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Muskelschmerzen: Krämpfe sind nicht immer harmlos


Muskelkrämpfe sind nicht immer harmlos

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 03.12.2018Lesedauer: 2 Min.
Häufige Wadenkrämpfe können Anzeichen für Krankheiten sein.Vergrößern des BildesHäufige Wadenkrämpfe können Anzeichen für Krankheiten sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wadenkrämpfe treten oft nachts auf und reißen den Betroffenen mit einem stechenden Schmerz aus dem Schlaf. Meist sind harmlose Auslöser, etwa eine zu intensive Trainingseinheit, der Grund. Doch Wadenkrämpfe können auch auf Erkrankungen hinweisen. Wann Sie besser einen Arzt aufsuchen sollten.

Wadenkrämpfe sind ein Warnzeichen für eine Störung bestimmter Körperfunktionen. In vielen Fällen ist eine überforderte Muskulatur schuld an dem quälenden Schmerz. Die meisten Schwimmer und Läufer wissen, wie sich ein Krampf in der Wade anfühlt.

Überforderte Wadenmuskeln verkrampfen

Auch wer beim Sport viel schwitzt und anschließend zu wenig trinkt, provoziert Wadenkrämpfe. Damit signalisiert der Körper: "Mir fehlen wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium, Natrium und Kalium!“ Der Minearalstoffwechsel – auch als Salz- oder Elektrolythaushalt bezeichnet – kommt aus dem Gleichgewicht. Aus diesem Grund können Wadenkrämpfe auch bei Durchfallerkrankungen auftreten.

Doch auch eine Fehlfunktion der Schilddrüse, Darmerkrankungen, eine Nierenschwäche sowie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse beeinflussen die Mineralstoff-Balance im Körper.

Auch zu viel Sitzen kann zu Krämpfen führen

Auch Unterforderung macht den Beinen zu schaffen. Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, viel Auto fährt oder abends am liebsten auf dem Sofa entspannt, hat meist nachts mit Muskelbeschwerden wie Wadenkrämpfen zu kämpfen. Der Grund: Durch die fehlende Bewegung verschlechtert sich die Durchblutung in den Beinen. Die Muskeln werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Auch unbequeme Schuhe lassen Waden und Füße verkrampfen.

Bei Taubheitsgefühlen gleich zum Arzt

Kommen zu den Krämpfen allerdings Taubheitsgefühle, Lähmungen, Kribbeln und andere Beschwerden hinzu, sollte man die Ursache schnellstmöglich von einem Arzt abklären lassen. Das gilt auch dann, wenn die Wadenkrämpfe gehäuft auftreten oder sich minutenlang nicht lösen. Dann können Mangelzustände, Durchblutungsstörungen oder Nervenschädigungen der Auslöser sein. In manchen Fällen sind Verletzungen an der Bandscheibe, Gelenkprobleme oder Verschleißerscheinungen, etwa eine Arthrose im Knie, die Auslöser.

Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Dieser stellt nach der Untersuchung wenn nötig eine Überweisung zu einem Facharzt aus, beispielsweise einem Orthopäden oder Diabetologen.

Viele Diabetiker leiden an Wadenkrämpfen

Häufige Wadenkrämpfe kann auch ein Warnzeichen für Diabetes sein. Das hat verschiedene Gründe: Sind die Blutzuckerwerte zu hoch, beginnen die Nieren, den Zucker aus dem Blut zu filtern und scheiden ihn anschließend mit dem Urin aus. Bei diesem Vorgang gehen wertvolle Mineralien wie Magnesium und Kalium verloren. Es kommt zu Störungen im Elektrolythaushalt, die sich in Form von Wadenkrämpfen und vermehrtem Durst zeigen.

Alkoholmissbrauch führt zu Nervenschäden

Doch auch Durchblutungsstörungen können dazu führen, dass bei einem Diabetes mellitus die Beinmuskeln nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit können zudem Nervenschädigungen Krämpfe auslösen. Aber auch Alkoholmissbrauch kann zu Krämpfen führen und dauerhaft die Nerven schädigen, ebenso das Rauchen.

Krampft das Bein, können Blutgefäße verstopft sein

Durchblutungsstörungen in den Beinen, etwa aufgrund verstopfter Blutgefäße, können ebenfalls Schmerzen und Wadenkrämpfe auslösen. Meist sind Fett- und Kalkablagerungen schuld, wenn sich die Gefäße in den Beinen verengen. Mediziner sprechen dann von der sogenannten "peripheren arteriellen Verschlusskrankheit", kurz PAVK. Hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck begünstigen das Risiko.

Viel Wasser und regelmäßiges Dehnen beugt vor

In der Regel kann man Krämpfen mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr, Dehnübungen und regelmäßiger moderater Bewegung vorbeugen. Magnesiumreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Haferflocken, Nüsse, Hülsenfrüchte und Bananen tun den Muskeln ebenfalls gut.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
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