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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

KĂ€se schĂŒtzt die GefĂ€ĂŸe vor SchĂ€den durch zu viel Salz

Von Andrea Goesch

24.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Forscher vermuten, dass Antioxidantien in KĂ€se die GefĂ€ĂŸe und das Herz auf natĂŒrliche Weise schĂŒtzen.
Forscher vermuten, dass Antioxidantien in KĂ€se die GefĂ€ĂŸe und das Herz auf natĂŒrliche Weise schĂŒtzen. (Quelle: Magone/getty-images-bilder)
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Gute Nachrichten fĂŒr KĂ€seliebhaber: Laut einer neuen Studie an der Pennsylvania State University (USA) gibt es ein einfaches Mittel, um den negativen Auswirkungen eines hohen Salzkonsums entgegenzuwirken: KĂ€se essen. Das schont die GefĂ€ĂŸe, senkt das Risiko fĂŒr Bluthochdruck und bewahrt auf diese Weise vor gefĂ€hrlichen Herzkrankheiten.

Der menschliche Körper braucht Salz, um seine Funktionen aufrecht zu halten. Ein Zuviel ist jedoch schĂ€dlich. Denn hoher Salzkonsum treibt den Blutdruck in die Höhe, schadet den BlutgefĂ€ĂŸen, begĂŒnstigt Herzerkrankungen und kann sogar zu Demenz fĂŒhren. Allerdings ist es gar nicht so einfach, sich salzarm zu ernĂ€hren. Denn Salze sind reichlich in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten. Meist nehmen wir viel zu viel davon zu uns, ohne es zu wissen.

Kochsalz, auch Natriumchlorid genannt, ist ein wichtiger Mineralstoff fĂŒr den Körper. Er sollte jedoch nur in geringen Mengen verzehrt werden. Experten empfehlen, nicht mehr sechs Gramm Salz pro Tag zu sich zu nehmen. Das entspricht etwa einem Teelöffel. Die meisten Deutschen ĂŒberschreiten diese Menge jedoch.

Bessere Werte nach KÀse-DiÀt

Wie die amerikanische Studie zeigt, lassen sich die negativen EinflĂŒsse des Salzes auf natĂŒrliche Weise abmildern. Ein Forscherteam unter der Leitung von Billie Alba analysierte die Daten von elf gesunden Erwachsenen, die jeweils acht Tage lang verschiedene ErnĂ€hrungsplĂ€ne befolgten. Diese waren entweder salzarm und frei von Milchprodukten, salzarm und kĂ€sereich, salzreich und frei von Milch oder salzreich mit viel KĂ€se. Am Ende jeder Phase kehrten die Probanden fĂŒr Tests ins Labor zurĂŒck. Dort wurden ein Check der BlutgefĂ€ĂŸe, Blutdruckmessungen und Urinproben durchgefĂŒhrt.

Bei den Teilnehmern, die sich salzreich ohne KĂ€se ernĂ€hrt hatten, zeigten sich Funktionsstörungen der GefĂ€ĂŸe und Bluthochdruck. Bei denjenigen, die einer salz- und kĂ€sereichen DiĂ€t gefolgt waren, waren die Werte unauffĂ€llig. Daraus folgerten die Forscher, dass KĂ€se eine gewisse Schutzwirkung auf die BlutgefĂ€ĂŸe haben muss.

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NatĂŒrlicher GefĂ€ĂŸschutz durch Antioxidantien

Die Forscher erklĂ€ren das PhĂ€nomen folgendermaßen: Große Salzmengen erzeugen im Körper MolekĂŒle, die fĂŒr BlutgefĂ€ĂŸe gefĂ€hrlich sind. Scheinbar jedoch können bestimmte Milchprodukte wie KĂ€se diese MolekĂŒle neutralisieren, so dass sie keinen Schaden mehr anrichten können. Welcher Mechanismus genau dahinter steckt, ist noch unklar. Die Forscher vermuten jedoch, dass die Antioxidantien im KĂ€se eine wichtige Rolle spielen.

Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die dem Körper im Kampf gegen freie Radikale helfen und auf diese Weise Krankheiten vorbeugen. Freie Radikale sind instabile MolekĂŒle, denen ein Elektron, also ein negativ geladenes Teilchen, fehlt. Sie greifen Zellen und GefĂ€ĂŸe an und können sogar Krebs verursachen.

Vermutet wird weiterhin, dass die Peptide ein, die bei der Verdauung von Milcheiweißen gebildet werden, eine SchlĂŒsselrolle spielen. Sie hĂ€tten eine antioxidative Wirkung und könnten die BlutgefĂ€ĂŸe vor Ă€ußeren SchĂ€den bewahren, heißt es in einer Pressemeldung der UniversitĂ€t.

Mehr Essgenuss, weniger Risiken?

"Die Integration von Milchprodukten wie KĂ€se könnte eine alternative Strategie sein, um das Herz-Kreislauf-Risiko zu reduzieren und die GefĂ€ĂŸgesundheit zu verbessern", sagt Studienleiterin Alba. Auf diese Weise könnten schmackhafte Lebensmittel mit höherem Salzgehalt ohne negative gesundheitlichen Auswirkungen konsumiert werden.

  • Blutdruck natĂŒrlich senken: Tipps und Tricks

Allerdings seien weitere Studien notwendig, um den gesundheitsfördernden Effekt von Molkereiprodukten genauer zu erforschen. DarĂŒber hinaus sollte bedacht werden, das die Studie mit nur elf Probanden relativ klein angelegt ist. Somit lĂ€sst sie nur in begrenztem Maße SchlĂŒsse zu und kann keine allgemeinen ErnĂ€hrungsempfehlungen aussprechen. Daher gilt weiterhin die Regel, sich salzarm zu ernĂ€hren und auf Fast Food und Fertiggerichte möglichst zu verzichten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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