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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was Durchblutungsstörungen im Kopf anrichten können

Von Andrea Goesch

Aktualisiert am 26.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Durchblutungsstörungen im Gehirn können zu SchlaganfĂ€llen und Sehstörungen fĂŒhren.
Durchblutungsstörungen im Gehirn können zu SchlaganfĂ€llen und Sehstörungen fĂŒhren. (Quelle: koya79/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wenn die Blutversorgung zwischen Herz und Kopf gestört ist, kann das schwere gesundheitliche SchĂ€den zur Folge haben und im schlimmsten Fall zum Schlaganfall fĂŒhren. Erste Symptome wie Schwindel, Konzentrationsprobleme und Sprachstörungen werden oft zu spĂ€t erkannt.

Das Wichtigste im Überblick


  • Symptome fĂŒr eine Durchblutungsstörung im Gehirn
  • Ursachen fĂŒr eine gestörte Durchblutung im Kopf
  • Behandlung: Welche Methoden gibt es?
  • Durchblutungsstörung: So beugen Sie vor

Durchblutungsstörungen im Kopfbereich sind hĂ€ufig die Folge von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und GefĂ€ĂŸverkalkungen (Arteriosklerose). Da sich die GefĂ€ĂŸe meist ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg verschließen, werden die ersten Anzeichen einer Durchblutungsstörung oft nicht ernst genommen oder falsch gedeutet.


Durchblutungsstörungen in Kopf, Beinen, HÀnden: Das sollten Sie wissen

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Durchblutungsstörungen der Arme und Beine
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  • Arteriosklerose: Symptome, Ursachen und Behandlung

Symptome fĂŒr eine Durchblutungsstörung im Gehirn

Wird der Kopf nicht ausreichend durchblutet, kommt es in bestimmten Arealen des Gehirns zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Diese kann sich auf unterschiedliche Art zeigen. Folgende Beschwerden und Symptome können auftreten:

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  • Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstörungen
  • Schwindel, Übelkeit und Erbrechen
  • Störungen des Sehvermögens
  • Konzentrationsprobleme
  • GedĂ€chtnisstörungen
  • TaubheitsgefĂŒhl in Armen und Beinen
  • LĂ€hmungen im Bereich des Gesichts, der Arme und Beine
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Schmerzen im Bereich der Nackenmuskulatur

Akute und chronische Störung der Durchblutung

Da Durchblutungsstörungen an den verschiedensten Stellen im Gehirn auftreten und sowohl vorĂŒbergehend als auch chronisch sein können, Ă€ußern sich die Symptome unterschiedlich. Bei chronischen Mangeldurchblutung (IschĂ€mie) im Gehirn ist vor allem die GedĂ€chtnisleistung in Mitleidenschaft gezogen. Sie kann zu einer vaskulĂ€ren Demenz fĂŒhren.

Vorboten eines Schlaganfalls

Eine akute Durchblutungsstörung im Gehirn fĂŒhrt dagegen meist zu Empfindungs- und Wahrnehmungsstörungen. Die Beschwerden dauern wenige Minuten bis zu einigen Stunden an und werden als transitorische ischĂ€mische Attacken (TIA) bezeichnet. Da sie oft Vorboten eines Schlaganfalls sind, sollten sie dringend von einem Arzt abgeklĂ€rt werden.

Ursachen fĂŒr eine gestörte Durchblutung im Kopf

Wenn das Gehirn unzureichend mit Blut und Sauerstoff versorgt wird, liegt meist eine Verengung der GefĂ€ĂŸe vor. Die hĂ€ufigste Ursache hierfĂŒr ist eine Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose). Dabei lagern sich bestimmte Stoffe in die Arterienwand ein und verstopfen die GefĂ€ĂŸe. Im schlimmsten Fall kommt es dabei zu einem GefĂ€ĂŸverschluss (Embolie), der einen Schlaganfall auslöst. Auch Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern) können die Durchblutung des Gehirns beeintrĂ€chtigen und zu Sauerstoffmangel fĂŒhren.

Möglich ist auch, dass GefĂ€ĂŸentzĂŒndungen im Gehirn, bedingt durch Medikamente oder Drogenkosum, eine Durchblutungsstörung auslösen. DarĂŒber hinaus kann ein Aneurysma (Aussackung eines BlutgefĂ€ĂŸes) im Bereich des Gehirns eine Minderdurchblutung verursachen. Es birgt zudem die Gefahr zu reißen und schwere Blutungen in der SchĂ€delhöhle hervorzurufen. Möglich ist auch, dass Verspannungen der HalswirbelsĂ€ule, die sich meist in Schmerzen im Nacken zeigen, die Durchblutung des Kopfes stören. In seltenen FĂ€llen ist eine angeborene Fehlbildung der BlutgefĂ€ĂŸe die Ursache fĂŒr Durchblutungsstörungen im Gehirn.

Behandlung: Welche Methoden gibt es?

Die Therapie einer Durchblutungsstörung im Gehirn hĂ€ngt davon ab, welche Ursachen zugrunde liegen und welche Organe betroffen sind. Entscheidend ist außerdem, ob es sich um einen medizinischen Notfall (Schlaganfall) handelt oder ob die Durchblutungsstörungen lĂ€nger bestehen.

Da die Ursachen fĂŒr einen gestörten Blutfluss sehr vielfĂ€ltig sind, muss die Behandlung in enger Abstimmung mit dem Neurologen, Kardiologen und gegebenenfalls auch GefĂ€ĂŸspezialisten erfolgen. Soweit sich keine Verengungen der GefĂ€ĂŸe nachweisen lassen, werden meist Medikamente zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes (sogenannte BlutverdĂŒnner) zum Einsatz kommen. Wenn ein Blutgerinnsel die GefĂ€ĂŸe verstopft oder die HalsgefĂ€ĂŸe zu stark verengt sind, muss möglicherweise auch operiert werden.

Durchblutungsstörung: So beugen Sie vor

Durchblutungsstörungen im Kopf stehen in den meisten FÀllen im Zusammenhang mit dem individuellen Lebensstil. Damit es erst gar nicht zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn kommt, sollten Sie folgende Risikofaktoren meiden:

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • unausgewogene ErnĂ€hrung
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Erhöhte Blutzuckerwerte (Diabetes Mellitus)

Das Risiko fĂŒr Durchblutungsstörungen steigt mit zunehmendem Alter. Denn die GefĂ€ĂŸe verlieren an ElastizitĂ€t und können sich verengen. Unter den 60- bis 70-JĂ€hrigen hat jeder Zehnte eine Durchblutungsstörung. Umso wichtiger ist es, auf eine gesunde Lebensweise mit regelmĂ€ĂŸgem Sport, ausgewogener ErnĂ€hrung und Rauchverzicht zu achten. Auf diese Weise können Sie auch Arteriosklerose vorbeugen.

Durchblutungsstörung in Ohren und Augen

Wenn der Blutfluss zwischen Herz und Kopf gestört ist, kann es auch zu Durchblutungsstörungen im Ohr kommen. Dort sind die Arterien, die die Zellen des Ohres mit Sauerstoff versorgen, verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig klein. Durchblutungsstörungen werden daher sehr frĂŒh wahrgenommen, beispielsweise in Schwindelsymptomen. Es kann aber auch zu Tinnitus oder dem kompletten Ausfall des Hörsinnes kommen, was als Hörsturz bezeichnet wird. Ebenso können Verletzungen den Blutfluss des Ohres blockieren.

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Durchblutungsstörungen in den Augen, bei denen meist die Netzhaut (Retina) oder der Sehnerv betroffen sind, Ă€ußern sich in einer rapiden Verschlechterung des Sehvermögens und Sehstörungen. Da die Nervenzellen im Auge ohne Blut- und Sauerstoffversorgung nur rund eine Stunde ĂŒberleben, muss medizinisch schnell gehandelt werden. Sonst drohen schwere SehschĂ€den, die bis zur Blindheit fĂŒhren können. Wichtig ist, die Ursache der Erkrankung (meist Diabetes oder Bluthochdruck) zu behandeln, damit sich die GefĂ€ĂŸe nicht verschließen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Geraldine Nagel
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