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Fersensporn: Symptome erkennen und behandeln

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Fußschmerzen  

Symptome richtig deuten: Fersensporn und andere Fußerkrankungen

08.02.2018, 08:35 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, fsch, t-online.de

Fersensporn: Symptome erkennen und behandeln. Von außen ist nichts zu sehen: Ein Fersensporn unter der Fußsohle ist manchmal monatelang schmerzhaft (Quelle: dpa/tmn/Monique Wüstenhagen)

Von außen ist nichts zu sehen: Ein Fersensporn unter der Fußsohle ist manchmal monatelang schmerzhaft (Quelle: Monique Wüstenhagen/dpa/tmn)

Wird jeder Schritt zur Qual, kann ein Fersensporn die Ursache sein. An welchen Symptomen Sie erkennen, dass es sich tatsächlich um einen Fersensporn handelt und welche anderen Fußerkrankungen in Frage kommen, erfahren Sie hier. 

Fersensporn: Fersenschmerzen und weitere Symptome

Bei einem Fersensporn, auch Kalkaneussporn, genannt, handelt es sich um einen dornartigen Knochenauswuchs am Fersenbein. Als Ursachen gelten Faktoren, die zu einer großen Belastung der Ferse führen, wie Übergewicht, falsches Schuhwerk, Sport oder Fußfehlstellungen. Um dann die Sehnen am Fuß (Achillessehne und Plantarsehne) zu entlasten, bildet der Körper Kalkablagerungen, die verknöchern. Je nachdem, wo sich der Sporn bildet, unterscheidet man zwei Arten von Fersensporn:

  • Plantarer Fersensporn: Ist die Sehnenplatte an der Fußsohle, die Plantarfaszie, betroffen, spricht man vom unteren bzw. plantaren Fersensporn. Diese Form tritt häufiger auf und bleibt oft unbemerkt. Schmerzhaft wird es erst, wenn die Belastung dauerhaft anhält und sich die Sehnen entzünden (Plantarfasziitis). Dann fühlt es sich in etwa so an, als ob ein Nagel in der Fußsohle steckt. Stechende Schmerzen unter der Ferse sind das Hauptsymptom einer Entzündung im Bereich des plantaren Fersensporns. Besonders stark sind die Schmerzen nach längerem Sitzen oder Liegen. Typisch ist vor allem der morgendliche "Anlaufschmerz" beim ersten Auftreten nach dem Schlafen. Die Schmerzen lassen meist im Laufe des Tages nach. 


  • Oberer Fersensporn: Der obere Fersensporn tritt am Übergang von Fersenbein zur Achillessehne auf. Bei Druck und Berührung kommt es zu Schmerzen im hinteren, oberen Bereich der Ferse – also am Ansatz der Achillessehne. Die Stelle ist auch meist geschwollen und gerötet. Betroffen sind vor allem Sportler, da sie diesen Bereich besonders strapazieren. 

Behandlung: Die wichtigsten Fragen

1. Welcher Arzt bei Fersensporn?

Nicht jeder Fersensporn ist schmerzhaft oder gleich erkennbar. Wer jedoch unter stechenden Fersenschmerzen leidet, die beim Laufen, aber auch morgens nach dem Aufstehen auftreten, sollte zu einem Orthopäden gehen. 

2. Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Operiert werden muss der Fersensporn nur selten. Mit speziellen Einlagen und Bandagen sowie entzündungshemmenden Medikamenten können die Symptome meist gelindert werden. Auch Physiotherapie, Stoßwellentherapie und Strahlentherapie haben sich als wirksam erwiesen. Die Behandlung zielt vor allem auf eine dauerhafte Entlastung der Ferse ab. 

3. Wie lange dauert ein Fersensporn?

Wie oft und stark die Fersenschmerzen auftreten, ist sehr unterschiedlich – und somit auch die Dauer der Heilung. Betroffene leiden meist mehrere Monate unter den Beschwerden. Neben Entlastung und Einlagen können Physiotherapie, Stoßwellentherapie und Strahlentherapie den Heilungsprozess beschleunigen. Wichtig ist auch, nach erfolgreicher Behandlung der Schmerzen die Ursachen für den Fersensporn anzugehen und so erneuten Entzündungen vorzubeugen. Reduzierung von Übergewicht, regelmäßige Übungen für Fuß- und Wadenmuskulatur, bequemes Schuhwerk und Einlagen bei Fußfehlstellungen sind wirksame Mittel zur Vorbeugung eines Fersensporns.

Mehr zum Thema: Was tun bei Fersensporn?

Fußerkrankungen: Symptome im Überblick

Ein Fersensporn ist leicht zu verwechseln mit anderen Fußerkrankungen, da sich Ursachen und Symptome überschneiden. Meistens ist eine falsche oder zu starke Belastung der Füße Auslöser für die Schmerzen. Entscheidend für die Diagnose ist jedoch, wo genau die Schmerzen auftreten. Während der obere Fersensporn zum Beispiel genau am Ansatz der Achillessehne lokalisiert ist, treten Achillodynie und Haglundexostose einige Zentimeter weiter oben auf. 

Die Tabelle zeigt mögliche Fußerkrankungen im Überblick:


LokalisierungSymptomeUrsachen
Plantarer Fersenspornuntere Ferse, Fußsohlestechende Fußschmerzen beim AuftretenÜberbelastung, Fußfehlstellung, falsches Schuhwerk
Oberer Fersenspornhintere, obere Ferse, Ansatz der AchillessehneSchmerzen in der hinteren, oberen Fersen, Rötung und SchwellungÜberbelastung, Fußfehlstellung, verkürzte Wadenmuskulatur
Haglundexostoseoberhalb des AchillessehnenansatzesÜberbein an der Ferse, Druckschmerzen, Schwellungen

Überbelastung, Fußfehlstellung

Achillodynie3-5 cm über dem AchillessehnenansatzSchmerzen in der AchillessehneÜberbelastung, Fußfehlstellung, verkürzte Wadenmuskulatur
Morbus LedderhoseFußsohle, ZehenVerhärtungen an der Fußsohle, Fehlstellungen der Zehen, Schmerzen beim GehenVererbung, Überbelastung
TarsaltunnelsyndromInnenknöchel, vordere FußsohleBrennen, Kribbeln, Schmerzen im FußVerletzungen, Fußfehlstellung, falsches Schuhwerk


Haglundexostose: Überbein an der Ferse

Eine Haglundexostose ist ebenfalls eine knöcherne Veränderung am oberen, hinteren Fersenbein, tritt jedoch etwas weiter oben auf als der obere Fersensporn. Aufgrund von permanentem Druck auf diesen Bereich – zum Beispiel durch Schuhe – entsteht eine starke Wölbung des Fersenbeins, auch Überbein genannt. Diese so genannte Haglundferse geht meist mit Schwellungen der Weichteile und Schleimbeutelentzündungen einher.

In seltenen Fällen ist die Haglundferse angeboren. Häufigste Ursache ist jedoch eine starke Belastung der Füße, wie bei Läufern, oder das Tragen von zu engen Schuhen mit harten, nicht elastischen Fersenrändern. Fehlstellungen der Füße, vor allem Hohlfüße, begünstigen ebenfalls die Entstehung. 

Achillodynie: Entzündung der Achillessehne

Zu einer Achillodynie, einer Entzündung der Achillessehne, kommt es aufgrund von Überbelastungen. Wird nach einer längeren Pause wieder mit dem Sport begonnen oder steigern Läufer zu schnell ihre Trainingseinheiten, bekommen das auch die Füße zu spüren – in diesem Fall die Achillessehnen. Sie sorgt beim Abrollen des Fußes dafür, dass sich die Fersen vom Boden heben. Wer es mit den Zugkräften übertreibt, muss mit Schmerzen und Reizungen rechnen. Die Überbelastung heilt meist innerhalb von sieben Tagen aus, sofern der Fuß die nötige Ruhe bekommt.

Wer das Warnzeichen seines Körpers nicht ernst nimmt und der Achillessehne keine Pause gönnt, muss im schlimmsten Fall mit einem Riss der Sehne rechnen. Dieser ist durch einen lauten Knall deutlich hörbar und wird von stechenden Schmerzen begleitet. Die Heilung dauert bis zu 16 Wochen. Dann ist eine Operation notwendig.

Morbus Ledderhose: knotige Veränderungen an der Fußsohle

Schmerzen beim Gehen treten auch bei einem Morbus Ledderhose auf. Die Erkrankung wurde erstmals 1894 vom deutschen Chirurgen Pro. Georg Ledderhose beschrieben. Es handelt sich um eine Erkrankung des Bindegewebes der Fußsohlensehne, in deren Folge es zu Verhärtungen kommt. Diese entstehen, weil die Bindegewebezellen der Sehnenplatte beginnen, vermehrt das Struktureiweiß Kollagen zu bilden. Mit Fortschreiten der Erkrankung verhärtet sich das Gewebe und schrumpft. Es entstehen flächige und knotige Veränderungen. Wachsen diese im weiteren Verlauf zusammen, beginnt sich die Fußsohle zu krümmen und Fehlstellungen der Zehen können sich herausbilden. Normales Gehen ist dann nicht mehr möglich.

Die genauen Ursachen von Morbus Ledderhose sind nicht bekannt. Experten vermuten, dass Überbelastungen und immer wieder auftretende Mikroverletzungen eine Rolle spielen. Treten im Frühstadium Schmerzen auf, können Einlagen und Medikamente die Beschwerden meist lindern. Ist die Erkrankung bereits weiter ausgeprägt, hilft nur noch eine Operation.

Tarsaltunnelsyndrom: Nervenengpass am Fuß

Schmerzhaft ist auch das Tarsaltunnelsyndrom. Durch den Tarsaltunnel, der sich hinter dem Innenknöchel befindet, verlaufen Nerven und Gefäße in die Fußsohle. Werden die Nerven an dieser Stelle zusammengedrückt, etwa aufgrund von Schwellungen, Fehlstellungen oder gestauter Lymphflüssigkeit, kann das sehr schmerzhaft werden. Entzündungen drohen. Auch zu enge oder zu hohe Schuhe können das Tarsaltunnelsyndrom auslösen oder verstärken. Die Beschwerden können denen eines Fersensporns ähneln. Zudem berichten Betroffene oft von einem „einschießenden Schmerz“.

Taubheitsgefühle, Kribbeln, Brennen und Schmerzen am Fußrücken gehören zu den weiteren möglichen Symptomen. Abschwellende Spritzen und entzündungshemmende Medikamente sind ebenso Teil der Therapiemöglichkeiten wie die Stärkung der Muskulatur, Einlagen sowie stützende Schienen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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