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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Ursachen f├╝r Nachtschwei├č sind nicht immer harmlos

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 07.12.2021Lesedauer: 5 Min.
Nachtschwei├č: N├Ąchtliches Schwitzen kann ein Symptom f├╝r eine ernsthafte Erkrankung sein.
Nachtschwei├č: N├Ąchtliches Schwitzen kann ein Symptom f├╝r eine ernsthafte Erkrankung sein. (Quelle: mheim3011/getty-images-bilder)
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Wer in der Nacht ohne ersichtlichen Grund immer wieder stark schwitzt, sollte besser einen Arzt aufsuchen. Nachtschwei├č ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, hinter dem verschiedene Ursachen stecken k├Ânnen ÔÇô auch ernsthafte Erkrankungen.

Das Wichtigste im ├ťberblick


  • Symptome: Wie macht sich Nachtschwei├č bemerkbar?
  • Therapie: Was hilft bei Nachtschwei├č?

N├Ąchtliches Schwitzen ist meist harmlos

Der Schlafanzug klebt am K├Ârper, die Matratze ist feucht: Fast jeder ist nachts schon einmal aufgewacht und war total verschwitzt. Meist stecken harmlose Ursachen dahinter. Die h├Ąufigste Ursache f├╝r Nachtschwei├č ist eine Erk├Ąltung oder Grippe. Ebenso wahrscheinlich ist, dass Schwitzen im Schlaf durch zu hohe Temperaturen oder schlechte Luft im Schlafzimmer verursacht wird.

Auch die Lebensweise kann f├╝r Nachtschwei├č verantwortlich sein: Starkes ├ťbergewicht, Rauchen, Alkoholkonsum und schwere oder scharf gew├╝rzte Kost am Abend st├Âren die Nachtruhe und beg├╝nstigen das Schwitzen im Schlaf. Zudem k├Ânnen hormonelle Schwankungen, zum Beispiel w├Ąhrend der Wechseljahre, die Schwei├čproduktion verst├Ąrken. Auch die Dosis oder Zusammensetzung von Medikamenten kann daf├╝r verantwortlich sein, dass Sie sich w├Ąhrend der Nacht unruhig hin und her w├Ąlzen und dabei viel Fl├╝ssigkeit ausscheiden.

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Symptome: Wie macht sich Nachtschwei├č bemerkbar?

Die Symptome von Nachtschwei├č sind offenkundig: Man wacht verschwitzt auf oder merkt sogar, dass die Bettw├Ąsche durchn├Ąsst ist. Der Grad des Nachtschwei├čes kann allerdings unterschiedlich sein. Mal ist es nur eine nasse Stirn, mal ein feuchtes Kopfkissen. Nachtschwei├č kann au├čerdem zu Schlafst├Ârungen f├╝hren. Das durch die Feuchtigkeit hervorgerufene K├Ąltegef├╝hl kann zur Folge haben, dass man aufwacht.

Nachtschwei├č: Wann zum Arzt?

Wenn es jedoch trotz k├╝hlem Schlafzimmer und d├╝nner Decke regelm├Ą├čig zu n├Ąchtlichen Schwei├čausbr├╝chen kommt, ist ein Besuch beim Arzt ratsam. "Wer nachts ohne ersichtlichen Grund immer wieder stark schwitzt, sollte der Ursache auf den Grund gehen", r├Ąt Dr. Wolfgang Wesiack, Pr├Ąsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Der Internist r├Ąt, vermehrtes Schwitzen in der Nacht nicht zu ignorieren. Besonders, wenn man vorher damit noch keine Probleme hatte und auch tags├╝ber nicht ├╝berm├Ą├čig schwitzt. "Starkes und pl├Âtzlich auftretendes Schwitzen ist ein Symptom, das immer untersucht werden sollte."

Steckt ein medizinisches Problem dahinter, spricht man von n├Ąchtlicher Hyperhidrose. Drei h├Ąufige Ursachen f├╝r starkes Schwitzen in der Nacht sind laut dem Experten seelische Probleme, Stoffwechselerkrankungen und Tumore.

M├Âgliche Ursachen f├╝r Nachtschwei├č:

  • Infektionskrankheiten (Erk├Ąltung, Grippe, Pfeiffersches Dr├╝senfieber, Tuberkulose, AIDS, Malaria)
  • Medikamente
  • Wechseljahre
  • ├ťbergewicht
  • Stress
  • psychische Probleme
  • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Schilddr├╝sen├╝berfunktion, Gicht)
  • Krebs (v. a. Lymphdr├╝senkrebs, Leuk├Ąmie)
  • Herzerkrankung
  • Lungenentz├╝ndung

Wie viel Schwitzen ist normal? Ein Fl├╝ssigkeitsverlust von bis zu einem halben Liter pro Nacht gilt als normal. Ebenso kann es gelegentlich passieren, dass Sie nach einer albtraumreichen Nacht schwei├čgebadet aufwachen. Halten die Schwei├čausbr├╝che jedoch l├Ąnger als drei Wochen an, sollten Sie einen Arzt konsultieren ÔÇô insbesondere, wenn weitere Symptome, wie Gewichtsverlust, Schmerzen, Atembeschwerden oder Verdauungsprobleme, hinzukommen. Ein Experte kann m├Âgliche Ursachen erforschen und gezielt behandeln.

Ursache: Infektionskrankheiten

Wird der K├Ârper von Viren oder Bakterien befallen, reagiert das Immunsystem mit einer erh├Âhten Temperatur, um die Erreger abzuwehren. Die ├╝berm├Ą├čige W├Ąrme f├╝hrt zu einer erh├Âhten Schwei├čproduktion. Nachtschwei├č tritt daher h├Ąufig als Symptom von Infektionskrankheiten auf. Dazu z├Ąhlen akute Infekte, wie eine Grippe oder Pfeiffersches Dr├╝senfieber, sowie chronische Krankheiten, wie AIDS, Tuberkulose oder Malaria.

Ursache: Medikamente

Manchmal tritt Nachtschwei├č auch als Nebenwirkung bestimmter Arzneimittel auf. Medikamente, die Nachtschwei├č verursachen k├Ânnen, sind zum Beispiel:

  • Antidepressiva
  • Betablocker
  • fiebersenkende Mittel (zum Beispiel Paracetamol)
  • blutzuckersenkende Mittel
  • Hormonpr├Ąparate (zum Beispiel zur Behandlung von Brustkrebs, Prostatakrebs oder Endometriose)

Ursache: Stress

Zu viel Stress und innere Unruhe f├Ârdern n├Ąchtliches Schwitzen. "Nicht bew├Ąltigte Probleme, Stress und ├ängste ├Ąu├čern sich oft durch Schwei├čattacken", erkl├Ąrt Wesiack. Der Grund: Nachts fehlen die Ablenkungen des Alltags. Die Sorgen dr├Ąngen sich in den Vordergrund und das Unterbewusstsein arbeitet auf Hochtouren. "Es ist vergleichbar mit Albtr├Ąumen: Stress l├Ąsst das Herz schneller schlagen, beschleunigt die Atmung und in Folge beginnen wir zu schwitzen."

Ursache: Stoffwechsel und Hormone

Die Hormone und der Stoffwechsel beeinflussen auch die W├Ąrmeregulierung des K├Ârpers. Ist der Stoffwechsel gest├Ârt, kann sich in einer vermehrten Schwei├čproduktion ├Ąu├čern. Typische Stoffwechselerkrankungen, die mit Nachtschwei├č einhergehen k├Ânnen, sind Diabetes mellitus, Gicht oder eine Schilddr├╝sen├╝berfunktion.

Auch Ver├Ąnderungen im Hormonhaushalt k├Ânnen dazu f├╝hren, dass man in der Nacht vermehrt schwitzt. Vor allem Frauen in den Wechseljahren leiden aufgrund der Hormonumstellung unter Hitzewallungen und n├Ąchtlichen Schwei├čausbr├╝chen. Ursache ist der sinkende ├ľstrogenspiegel, der zu einem Anstieg der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin f├╝hrt.

Ursache: Tumore

Tumorerkrankungen sind laut dem Hamburger Internisten eine dritte m├Âgliche Ursache: "Auch wenn diese verh├Ąltnism├Ą├čig selten der Ausl├Âser von Nachtschwei├č sind, m├╝ssen sie in Betracht gezogen werden." In diesem Zusammenhang geben weitere Warnzeichen wie Fiebersch├╝be, eine pl├Âtzliche Gewichtsabnahme, Magen-Darm-Beschwerden sowie Appetitlosigkeit wichtige Hinweise auf ein m├Âgliches Krebsleiden. Vor allem bei Lymphdr├╝senkrebs und Leuk├Ąmie ist Nachtschwei├č ein typisches Symptom.

Ursache: Herzerkrankung

Herzrasen und Atembeschwerden im Zusammenhang mit Nachtschwei├č sind ebenfalls ein Warnsignal: "Da starkes Schwitzen auch auf ein krankes Herz hinweisen kann, zum Beispiel auf eine Herzinnenhautentz├╝ndung, wird der behandelnde Arzt auch dieses Organ in die Untersuchung mit einbeziehen", erkl├Ąrt Wesiack.

Ursache: Lungenentz├╝ndung

Eine Lungenentz├╝ndung kann ebenfalls die Ursache von Nachtschwei├č sein ÔÇô vor allem bei ├Ąlteren Menschen. "Bei ├älteren bleibt Fieber als typisches Warnsymptom f├╝r eine Lungenentz├╝ndung oft aus. Das n├Ąchtliche Schwitzen kann dann ein wichtiger Wegweiser sein", wei├č der Experte. Kommen Husten, Auswurf, Abgeschlagenheit sowie Schmerzen beim Atmen hinzu, sollten Erkrankte schnellstm├Âglich zum Arzt.

Therapie: Was hilft bei Nachtschwei├č?

Die Therapie bei Nachtschwei├č richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Erste Ma├čnahmen zur Vorbeugung von n├Ąchtlichem Schwitzen sind:

  • Trinken Sie tags├╝ber ausreichend Fl├╝ssigkeit.
  • Verzichten Sie am Abend auf Alkohol und Zigaretten.
  • Reduzieren Sie Ihren t├Ąglichen Kaffeekonsum auf ein bis zwei Tassen und trinken Sie diese m├Âglichst nicht am Abend.
  • Vermeiden Sie abends fette und stark gew├╝rzte Speisen.
  • Nehmen Sie vor dem Schlafengehen eine kalte Dusche.
  • Tragen Sie zum Schlafen leichte Kleidung, bestenfalls aus atmungsaktivem Material.
  • Achten Sie auf eine angenehme Temperatur im Schlafzimmer: Ideal sind zwischen 16 und 19 Grad.
  • Entspannen Sie sich vor dem Zubettgehen mit Meditation oder etwas Musik. Kontraproduktiv sind hingegen Fernsehen sowie aufw├╝hlende B├╝cher oder H├Ârb├╝cher.
  • Als Hausmittel soll au├čerdem Salbeitee gegen n├Ąchtliches Schwitzen helfen.

Sollte sich dennoch keine Besserung einstellen, steckt wahrscheinlich ein medizinisches Problem dahinter. Gehen Sie daher unbedingt zum Arzt, wenn die n├Ąchtlichen Schwei├čausbr├╝che mehrere Wochen andauern. Dieser kann beispielsweise die Medikation anpassen, wenn bestimmte Arzneimittel f├╝r die erh├Âhte Schwei├čproduktion in der Nacht verantwortlich sind. Auch kann er ├╝ber einen Bluttest feststellen, ob eine Schilddr├╝sen├╝berfunktion vorliegt und mit entsprechenden Medikamenten dagegenwirken.

Ist ein Infekt verantwortlich f├╝r die ├╝berm├Ą├čige Schwei├čproduktion, bessert sich die Situation, nachdem die Krankheit ├╝berstanden ist. Je nach Krankheit kann Ihnen der Arzt fiebersenkende Medikamente oder Antibiotika verschreiben.

Eine Psychotherapie kann gegen Stress, seelische Probleme und Ängste helfen. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Hausarzt, ob der Gang zum Psychologen für Sie ratsam ist.

Ist eine ernsthafte Erkrankung, wie Krebs, eine Lungenentz├╝ndung oder Herzerkrankung, die Ursache f├╝r das n├Ąchtliche Schwitzen, treten in der Regel auch noch andere Beschwerden auf. Achten Sie daher auf weitere Symptome, wie Gewichtsverlust, Schmerzen, Atembeschwerden, Verdauungsprobleme, damit Ihr Arzt eine eindeutige Diagnose stellen und schnellstm├Âglich mit einer geeigneten Behandlung beginnen kann.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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