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Arteriosklerose: So tückisch sind verkalkte Adern


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Verkalkte Adern: So tückisch ist Arteriosklerose

t-online, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 09.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Verengte Gefäße: Bei der Arteriosklerose kann das sauerstoffreiche Blut nicht mehr gut transportiert werden.
Verengte Gefäße: Bei der Arteriosklerose kann das sauerstoffreiche Blut nicht mehr gut transportiert werden. (Quelle: HYWARDS/getty-images-bilder)
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Bei einer Verstopfung der Adern im Zuge einer Arteriosklerose drohen Herzinfarkt und Schlaganfall. Das Tückische: Die Gefäßveränderungen merkt man nicht.

Arteriosklerose beschreibt den Abnutzungsprozess der Gefäße und ist ein Sammelbegriff für Störungen, die mit einer Verhärtung und Verdickung der Arterienwand einhergehen. Bei der Arterienverkalkung, wie Arteriosklerose auch genannt wird, lagern sich im Laufe von Jahrzehnten Einlagerungen in und Ablagerungen an den Gefäßwänden ab. Diese Plaques bestehen zum Großteil aus Kalk und Fett.

Verkalkte Arterien tun nicht weh

Verengen sich die Arterien so stark, dass der Blutfluss beeinträchtigt ist, sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Folge. Ist der Blutfluss komplett blockiert, droht, abhängig vom Ort des Verschlusses, unter anderem ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Angaben der Deutschen Gefäßliga e.V. zufolge leiden in Deutschland vier Millionen Menschen an den krankhaften Gefäßveränderungen – nur bei jedem Dritten ist die Arteriosklerose diagnostiziert.

Wie es um die eigenen Arterien bestellt ist, kann man ohne ärztliche Untersuchungen nicht feststellen. Verkalkte Gefäße schmerzen nicht und machen sich zu Beginn auch nicht auf andere Weise bemerkbar. Treten die ersten Beschwerden auf, ist der Verlauf der Arteriosklerose bereits deutlich fortgeschritten.


Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Die sieben größten Herzsünden

Nikotin: Rauchen ist Gift fürs Herz, denn es begünstigt die Gefäßverkalkung. Wer vom blauen Dunst loskommt, kann sein Arteriosklerose-Risiko jedoch schnell senken: Bereits ein Jahr nach dem Rauchstopp ist es nur noch halb so hoch, wie die Deutsche Herzstiftung informiert.
Fleisch: Eine einseitige Ernährung ohne Obst und Gemüse erhöht das Risiko für einen Kalium- oder Magnesiummangel. Langfristig können Herzrhythmusstörungen die Folge sein. Viel Kalium liefern etwa Bananen und Kartoffeln. Magnesium kommt besonders reichhaltig in Hülsenfrüchten vor.
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Warnzeichen für Arteriosklerose

Am Herzen macht die Gefäßverengung durch Angina pectoris auf sich aufmerksam. Die Durchblutungsstörung des Herzens äußert sich durch wiederkehrende Brustschmerzen, besonders bei Belastung. Verstopft das Gefäß komplett, kommt es zum Herzinfarkt.

Im Gehirn verursacht Arteriosklerose im fortgeschrittenen Stadium oftmals zuerst einen "kleinen" Schlaganfall. Bei der Transitorisch Ischämischen Attacke, kurz TIA, tritt die Mangeldurchblutung im Gehirn nur kurzzeitig und unvollständig auf. Die Symptome einer TIA sind die gleichen wie bei einem "richtigen" Schlaganfall. Sie verschwinden im Laufe einer Stunde aber wieder. Doch auch der "kleine" Schlaganfall ist ein Notfall: Bei etwa 40 Prozent der Schlaganfall-Patienten geht die Transistorische Ischämische Attacke einem "richtigen" Schlaganfall voraus. Dieser tritt häufig in den kommenden drei Tagen nach der TIA auf.

Wiederkehrende Schmerzen in den Beinen weisen ebenfalls auf Durchblutungsstörungen hin. Eine weitere Folgeerkrankung der Arteriosklerose ist das "Raucherbein".

Eine Spätfolge der Arteriosklerose ist der Tod

Laut Berufsverband der Deutschen Internisten e.V. stellt die Arteriosklerose die Ursache für die Mehrzahl der Todesfälle in der westlichen Welt dar. In Deutschland weise etwa jeder fünfte Patient über 65 Jahren erste eindeutige Veränderungen in den Arterien auf, womit entsprechende Symptome noch nicht unbedingt verbunden seien.

Wenig Bewegung, Übergewicht, eine fett- und zuckerreiche Ernährung, Rauchen, Alkohol und Stress zählen zu den Risikofaktoren für arteriosklerotische Veränderungen, denn sie begünstigen Bluthochdruck, Diabetes und hohe Cholesterinwerte – und mit ihnen auch Entzündungsreaktionen im Körper, die den Verschleiß der Arterien vorantreiben und sie starrer, dicker und anfälliger machen.

Nicht beeinflussbare Faktoren sind genetische Einflüsse sowie das Geschlecht. Bis zu den Wechseljahren sind Frauen dank der weiblichen Geschlechtshormone recht gut geschützt.

Beschädigte Zellwände ziehen Ablagerungen an wie ein Magnet

Die Gefäßveränderungen entstehen an den Stellen, an denen die schützende Membran (Endothel) durch

  • eine ungünstige Blutzusammensetzung,
  • lokalen Sauerstoffmangel,
  • Bluthochdruck,
  • Wirbel im Blutstrom

beschädigt wurde. Die Arterien verengen sich zunehmend und die Durchblutung der von ihnen versorgten Organe und Körperteile wird zunehmend erschwert.

Nach der Plaque-Ruptur kommt das Gerinnsel

Reißt eine Plaque auf, sprechen Mediziner von Plaque-Ruptur. Dann bilden sich an der betroffenen Stelle Blutgerinnsel (Thromben), die das Gefäß vollständig verschließen können. Dabei kann das Blutgerinnsel sowohl zu einer plötzlichen Verlegung des örtlichen Gefäßes (akuter Gefäßverschluss) führen als auch mit dem Blutstrom verschleppt werden und an anderer Stelle ein Gefäß verstopfen (Embolie).

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Deutsche Gefäßliga
  • internisten-im-netz.de
  • Dr. med. Arne Schäffler (Hrsg.): Gesundheit heute. Krankheit, Diagnose, Therapie. Das Handbuch für Schulmedizin, Naturheilkunde und Selbsthilfe.
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Von Andrea Goesch
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