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Grauer Star: Erkennen Sie die Symptome frühzeitig

Auf Warnzeichen achten  

Hinter Kurzsichtigkeit kann Grauer Star stecken

20.10.2019, 17:52 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, mwe, t-online.de

Grauer Star: Erkennen Sie die Symptome frühzeitig. Patient bei der Augenuntersuchung: Bei Grauem Star trübt die ursprünglich klare Linse ein. (Quelle: Getty Images/seb_ra)

Patient bei der Augenuntersuchung: Bei Grauem Star trübt die ursprünglich klare Linse ein. (Quelle: seb_ra/Getty Images)

Grauer Star trifft im Alter fast jeden. Doch die Augenkrankheit macht sich oft erst nach längerer Zeit bemerkbar. Welche Symptome darauf hindeuten und wie man sie behandeln kann, erfahren Sie hier.

Beim Grauen Star – medizinisch Katarakt – handelt es sich um eine Erkrankung der Augen, bei der sich die Augenlinse trübt. Eine verminderte Sehleistung ist die Folge.

Dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands zufolge macht sich der Graue Star meist ab dem 60. Lebensjahr bemerkbar. Mit 70 oder 80 Jahren sei das Sehvermögen dann deutlich eingeschränkt. Ohne Behandlung erblinde der Patient irgendwann. Doch auch junge Menschen können betroffen sein.

Katarakt stammt aus dem Griechischen und bedeutet Wasserfall. Früher gingen Mediziner davon aus, dass geronnene Flüssigkeit die Trübung verursacht.

Drei Warnzeichen weisen auf die Erkrankung hin

Für die Entwicklung von Grauem Star gibt es drei Warnzeichen:

  • Lichtempfindlichkeit
  • ein verstärktes Blendungsempfinden
  • eine Veränderung der Sehstärke

Aber auch unscharfes Sehen, verminderte Kontraste und ein Nachlassen der Farbintensität sind mögliche Hinweise auf die Erkrankung. Patienten, bei denen der Graue Star bereits fortgeschritten ist, beschreiben ihr Sehvermögen häufig so, als würde man durch Milchglas schauen.

Verstärkte Kurzsichtigkeit kann auf Grauen Star hindeuten

Eine Verschlechterung der Kurzsichtigkeit macht sich beim Altersstar besonders häufig bemerkbar. Betroffene fragen dann häufig nach einer stärkeren Brille. Doch die Anpassung der Gläser bringe nur bedingt etwas, da es die Trübung sei, die den Blick einschränke, so Experten.

Im fortgeschrittenen Stadium kann man die Erkrankung deutlich am Auge sehen. In der Pupille zeigt sich dann eine auffällige Weißfärbung.

Bei ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen

Es wird empfohlen, ab dem 40. Lebensjahr einmal im Jahr zum Augenarzt zu gehen, um krankhafte Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Doch auch wer plötzlich unter Schmerzen am Auge leidet, Lichtblitze wahrnimmt, einen Schleier vor den Augen sieht, starke Rötungen am Auge hat oder merkt, dass sich das Sehvermögen verschlechtert, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.

Grauer Star kann operiert werden

Doch wie sieht die Therapie aus? Medikamente gegen Grauen Star gibt es nicht. Zu Beginn der Erkrankung kann mit guten Brillengläsern ein Teil der Sehverschlechterung abgefangen werden. Im fortgeschrittenen Stadium aber hilft nur noch eine Operation am Auge. Dabei wird die trübe Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Der Eingriff dauert etwa zehn Minuten. Etwa neun von zehn Menschen können nach einer Operation besser sehen als vorher, das heißt: wieder schärfer und kontrastreicher sehen.

Verwendete Quellen:
  • Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.
  • Eigene Recherche

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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