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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Wie gefährlich ist Herpes für Neugeborene?

tl (CF)

Aktualisiert am 03.11.2017Lesedauer: 2 Min.
Wenn Sie an Lippenherpes leiden, sollten Sie Ihr Baby keinesfalls küssen!
Wenn Sie an Lippenherpes leiden, sollten Sie Ihr Baby keinesfalls küssen! (Quelle: BE&W/imago-images-bilder)
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Wenn sich am zarten Mund Ihres Neugeborenen rote Fieberbläschen zeigen, ist die Sorge groß. Eine Infektion mit Lippenherpes beim Baby kann gefährlich sein, da es noch keinen ausreichenden Schutz gegen die Viren aufbauen konnte. Wie Sie Ihr Kind am besten schützen können.

Herpes: Eltern übertragen das Virus auf ihr Kind

Während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt ist Ihr Baby zunächst über die sogenannte Leih-Immunität geschützt. Besitzt die Mutter Antikörper gegen den Herpes-Simplex-Virus, werden diese auf das Kind übertragen. Dieser Schutz sinkt allerdings während der ersten Lebensmonate des Kindes. Leiden Mutter oder Vater an Lippenherpes, kann sich die Infektion dann im Nu auf das Baby übertragen. Dafür reicht oft schon ein liebevoller Kuss. Über den Speichel gelangen die infektiösen Herpesviren in die Mundschleimhäute oder auch ins Auge des Babys. Die Ansteckungsgefahr ist dabei so groß, dass schon 80 Prozent aller zweijährigen Kinder Antikörper gebildet, sich also bereits infiziert, haben.

Ansteckung nach der Geburt: Folgen einer Infektion

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion und den ersten Symptomen, beträgt in der Regel zwischen zwei und 12 Tagen. Typische Herpes-Symptome, wie Fieberbläschen, bekommen Kinder meist erst ab dem fünften oder sechsten Lebensjahr. Da das Immunsystem noch schwach ist, kann Lippenherpes beim Baby größere Ausmaße annehmen als bei Erwachsenen. Ihr Baby kann dann an Halsentzündungen,

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und Hautinfektionen leiden. Breitet sich Herpes labialis über die Blutbahn aus, können innere Organe wie Nieren, Leber und sogar das Gehirn betroffen sein. Besonders gefährlich kann eine Herpes-Infektion in den ersten sechs Lebenswochen werden. Ein Besuch beim Arzt ist daher dringend notwendig.

Wurde der Virus von den Lippen auf die Augen des Babys übertragen, kann sich Augenherpes entwickeln, das im schlimmsten Fall zur Schädigung der Hornhaut führen kann. Als eine Art Windschutzscheibe des Auges ist die Hornhaut eigentlich dafür zuständig, das Innere des Auges zu schützen. Wird sie zerstört, droht die Erblindung. Ein typisches Zeichen für Augenherpes sind Bläschen am Lidrand. Beobachten Eltern so etwas bei ihren Kindern, müssen sie sofort zum Augenarzt gehen. Behandelt wird die Infektion normalerweise mit Aciclovir-Tabletten oder -salbe sowie cortisonhaltiger Salbe oder Tropfen.

Vorbeugung: So schützen Sie Ihr Kind vor einer Ansteckung

Um diese schwerwiegenden Verläufe, die auch tödlich enden können, zu vermeiden, sollten Eltern mit akutem Lippenherpes unbedingt einen Mundschutz im Umgang mit ihrem Baby tragen, sich regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren. Auch sollte das Kind in dieser Zeit keinesfalls geküsst werden. Ebenso darf das Kind nicht mit bestimmten Gegenständen in Berührung kommen, die der Erkrankte regelmäßig benutzt, wie zum Beispiel Handtücher, Zahnbürste oder Kosmetikprodukte.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Astrid Clasen
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