg, wie er entstanden ist.
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Die Ursache für Morbus Menière liegt im Innenohr, wo sich das Gleichgewichtsorgan und das Hörorgan befinden. Die Symptome bei einem Anfall entstehen, wenn es dort im sogenannten Labyrinth zu einem Flüssigkeitsstau kommt. Dieser bringt die Signalweiterleitung ans Gehirn durcheinander und löst so die typischen Menière-Symptome aus.

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Ein sogenannter Menière-Anfall kann mehrere Minuten bis Stunden anhalten. Endet der Anfall, lassen die Beschwerden zwar nach, in manchen Fällen dauert es jedoch ein bis zwei Tage, bis sie vollständig verschwunden sind. Oft fühlen sich Betroffene nach einem Anfall müde und zerschlagen. Je nach Häufigkeit können die Anfälle den Alltag stark belasten.

Morbus Menière: Mögliche Symptome bei Anfällen

Schwindelattacken

Während eines Menière-Anfalls setzt schlagartig ein starker Drehschwindel ein. Dabei haben Betroffene das Gefühl, als würde sich ähnlich wie in einem Karussell alles um einen drehen. Der Schwindel kann zwischen zwanzig Minuten und zwölf Stunden anhalten. Bei manchen Menschen lässt sich parallel zum Schwindelanfall gleichzeitig auch ein Augenzittern (sog. Nystagmus) feststellen.

Häufig ist der Schwindelanfall bei Morbus Menière so stark, dass Betroffene sich sofort hinlegen und abwarten müssen, bis die Symptome wieder nachlassen. Unter Umständen löst der Schwindel weitere Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Blässe und Schweißausbrüche aus.

Druck im Ohr

In manchen Fällen stellt sich bei einem Menière-Anfall ein (meist einseitiges) Druckgefühl oder Völlegefühl im Ohr ein, so als würde Watte im Ohr stecken.

Ohrgeräusche (Tinnitus)

Während eines Menière-Anfalls nehmen Betroffene oft ein stärker werdendes tief klingendes Rauschen oder Brummen im Ohr wahr. Die meist einseitigen Ohrgeräusche bleiben in manchen Fällen auch danach bestehen.

Hörverlust

Bei einem Menière-Anfall verschlechtert sich in vielen Fällen plötzlich (meist einseitig) das Hörvermögen. Häufig ist vor allem die Wahrnehmung von Tönen aus dem Tieftonbereich und/oder aus dem Mitteltonbereich vermindert.

Diese Schwerhörigkeit bildet sich nach einem Anfall zumindest anfangs wieder zurück. Schreitet die Menière-Krankheit weiter fort, kann sich jedoch eine bleibende Hörminderung einstellen. In schweren Fällen entwickelt sich auch ein vollständiger Hörverlust.

Menière-Anfälle: Wie oft und wie stark treten sie auf?

Wie oft Menschen mit Menière-Krankheit Anfälle erleiden, kann sehr unterschiedlich sein. Während bei manchen Betroffenen Monate oder sogar Jahre zwischen den einzelnen Schüben liegen, treten die Anfälle bei anderen bereits nach Tagen oder Wochen wieder auf.

Typischerweise treten bei einem Schub kurz nach einem Menière-Anfall noch weitere Attacken auf. Danach folgt meist eine längere Zeitspanne, in der sich gar keine oder nur wenige Symptome zeigen.

Die Stärke der Beschwerden fällt bei den Betroffenen zudem oft sehr verschieden aus. Manche Menschen mit Menière-Krankheit erleben beispielsweise nur gelegentlich einen Anfall mit leichtem Drehschwindel und wenig Höreinbußen, haben dafür aber vermehrt mit Ohrgeräuschen und dadurch bedingten Schlafproblemen zu kämpfen. In anderen Fällen treten die Menière-Attacken wiederum häufig und mit starkem Drehschwindel auf, während Symptome wie Druck im Ohr, Ohrgeräusche und Hörminderung nur schwach ausfallen.

Wichtig zu wissen
Emotionaler Stress gilt als möglicher Auslöser von Menière-Anfällen und verschlimmert unter Umständen auch die Symptome während eines Anfalls.

Schwindel außerhalb von Menière-Anfällen

Besteht die Menière-Krankheit bereits länger, stellen sich häufig auch außerhalb der Anfälle Schwindelgefühle ein. Meist handelt es sich dann jedoch nicht um Drehschwindel, sondern um einen Schwankschwindel. Betroffene haben dabei den Eindruck, der Boden würde sich unter ihnen bewegen. Oft geht der Schwankschwindel mit Angst einher. Meist setzt diese Art von Schwindel ein, wenn Betroffene in Situationen ähnlich zu solchen geraten, in denen sie bereits früher Anfälle erlebt haben.

Im Unterschied zum Drehschwindel während eines Menière-Anfalls liegt die Ursache des Schwankschwindels jedoch nicht im Innenohr. Vielmehr handelt es sich hierbei eigentlich um einen sogenannten reaktiven psychogenen Schwindel. Dieser entsteht meist aus der Angst vor einem kommenden Menière-Anfall. Denn nicht zu wissen, wann, wo und in welcher Stärke er auftreten wird, empfinden viele Betroffene als belastend.

Morbus Menière: Symptome im Krankheitsverlauf

Im Laufe der Zeit schreitet die Menière-Krankheit bei vielen Betroffenen fort und führt dazu, dass die Symptome zunehmen. Über kurz oder lang können diese zum Teil außerhalb der Anfälle bestehen bleiben.

So nehmen etwa viele Betroffene die Ohrgeräusche später dauerhaft wahr. Häufig stellt sich allmählich auch eine zunehmende Schwerhörigkeit ein. Zusätzlich zum Drehschwindel während der Anfälle entwickeln einige außerdem einen Schwankschwindel, der neben den Attacken besteht und das Gehen erschweren kann.

In manchen Fällen lässt der anfallsweise Schwindel nach einigen Jahren jedoch schließlich nach oder tritt gar nicht mehr auf. Das passiert, wenn das Gleichgewichtsorgan seine Funktion verloren hat. Dieses Stadium der Menière-Krankheit bezeichnen Fachleute auch als "ausgebrannter Menière".

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Astrid Clasen
Von Wiebke Posmyk
Morbus Menière

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