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Sattel drückt auf Prostata: Ist Radfahren schädlich für die Potenz?


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Radfahren beeinflusst die Prostata

Von t-online, dpa-tmn
Aktualisiert am 17.08.2020Lesedauer: 2 Min.
Der Sattel kann beim Radfahren empfindlichen Druck auf den Damm ausüben.
Der Sattel kann beim Radfahren empfindlichen Druck auf den Damm ausüben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Fahren Männer gerne und viel Fahrrad, werden sie oft gewarnt – Radfahren schade der Potenz oder führt zu Unfruchtbarkeit, heißt es dann. Aber stimmt das eigentlich?

Zu viel Druck vom Fahrradsattel kann tatsächlich zu unangenehmen Erscheinungen führen, weiß Prof. Dr. med. Kurt Miller, Direktor der Klinik für Urologie an der Charité Berlin.


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Schwellkörper können beeinträchtigt werden

"Wenn beim Radfahren durch das Körpergewicht lange Zeit Druck auf den Damm ausgeübt wird, kann das die Nerven, die auch die Schwellkörper versorgen, beeinträchtigen", so der Experte. Unangenehm könnte es besonders für Männer werden, die länger als drei Stunden pro Woche Fahrrad fahren.

Druck auf den Damm strahlt auch in die Prostata

Übt der Sattel Druck auf den Damm aus, kann dieser auch auf die Prostata, den Penisansatz mit seinen Schwellkörpern und den Ansatz des Hodensacks wirken. Bemerkt jemand Taubheitsgefühle im Dammbereich oder strahlen diese in den Penis aus, sollte man deshalb definitiv etwas ändern, rät Miller.

Fördert Fahrradfahren Unfruchtbarkeit und Erektionsprobleme?

Dass Fahrradfahren zu Impotenz führen kann und der Fortpflanzungsfähigkeit schadet, ist ein weit verbreiteter Mythos und lässt und entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Medizinische Studien haben jedoch ergeben, dass bereits nach einer halben Stunde Fahrradfahren die Durchblutung in dem empfindlichen Bereich um 70 Prozent abnimmt.

Bisher konnte allerdings nicht nachgewiesen werden, dass dadurch das Risiko für Erektionsprobleme tatsächlich ansteigt. So konnten Wissenschaftler der britischen "Cycling for Health"-Studie (2012/2013) unter mehr als 5.000 befragten männlichen Radfahrern keinen Zusammenhang mit Impotenz oder Unfruchtbarkeit herstellen.

Auf den Sattel kommt es an

Maßgeblich sind der Sattel und die Sitzposition. Der Sattel sollte den Druck gleichmäßig auf die beiden Sitzbeinhöcker verteilen. Auch ein Sattel mit Aussparung des Dammbereichs und des Schambeinbogens ist empfehlenswert. Am besten lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten und dort auch den Sattel richtig einstellen. Sinnvoll ist es auch, dass die Radler zu gepolsterten Sporthosen greifen.

Gut für die Durchblutung

Aber: "Wenn man es richtig macht, hat Fahrradfahren einen positiven Effekt auf die Potenz." Denn es fördert die Durchblutung im Beckenbereich. Grundsätzlich sagt Miller: "Der normale Mann hat eigentlich kein relevantes Risiko durch das Fahrradfahren." Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass man es nicht mit dem Radeln übertreibt.

Fördert Radfahren Prostatakrebs? Laut einer britischen Studie könnten ältere Männer, die häufig radeln, ein höheres Risiko haben, an Prostatakrebs zu erkranken. In der im "Journal of Men's Health" veröffentlichten Studie sprechen die Forscher von einem "statistisch signifikantem Zusammenhang" für Männer über 50. Allerdings müssten die Radler mehrfach die Woche über acht Stunden im Sattel sitzen, was sicherlich bei der überwiegenden Mehrzahl der Hobbysportler in diesem Alter nicht der Fall sein dürfte.

Radfahren kann PSA-Test verfälschen

Dennoch hat das Radfahren medizinische Folgen, die sich sogar messen lassen. Es beeinflusst nämlich den PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen). Dieser Blutwert gilt als Hinweis für Prostatakrebs. Radfahren kann ihn erhöhen. "Deswegen sollte man drei Tage vor einer Blutabnahme zur Bestimmung des PSA-Wertes auf das Radfahren verzichten", rät Dr. Wolgang Bühmann, Facharzt für Urologie und Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen. Allerdings steigere das Radfahren den Wert nur kurzfristig.

Auch wenn Männern im Alter von 40 Jahren in den meisten Fällen noch kein Prostatakarzinom droht, rät Bühmann seinen Patienten dennoch, ab diesem Alter mit dem PSA-Test zu beginnen. Aus folgendem Grund: "Ein Messwert allein sagt noch nichts über das Risiko des Patienten aus, an Prostatakrebs zu erkranken", weiß der Urologe. "Es ist daher sinnvoll, einen Basiswert zu ermitteln und diesen in den kommenden Jahren mit weiteren Ergebnissen zu ergänzen."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Eigene Recherche
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