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Zysten am Eierstock: Symptome, Ursachen und Behandlung

Etwa jede zehnte Frau betroffen  

Zysten am Eierstock bleiben oft unbemerkt – ist das gefährlich?

06.07.2020, 16:58 Uhr | mwe, t-online.de

Zysten am Eierstock: Symptome, Ursachen und Behandlung. Unterleibsschmerzen: Wenn Zysten sehr groß werden, können sie Schmerzen verursachen. (Quelle: Getty Images/bymuratdeniz)

Unterleibsschmerzen: Wenn Zysten sehr groß werden, können sie Schmerzen verursachen. (Quelle: bymuratdeniz/Getty Images)

Eierstockzysten können bei jeder Frau im geschlechtsreifen Alter entstehen. Meist werden sie zufällig bei einer gynäkologischen Untersuchung entdeckt – doch nicht immer sind sie harmlos.

Bei den meisten Frauen verursachen Eierstockzysten keine Beschwerden. Es können aber auch Unterleibsschmerzen und andere Symptome wie Übelkeit oder unregelmäßige Monatsblutungen auftreten. Bei welchen Symptomen Sie einen Arzt aufsuchen sollten, erfahren Sie hier.

Was sind Eierstockzysten?

Eierstockzysten – Mediziner sprechen von Ovarialzysten – sind Blasen an den Eierstöcken oder an der Gebärmutter, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.

Wie entstehen Zysten an den Eierstöcken?

Bei jeder geschlechtsreifen Frau können sich Zysten an den Eierstöcken bilden. Meist treten sie in Verbindung mit hormonellen Veränderungen auf, also kurz nach der Pubertät oder vor den Wechseljahren. Das ist kein Zufall, denn sie entstehen häufig als Produkt des Eisprungs oder aber wenn dieser aufgrund von Störungen im Hormonhaushalt einmal ausbleibt.

Auch hormonelle Erkrankungen wie etwa das polyzystische Ovarialsyndrom (auch PCO-Syndrom oder PCOS) können die Ursache für eine Zystenbildung sein. Beim PCOS leiden Betroffene unter einem unregelmäßigen Menstruationszyklus, einer zunehmend männlichen Körperbehaarung und Veränderungen der Körperstatur. Grund dafür ist eine Überproduktion von männlichen Hormonen.

Manche Frauen neigen offenbar auch genetisch bedingt zu Zysten.

Welche Beschwerden können sie verursachen?

Kleine Eierstockzysten verursachen nur selten Schmerzen. Erreicht die Zyste jedoch eine gewisse Größe, kann sie auf das umliegende Gewebe oder auf Organe drücken. Betroffene klagen dann häufig über Krämpfe oder ein Ziehen im Unterleib. Weitere Symptome, die eine Eierstockzyste hervorrufen kann, sind:

  • Rückenschmerzen
  • unregelmäßige oder starke Menstruationsblutungen
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Stuhlunregelmäßigkeiten wie Durchfall oder Verstopfung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Übelkeit, Schwindel
  • schnelle Gewichtszunahme

Bei starken oder langanhaltenden Schmerzen sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Können Zysten bösartig sein?

Eierstockzysten sind in in den meisten Fällen gutartig. Es kann aber gerade bei Frauen ab 40 Jahren vorkommen, dass das Zystengewebe bösartig ist. Eierstockkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung, die Frauen betrifft – nach dem Brustkrebs.

"Deshalb ist es empfehlenswert, Eierstockzysten ab dem 40. Lebensjahr oder wenn sie Beschwerden verursachen oder größer werden immer ärztlich abklären zu lassen", sagt Dr. med. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte.

Ultraschallbild: Oft werden Zysten am Eierstock bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt entdeckt. (Quelle: imago images/Niehoff)Ultraschallbild: Oft werden Zysten am Eierstock bei einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt entdeckt. (Quelle: Niehoff/imago images)

Wie werden Eierstockzysten behandelt?

Die Behandlung der Eierstockzyste ist abhängig von ihrer Art und Größe. In den meisten Fällen bilden sich Zysten spontan ohne Behandlung zurück oder sie platzen, was normalerweise keine ernsthaften Folgen nach sich zieht. Es sollte jedoch immer eine Nachkontrolle mittels Ultraschall stattfinden.

Treten Beschwerden auf oder ist die Zyste besonders groß, kann der Frauenarzt eine Hormontherapie verschreiben. Bösartige Zysten hingegen müssen operativ entfernt werden.

Was ist, wenn eine Zyste platzt?

Wenn eine Zyste platzt, kann dies als plötzlicher Schmerz zu spüren sein – meist ist dieser aber ungefährlich. In seltenen Fällen kann dabei ein Blutgefäß des Eierstockes so einreißen, dass eine Bauchspiegelung zur Blutstillung notwendig wird.

Lässt sich eine erneute Zystenbildung verhindern?

"Es kommt darauf an, was die Ursache für die Zystenbildung ist. Wenn eine hormonelle Erkrankung die Ursache ist, wie etwa PCOS, dann kann die erfolgreiche Behandlung der Krankheit zu einem Rückgang der Zystenbildung führen", erklärt Dr. Albring. Bei der angeborenen Neigung zu Zysten ist die erneute Zystenbildung nicht verhinderbar.

Können Frauen trotz Zyste am Eierstock schwanger werden?

"Eine einzelne Zyste verringert nicht die Möglichkeit, schwanger zu werden", sagt Dr. Albring. Nur Frauen, die unter vielen Eierstockzysten, dem PCO-Syndrom oder Endometriose leiden, haben es mitunter schwerer, schwanger zu werden.

Verwendete Quellen:
  • Berufsverband der Frauenärzte e.V.
  • Frauenärzte im Netz: Eierstockzyste
  • gesundheitsinformation.de
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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