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Herzinfarkt kann sich über mehrere Tage entwickeln


Alarmsignale erkennen  

Herzinfarkt kann sich über mehrere Tage entwickeln

Von Melanie Weiner

29.09.2019, 10:24 Uhr
Herzinfarkt kann sich über mehrere Tage entwickeln. Mann mit Schulterschmerzen: Auch untypische Symptome können einen Herzinfarkt andeuten. (Quelle: Getty Images/Motortion)

Mann mit Schulterschmerzen: Auch untypische Symptome können einen Herzinfarkt andeuten. (Quelle: Motortion/Getty Images)

Ein Herzinfarkt tritt meist plötzlich auf. Doch viele Patienten wissen nicht, dass sich die Anzeichen über Stunden oder Tage aufbauen können – und nicht immer schmerzt die Brust.

Akute Schmerzen in der Brust gelten als typisches Alarmsignal für einen Herzinfarkt. Doch etwa ein Drittel der Betroffenen haben beim Infarkt keine Brustschmerzen. Stattdessen verspüren sie andere Symptome, die sich im Laufe der Zeit verstärken.

"Vor einem Herzinfarkt haben viele Betroffene Warnsymptome. Auch haben viele Betroffene untypische Beschwerden, die einen an eine Herzkranzgefäßerkrankung nicht denken lassen und daher fehlgedeutet werden", informiert die Deutsche Herzstiftung.

Unspezifische Anzeichen für einen Herzinfarkt sind:

  • Kurzatmigkeit
  • Schwäche- und Schwindelgefühl
  • Müdigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Verdauungsstörungen
  • Muskelschmerzen
  • Kribbeln in den Fingern
  • Kieferschmerzen
  • Nackenschmerzen
  • Bauch- oder Rückenschmerzen
  • Schmerzen an den Armen

Dass die Anzeichen für einen allmählich einsetzenden Herzinfarkt oft nicht als solche interpretiert werden, ist gefährlich. Viele Patienten gehen von einem Virus aus und denken nicht an einen medizinischen Notfall.

"Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung liegt beim Patienten"

Der Deutschen Herzstiftung zufolge ist es besonders wichtig, über den schrittweisen Symptombeginn aufzuklären. Ordnen Betroffene schnell und richtig die Beschwerden dem Herzen und nicht dem Bauch oder Rücken zu, führt das schneller zur Entscheidung, sofort den Notarzt zu rufen.

"Der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung liegt beim Patienten und seinen Angehörigen. Je eher wir einen Infarktpatienten in der Klinik behandeln, desto mehr Herzmuskel und damit Pumpkraft des Herzens erhalten wir", so Ärzte der Stiftung.

Fatal seien Zeitverluste von Stunden oder gar Tagen aufgrund vermeidbarer Fehler der Patienten – Abwarten oder Scheu vor Fehlalarm zum Beispiel.

Nehmen Sie daher die Warnzeichen ernst, wenn Sie sie verspüren und/oder wissen, dass Sie zur Risikogruppe zählen. Vor allem Menschen mit Diabetes, Verwandten mit Herzkrankheiten und Raucher sollten die abweichenden Warnsignale kennen.

Verwendete Quellen:

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