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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was hilft bei Neurodermitis am Auge?

Von Lydia Klöckner

Aktualisiert am 14.12.2021Lesedauer: 7 Min.
Augen reinigen: Menschen mit Neurodermitis sollten ihre Augen zweimal am Tag von Schmutz und Sekret befreien.
Augen reinigen: Menschen mit Neurodermitis sollten ihre Augen zweimal am Tag von Schmutz und Sekret befreien. (Quelle: busracavus/getty-images-bilder)
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Ekzeme um die Augen, BindehautentzĂĽndungen, sich lichtende Brauen: Neurodermitis kann auch das Auge betreffen. Hier erfahren Sie, was dann zu tun ist und von welchen Hausmitteln Sie lieber die Finger lassen sollten.

Das Wichtigste im Ăśberblick


  • So äuĂźert sich Neurodermitis um die Augen
  • Lidrand- und BindehautentzĂĽndungen durch Neurodermitis
  • Neurodermitis am Auge: Behandlung und Hausmittel
  • Welche Augencreme bei Neurodermitis?

Neurodermitis (atopische Dermatitis) zeigt sich keineswegs immer nur am Körper, auf der Kopfhaut oder auf den Wangen. Die Augenpartie kann ebenfalls betroffen sein: Studien zufolge haben zwischen 20 und 42 von 100 Menschen mit Neurodermitis auch Hautprobleme im Bereich der Augen.


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Frau kratzt sich am Arm: Hilfe bei Hautkrankheiten: Ein Salzwasserbad kann bei Neurodermitis oder eine Schuppenflechte Linderung schaffen. Der hohe Mineralstoff- und Salzgehalt wirken EntzĂĽndungen und Juckreiz entgegen, so dass sich die Haut wieder entspannen kann.
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Bei 20 bis 68 von 100 erkrankten Personen gehen die Entzündungen ins Auge über und verursachen Bindehautentzündungen. Diese lassen sich zunächst kaum von "normalen" Bindehautentzündungen unterscheiden.

Sie sind aber meist hartnäckiger und treten immer wieder neu auf. Da dadurch früher oder später auch die Hornhaut Schaden nehmen kann, ist eine rechtzeitige Behandlung wichtig.

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So äußert sich Neurodermitis um die Augen

Bei Neurodermitis befindet sich die Haut in einem ständigen Kampf, sie ist immerzu entzündet. Diese chronischen Entzündungsprozesse ereignen sich auch in der Haut der Augenlider. Anzeichen dafür sind:

  • zusätzliche Falten an den unteren Augenlidern, meist unter beiden Augen
  • unscharf begrenzte gerötete und meist juckende Ekzeme um die Augen herum, häufig in Verbindung mit einer Schwellung der Augenlider
  • AusdĂĽnnen ("sich Lichten") der Augenbrauen nach auĂźen hin

Da die Entzündungen – wenn überhaupt – immer nur vorübergehend abklingen, hinterlässt die Erkrankung mit der Zeit deutliche Spuren in der Haut: Diese wird dicker, weniger geschmeidig und schuppig.

Nicht immer ist es Neurodermitis

Für Ekzeme an den Augen kann es allerdings auch andere Erklärungen geben. Häufiger als eine Neurodermitis steckt eine Kontaktallergie dahinter, also eine allergische Abwehrreaktion, zum Beispiel gegen Inhaltsstoffe von Augentropfen, Pflegeprodukten oder Kosmetika.

In diesem Fall erholt sich die Haut an den Augenlidern meist schnell wieder, sobald sie nicht mehr mit dem problematischen Stoff in BerĂĽhrung kommt.

Eine Neurodermitis am Auge lässt sich dagegen nicht allein durch den Verzicht auf Kosmetika oder Augentropfen in den Griff bekommen. Zwar haben die Betroffenen häufig auch Allergien. Die allergieauslösenden Stoffe (Allergene) können die Ekzeme auch verschlimmern. Sie sind aber nicht deren einzige Auslöser.

Bei einer Neurodermitis reagiert die Haut empfindlich auf verschiedenste Einflüsse, die sich – anders als ein einzelnes Allergen – nicht ohne weiteres meiden lassen. Zu diesen sogenannten Triggern zählen unter anderem

  • Sonnenlicht,
  • Hitze und Kälte,
  • Rauch und
  • Stress.

Neurodermitis löst somit meist hartnäckigere Hautprobleme aus als eine Kontaktallergie. Zudem beginnt letztere meist recht plötzlich im Erwachsenenalter, während sich eine Neurodermitis oftmals schon in jungen Jahren entwickelt.

Letztlich kann allerdings nur eine Ärztin oder ein Arzt beurteilen, welche Erkrankung hinter den Ekzemen am Auge steckt. Der richtige Ansprechpartner ist in diesem Fall die Hautärztin oder der Hautarzt.

Lidrand- und BindehautentzĂĽndungen durch Neurodermitis

Die entzündlichen Prozesse, mit der Neurodermitis einhergeht, können sich auch auf die Lidränder und die Bindehaut erstrecken. Die Betroffenen neigen daher zu Lidrandentzündungen und Bindehautentzündungen, die bei ihnen oftmals schwerer verlaufen als bei Menschen ohne Neurodermitis.

Die Entzündungen beeinträchtigen die Drüsen in der Bindehaut und an den Lidrändern, also

  • die Becherzellen in der Bindehaut sowie
  • die TalgdrĂĽsen an den Lidrändern (Meibom-DrĂĽsen).

Normalerweise sorgen diese DrĂĽsen dafĂĽr, dass die Augen nicht austrocknen:

  • Die Becherzellen bilden Schleimstoffe, die das Wasser der TränenflĂĽssigkeit an der Augenoberfläche binden.
  • Die Meibom-DrĂĽsen sondern ein fettiges Sekret ab, welches sich ĂĽber den wässrigen Tränenfilm legt und verhindert, dass dieser verdunstet.

Funktionieren die Drüsen nicht mehr richtig oder sterben sie sogar ab, hat das verheerende Folgen für das Auge. Der Tränenflüssigkeit mangelt es dann an Schleimstoffen und sie wird dünnflüssig und instabil. Der schützende Fettfilm bekommt Lücken, wodurch die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunsten kann.

All das mündet schnell in einen Teufelskreis. Denn die Trockenheit führt zum einen dazu, dass sich die Betroffenen ständig die Augen reiben und dabei immer wieder Keime, Reizstoffe und Allergene ins Auge tragen.

Zum anderen sind die Augen durch die Trockenheit schlechter vor solchen EinflĂĽssen und Eindringlingen geschĂĽtzt, sodass diese rasch zur Gefahr werden. Daher kommt es leicht zu Infektionen mit Bakterien oder Viren und zu allergischen Reaktionen. Beides kann die EntzĂĽndung weiter verschlimmern.

Auf Dauer drohen dann im schlimmsten Fall bleibende Schäden an den Augenlidern und an der Bindehaut. Die Lidhaut wird dicker und gröber und die Bindehaut kann vernarben. Zudem können Schäden am Auge selbst entstehen – genauer gesagt: an der Hornhaut. Je nach Ausmaß können sich diese auch auf das Sehvermögen auswirken.

So hat sich gezeigt, dass Menschen mit Neurodermitis anfälliger für verschiedene Augenerkrankungen sind, zum Beispiel für

  • einen Keratokonus, bei dem sich die Hornhaut immer weiter ausdĂĽnnt und vorwölbt,
  • Netzhautablösungen und
  • Tumoren an der Augenoberfläche.

Sonderfall Dupilumab-Nebenwirkungen

Nicht immer fĂĽhrt die Neurodermitis selbst zu den EntzĂĽndungen am Auge. Es gibt auch ein Neurodermitis-Medikament, das als Nebenwirkung Lidrand- und BindehautentzĂĽndungen hervorrufen kann: Dupilumab.

Dieser Wirkstoff wird als Spritze verabreicht und ist seit 2017 für die Behandlung von Neurodermitis zugelassen. Zum Einsatz kommt er normalerweise nur bei Menschen, die unter sehr stark ausgeprägten Ekzemen leiden, welche sich durch andere Maßnahmen nicht ausreichend unter Kontrolle bringen lassen.

Neurodermitis am Auge: Behandlung und Hausmittel

Wer Anzeichen für eine Neurodermitis bei sich entdeckt, sollte diese ärztlich abklären lassen. Bei Ekzemen auf den Augenlidern kann eine Hautärztin oder ein Hautarzt weiterhelfen. Zeichnet sich ab, dass bereits das Auge selbst betroffen ist, sollte die oder der Betroffene zur Augenärztin oder zum Augenarzt.

Die Behandlung richtet sich dann nach den Beschwerden. Akute Ekzeme an den Augenlidern lassen sich durch Salben mit entzĂĽndungshemmenden Wirkstoffen lindern, wie zum Beispiel niedrig dosiertes Kortison oder Ciclosporin.

Darüber hinaus sollte die oder der Erkrankte seine Augen möglichst vor reizenden Stoffen wie Konservierungsmitteln, Farb- und Duftstoffen schützen. Diese können in Make-up, Augencremes, Shampoos und Produkten zur Gesichtsreinigung stecken, aber auch in bestimmten Augentropfen und Pflegemitteln für Kontaktlinsen.

Behandlung von Lidrand- und BindehautentzĂĽndungen

Bei Entzündungen am Lidrand und der Bindehaut gestaltet sich die Behandlung oft schwierig. Bisher ist nicht ausreichend erforscht, welche Mittel und Maßnahmen diese Art von Entzündungen am Auge wirksam und schnell lindern können. Darum erfordert die Therapie meist viel Geduld.

Im besten Fall wird der Körper selbst mit der Entzündung fertig. Um ihn dabei zu unterstützen, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert:

  • SchĂĽtzen Sie Ihre Augen vor allergieauslösenden und reizenden Stoffen.
  • Tragen Sie statt Kontaktlinsen lieber eine Brille.
  • Gegen die Trockenheit und Juckreiz können vorĂĽbergehend Gele oder Tränenersatzmittel ohne Konservierungsstoffe helfen.
  • Verwenden Sie – nach RĂĽcksprache mit der Ă„rztin oder dem Arzt – antiallergische Augentropfen. Allergieauslöser wie Pollen sind zwar nicht die eigentliche Ursache der EntzĂĽndung, können diese aber verstärken.
  • Reinigen Sie Ihre Augenlider zweimal täglich grĂĽndlich von Schmutz, Sekret und Verkrustungen.

Zur Reinigung der Lider und Lidränder eignen sich feuchte Wattestäbchen oder -pads. Manchmal empfehlen Ärztinnen und Ärzte auch warme Kompressen: Dazu wird ein sauberer Waschlappen mit warmem Wasser befeuchtet und für etwa fünf bis zehn Minuten auf die Augen gelegt. Anschließend werden die Lidränder und Lider mit einem Wattestäbchen vorsichtig abgerieben.

Wichtig: Für jedes Auge ein neues Wattestäbchen verwenden und jedes Wattestäbchen nur einmal verwenden!

Stellt die Ärztin oder der Arzt fest, dass ein bakterieller Infekt die Entzündung verstärkt, können Salben mit keimtötenden Wirkstoffen (Antibiotika) zur Besserung beitragen. Wenn kein Infekt vorliegt, nützen Antibiotika hingegen nichts.

Bei schweren Entzündungen kommen zur Therapie eventuell auch Augentropfen oder Tabletten mit Ciclosporin in Frage. Das ist ein Wirkstoff, der das Immunsystem dämpft und somit Entzündungen lindern kann. Da er Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Probleme und Missempfindungen mit sich bringt, sollte er aber nur bei starken Beschwerden verordnet werden. Zur Dauertherapie ist er nicht geeignet.

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Manchmal führen die Entzündungen – gerade, wenn sie länger bestehen – zu dauerhaften Verformungen an den Lidern und Schäden an der Hornhaut. In diesem Fall können auch chirurgische Eingriffe nötig sein.

Welche Hausmittel gibt es?

Bekannte Hausmittel gegen Neurodermitis am Auge – und auch andere Arten von Entzündungen am Auge – sind Kompressen mit Kamillentee oder schwarzem Tee. Ob sie helfen oder die Beschwerden womöglich sogar verstärken können, ist aber bisher nicht wissenschaftlich untersucht. Empfehlen lassen sie sich daher nicht.

Von Kamillentee am Auge sollten Betroffene vorsichtshalber lieber die Finger lassen, weil es Hinweise gibt, dass er allergische Reaktionen hervorrufen kann. Diese können wiederum die Entzündungen verschlimmern.

Welche Augencreme bei Neurodermitis?

Bei Neurodermitis trocknet die Haut sehr schnell aus, was ihre Barriere schwächt und sie empfindlicher auf Reize reagieren lässt. Das wiederum begünstigt akute Entzündungsschübe mit Ekzemen.

Cremes können dabei helfen, die Haut feucht zu halten und somit zum Schutz vor neuen Schüben beitragen. Das Problem ist, dass viele Cremes selbst reizende Stoffe wie Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe enthalten.

In Drogerien und Apotheken gibt es auch Cremes und Augencremes, die ohne diese Stoffe auskommen. Diese mĂĽssen nicht hochpreisig sein. Eine bessere Orientierung bietet das Logo des Deutschen Allergie- und Asthmabunds: Damit werden Produkte gekennzeichnet, die frei von bekannten Reizstoffen und Allergenen sind.

Ein Garant für die Verträglichkeit ist das Logo allerdings auch nicht. Denn Menschen mit Neurodermitis reagieren sehr individuell auf verschiedene Substanzen und Reize. Daher müssen die Betroffenen in der Regel zunächst einige Produkte ausprobieren, bevor sie eines finden, mit dem sie gut zurechtkommen.

In Apotheken gibt es auch Augensalben mit Dexpanthenol zu kaufen, die gegen die Ekzeme helfen sollen. In einer kleinen Studie fanden sich tatsächlich Hinweise darauf, dass diese bei leichter bis mittelschwerer Neurodermitis tatsächlich zuträglich sein könnten.

Da an der Studie aber nur 26 Kinder teilnahmen und es Kritik an den Methoden gab, ist auf das Ergebnis nur bedingt Verlass. Hinzu kommt, dass in vielen dieser Augensalben Wollwachs steckt, was Allergien auslösen kann. Uneingeschränkt empfehlenswert sind sie daher auch nicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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