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Studie belegt Wirksamkeit: Bittergurke kann gegen Diabetes helfen

Studie belegt Wirksamkeit  

Bittermelone kann gegen Diabetes helfen

20.02.2018, 18:00 Uhr | Larissa Koch, t-online.de, lk

Studie belegt Wirksamkeit: Bittergurke kann gegen Diabetes helfen. Bittermelone, auch Bittergurke genannt (Quelle: Getty Images/bdspn)

Kürbisgewächs: Momordica charantia – dieses Gemüse hat viele Namen: Bittermelone, Bittergurke, Balsambirne, Goya, Bitterkürbis und Carillafrucht. Sein Extrakt senkt den Blutzuckerspiegel. (Quelle: bdspn/Getty Images)

Das Gewächs Momordica charantia, die Bittermelone oder Bittergurke, stammt aus China und Indien und hat einen hervorragenden Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel – es senkt ihn. In vielen asiatischen Ländern weiß man das längst. Unlängst haben deutsche Forscher die Wirksamkeit des Extraktes aus der Pflanze in einer wissenschaftlichen Studie belegt. Und die ist beachtlich.

Die runzelige Kürbispflanze wird bereits in der traditionellen asiatischen Medizin zur Behandlung von Diabetes mellitus verwendet. Die Früchte werden unreif geerntet und sind in vielen asiatischen Ländern, aber auch in einigen Ländern Afrikas, Südamerikas und der Karibik verbreitet. Dort genießt man sie auch als Gemüse in vielen Gerichten.

Jetzt könnte die Bittermelone auch in Deutschland ein Erfolg werden. Denn Wissenschaftler vom Institut für Ernährungswissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen haben die Auswirkungen des Gemüses auf Menschen mit Diabetes vom Typ 2 im Frühstadium untersucht. Die Probanden mit sogenanntem Prädiabetes bekamen das Extrakt der Bittermelone.

Infolgedessen senkte sich ihr Nüchternblutzucker erheblich – das ist der Blutzuckerwert nach achtstündiger Nahrungspause. Die Prädiabetiker, die an der Studie teilgenommen haben, benötigen bislang noch keine Medikamente. 

Starke Effekte auf Blutzuckerspiegel bei Diabetikern erwartet

Die Effekte dürften bei Menschen, die bereits an Diabetes mellitus erkrankt sind, noch deutlich stärker ausfallen, erklären die Wissenschaftler um Studienleiter Prof. i. R. Dr. Michael Krawinkel. Demnach ergab die Studie folgendes: Der Effekt auf den Nüchternblutzucker falle umso größer aus, je höher der Ausgangswert ist. Für die Gruppe der Diabetiker lasse sich daher ein noch stärkerer Effekt erwarten, als er bei den Prädiabetikern beobachtet werden konnte.

Ursache für den positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel seien mehrere Komponenten der Bittergurke, heißt es. Vor allem die in der Frucht vorkommenden Phytosterine – das sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe – wird eine blutzuckersenkende Wirkung zugeschrieben. Diese pflanzlichen Bestandteile erfüllen wichtige Funktionen im menschlichen Stoffwechsel, etwa als Bausteine von Hormonen. Die Ergebnisse der Studie sind im Journal of Ethnopharmacology erschienen.

Bittermelone als günstige Alternative zu Diabetesmedikamenten

Durchgeführt wurde die Studie in einer Klinik in Tansania, denn in Drittweltländern mit unzureichender medizinischer Versorgung wäre die Pflanze eine günstige Alternative zu teuren Präparaten zur Diabetestherapie. Ein Prädiabetes könnte durch die Einnahme des Extraktes aus der Bittermelone zurückgedrängt werden, sodass die Zuckerkrankheit nicht fortschreitet.

Der Bittermelone werden als Heilpflanze eine Reihe von gesundheitsfördernden Effekten nachgesagt, etwa bei Verstopfung, Magen- und Leberbeschwerden sowie bei viralen Infekten. 

Für Prädiabetiker liegt es nun nahe, sich ein Nahrungsergänzungsmittel mit Konzentrat aus der Bittermelone zu kaufen. Aber leider ist noch nicht klar, ob die auf dem Markt erhältlichen Nahrungsergänzungsmittel hoch genug dosiert sind, um einen Effekt zu haben. Vor allem Menschen mit Diabetes vom Typ 2 sollten sich immer mit ihrem behandelnden Arzt beraten, ob gegebenenfalls eine ergänzende Behandlung mit Bittermelone-Präparaten in Frage kommt.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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