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Corona Impftermin Hessen: Anmeldung, Hotline und wichtige Infos

Infos, Anmeldung und Durchführung  

Impftermin Hessen: Wann und wo kann ich mich impfen lassen?

24.02.2021, 09:12 Uhr | ag, t-online

Corona Impftermin Hessen: Anmeldung, Hotline und wichtige Infos. Ampullen mit Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: Getty Images/style-photography)

Ampullen mit Covid-19-Impfstoff: Die Corona-Impfungen finden in regionalen Impfzentren statt. Die Terminvergabe erfolgt nach einem vom Gesundheitsministerium festgelegten Prioritätenprinzip. (Quelle: style-photography/Getty Images)

Die Impfzentren in Hessen haben am 19. Januar ihre Arbeit aufgenommen. Wie in allen Bundesländern erhalten zunächst Menschen, die nach der Einstufung der Bundesregierung zur Personengruppe mit "höchster Priorität" zählen, eine Impfung gegen das Coronavirus. 

Hier erhalten Sie einen Überblick, wer zur Prioritätengruppe gehört, wie die Terminvergabe in Hessen erfolgt und wie die Impfung abläuft.

Prioritäten beim Impftermin: Wer wird wann geimpft?

Wer wann geimpft wird, ist in Hessen wie in allen Bundesländern nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums (Corona-Impfverordnung; CoronaImpfV) festgelegt, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (StIKo) beim Robert Koch-Institut basiert.

Die Reihenfolge beim Impftermin richtet sich nach einer Priorisierung von Personengruppen, die ein hohes Erkrankungsrisiko haben oder einen Kontakt zu Risikopatienten haben. Eine Auflistung der Priorisierung der Personengruppen finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

In der ersten Phase können sich nur Personen, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehören, anmelden. Hierzu gehören:

  • Menschen, die über 80 sind.
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind oder selbst behandelt werden.
  • Personen, die bei ambulanten Pflegediensten arbeiten und regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, Hierzu gehören Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, ambulante Palliativstationen oder Impfzentren.
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht (beispielsweise Krebs- oder Transplantationspatienten).

Wie werde ich benachrichtigt?

Alle hessischen Bürgerinnen und Bürger, die über 80 Jahre und älter sind, haben bereits eine schriftliche Benachrichtigung erhalten. Mit dem Schreiben informiert die Landesregierung darüber, wie sie ihren persönlichen Termin für die kostenlose Corona-Schutzimpfung vereinbaren können. Erst- und Zweitimpfung finden im selben Impfzentrum statt. 

Anmeldung: Hotline für den Impftermin

Für die telefonische Vergabe der Impftermine hat die Regierung eine zentrale Hotline eingerichtet. Seit dem 12. Januar ist eine Anmeldung zur Corona-Impfung unter der bundesweiten Hotline 116 117 möglich. Daneben gibt es eine weitere Telefonnummer, unter der Menschen aus Hessen einen Termin buchen können. Die Nummer der regionalen Hotline lautet 0611 - 505 92 888 und ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar. 

Die Terminvergabe wird  auf postalischem Weg bestätigt. Der Brief enthält weitere Unterlagen, unter anderem ein Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung. Mittlerweile können in Hessen auch Paartermine gebucht werden. Konkret kann nun ein Paar in einem Buchungsvorgang zwei Impftermine innerhalb eines Zeitraums von 30 Minuten erhalten. Das war bislang technisch nicht möglich.

Impftermin online beantragen

Neben der telefonischen Anmeldung zum Impftermin besteht auch die Möglichkeit, sich online einen Impftermin für die erste und zweite Corona-Impfung im jeweils zuständigen Impfzentrum zu reservieren. Die Anmeldung erfolgt auf folgenden Internetseiten: www.impfterminservice.de  oder www.impfterminservice.hessen.de. Bei der Online-Terminvergabe bekommen Sie Ihre Terminbestätigung per E-Mail zugesandt. 

Da das Land Hessen, neue Impfstofflieferungen erhalten hat, können über 80-Jährige, die bereits einen Impftermin vereinbart haben, diesen jetzt auch vorverlegen. Das teilte das Innen- und Sozialministerium mit. Bürger, die einen Termin zur Erstimpfung nach dem 22. März haben, können daher auf einen vorgezogenen Termin umbuchen, telefonisch oder online.

Achtung: Impftermine für die zweite Priorisierungsgruppe
Seit dem 23.2. können sich auch Angehörige der zweiten Priorisierungsgruppe für eine Corona-Impfung anmelden. Zu der Gruppe gehören unter anderem Senioren ab 70 Jahren, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und medizinisches Personal. Die Impfungen dieser Gruppe, zu der nach Schätzungen der Landesregierung etwa 1,5 Millionen Menschen zählen, sollen ab dem 5. März beginnen. 

Sonderregelungen in Pflegeeinrichtungen 

Menschen, die 80 Jahre oder älter sind und in einem Seniorenheim leben, müssen keinen Termin über die genannten Telefonnummern oder Internetseiten vereinbaren. Bei ihnen erfolgt die Impfung direkt in der Einrichtung durch ein mobiles Impf-Team. Bei Fragen zu den Terminen wenden sich Betroffene oder deren Angehörige direkt an die Pflege- und Einrichtungsleitung.

Senioren, die zu Hause leben, aber gesundheitlich nicht in der Lage sind, ein Impfzentrum aufzusuchen, können sich auch zu Hause impfen lassen. Die mobilen Teams der Landkreise und kreisfreien Städte, die aktuell noch in den Alten- und Pflegeheimen im Einsatz sind, sollen zukünftig auch Hausbesuche durchführen. Wann genau dieser Service startet und Impftermine für zu Hause vergeben werden, ist jedoch noch ungewiss.

Liste der Impfzentren in Hessen

Aus logistischen Gründen ist die Impfung ausschließlich in dem Landkreis/der kreisfreien Stadt vorgesehen, in der Sie wohnhaft sind. In Hessen gibt es 28 regionale Impfzentren. Für diese Landkreise sind folgende Impfzentren verantwortlich.

  • Alsfeld: Vogelsberg-Kreis
  • Bad Homburg: Hoch-Taunuskreis
  • Bensheim: Kreis Bergstraße
  • Büdingen: Wetteraukreis
  • Darmstadt: Stadt Darmstadt
  • Calden: Kreis Kassel
  • Eltville am Rhein: Rheingau-Taunus-Kreis
  • Erbach: Odenwaldkreis
  • Eschwege: Werra-Meißner-Kreis
  • Frankfurt: Stadt Frankfurt
  • Fritzlar: Schwalm-Eder-Kreis
  • Fulda: Landkreis Fulda
  • Gelnhausen: Main-Kinzig-Kreis
  • Groß-Gerau: Kreis Groß-Gerau
  • Hanau: Main-Kinzig-Kreis
  • Hattersheim, Heusenstamm
  • Heuchelheim: Wetteraukreis
  • Heusenstamm: Kreis Offenbach
  • Kassel: Stadt Kassel
  • Korbach: Kreis Waldeck-Frankenberg
  • Lahnau: Lahn-Dill-Kreis
  • Limburg: Kreis Limburg-Weilburg
  • Marburg: Kreis Marburg-Biedenkopf
  • Offenbach: Stadt Offenbach
  • Pfungstadt: Kreis Darmstadt-Dieburg
  • Reinheim: Kreis Darmstadt-Dieburg
  • Rotenburg an der Fulda: Kreis Hersfeld-Rotenburg
  • Wiesbaden: Stadt Wiesbaden

Wenn alle Impfzentren von Montag bis Sonntag 7 bis 22 Uhr Uhr geöffnet sind, können im Schnitt rund 1.000 Menschen täglich pro Impfzentrum geimpft werden.

Mit dem Taxi ins Impfzentrum? 

Menschen über 80, die zur höchsten Priorisierungsstufe gehören, und weder mit öffentlichen Verkehrsmitteln noch dem eigenen Auto ein Impfzentrum aufsuchen können und niemanden haben, der helfen könnte, können lokale Fahrdienste in Anspruch nehmen. Einige Städte und Gemeinden in Hessen bieten hierzu einen extra organisierten Fahr-Service für Senioren an. 

Auch eine Anfahrt mit dem Taxi ist möglich. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist in der Regel der Erstattungsanspruch für sogenannte Krankenfahrten gegenüber der eigenen Krankenkasse. Sollten Taxifahrten zum Impfzentrum und zurück nicht von der Kasse übernommen werden, besteht auch die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch andere Stellen. Eine einheitliche, landesweite Regelung wird derzeit noch diskutiert und wird bis dahin je nach Einzelfall entschieden. Die Stadt Frankfurt zahlt beispielsweise allen über 80-Jährigen die Taxifahrt zum Impfzentrum.

Welche Unterlagen zum Impftermin mitbringen?

In den hessischen Impfzentren gelten die bekannten AHA+L-Regeln zum Schutz vor Corona. Dazu gehört, ausreichend Abstand zu halten, die Hygieneregeln zu befolgen und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das gilt auch für Angehörige oder Betreuer, die die Impfberechtigten begleiten.

Folgende Dokumente werden zur Impfung benötigt: 

  • Personalausweis
  • Arbeitsbescheinigung für alle, die im Gesundheits- und Pflegedienst arbeiten
  • nach Möglichkeit einen Impfpass (falls Sie keinen besitzen, erhalten Sie eine Bestätigung in Papierform)
  • Krankenversicherungskarte
  • Terminbestätigung
  • Einwilligungsbogen und Aufklärungsmerkblatt

Ablauf: So wird die Impfung durchgeführt

Die Impfung wird durch geschultes medizinisches Fachpersonal durchgeführt und im Impfpass mit der Chargennummer des Impfstoffs eingetragen. Das eigentliche Impfen geht sehr schnell und dauert nur wenige Minuten. In einem gesonderten Wartebereich bleiben Sie zur Sicherheit noch etwa 15 bis 30 Minuten unter medizinischer Beobachtung.

Einschließlich einzuplanender Wartezeiten, eines ärztlichen Aufklärungsgesprächs und der Nachbeobachtungszeit wird der Impfvorgang in der Regel etwa eine Stunde in Anspruch nehmen.

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► Impftermine in Thüringen


Welche Impfstoffe sind derzeit zugelassen?

In Deutschland sind derzeit drei verschiedene Impfstoffe zugelassen und werden verimpft. Ende letzten Jahres wurde der Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen. Am 7. Januar folgte der Impfstoff von Moderna. Die genannten Impfstoffe sind sogenannte mRNA-Impfstoffe. Sie enthalten keine Elemente des Virus, sondern nur Informationen aus dessen DNA. Auf dieser Basis entwickeln die körpereigenen Zellen die gewünschte Immunität.

Ende Januar erhielt außerdem der Impfstoff von Astrazeneca die Zulassung. Er gehört zur Gruppe der Vektor-Impfstoffe. Seine Wirkung beruht auf der Verabreichung von abgeschwächten und somit harmlosen Viren, auf die der Körper mit der Bildung eines Immunschutzes reagiert. Der Impfstoff von Astrazeneca wird in Deutschland nur an Menschen unter 65 Jahren verimpft.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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