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FĂŒr wen eignet sich der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson?

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 02.06.2021Lesedauer: 5 Min.
Corona-Impfstoff: Das PrĂ€parat von Johnson & Johnson könnte im FrĂŒhjahr in der EU zugelassen werden.
Corona-Impfstoff: Das PrĂ€parat von Johnson & Johnson könnte im FrĂŒhjahr in der EU zugelassen werden. (Quelle: Michael Ciaglo/Getty Images)
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Der Corona-Impfstoff von J&J erreicht immer mehr Hausarztpraxen. Bekommen kann ihn jeder, doch nicht fĂŒr alle Menschen wird er empfohlen. Ein Überblick zu Wirksamkeit und VertrĂ€glichkeit.

Das Wichtigste im Überblick


Bundesweit wird nun auch der Einmal-Impfstoff von Johnson & Johnson eingesetzt. Die EU-Kommission hatte dem Vakzin bereits am 11. MĂ€rz eine Zulassung ab 18 Jahren erteilt. Warum das Mittel jedoch nicht fĂŒr jeden empfohlen wird und warum eine einzelne Dosis fĂŒr den Immunschutz ausreicht, beantwortet t-online.


Corona-Impfstoffe im Vergleich: Wie wirksam sind sie?

In der EU zugelassen sind bislang vier PrÀparate: die Corona-Impfstoffe von Biontech /Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Doch wie wirksam sind die Mittel im Vergleich?
Astrazeneca: Nach Herstellerangaben schĂŒtzt der Impfstoff zu 76 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen. Gegen schwere Covid-Erkrankungen sei der Impfstoff zu 100 Prozent wirksam, erklĂ€rte das Unternehmen.
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Was empfiehlt die Stiko?

Die StĂ€ndige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff von Johnson & Johnson fĂŒr Menschen ab 60 Jahre – so wie auch den Impfstoff von Astrazeneca. Wie es in dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz heißt, nehmen die Ministerinnen und Minister "die berichteten FĂ€lle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson" ernst. Die Stiko habe vor diesem Hintergrund die Empfehlung einer Verimpfung des PrĂ€parats "fĂŒr Personen im Alter > 60" vorgeschlagen.

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Dennoch kann sich jeder, der möchte, damit impfen lassen. Eine Priorisierung gibt es bei beiden Vakzinen nicht mehr. Wenn sich unter 60-JĂ€hrige fĂŒr Johnson & Johnson entscheiden, sollen eine Ă€rztliche AufklĂ€rung und individuelle Risikoanalyse stattfinden. HausĂ€rzte kennen ihre Patienten und deren Krankheitsgeschichte in der Regel am besten, sodass sie Impfwillige eingehend beraten können.

FĂŒr wen eignet sich also Johnson & Johnson?

Prinzipiell kann jeder eine Impfung mit Johnson & Johnson erhalten, wenn das Mittel beim Arzt verfĂŒgbar ist und die Risikoanalyse es zulĂ€sst.

Aufgrund der Einmaldosis ist der Impfstoff insbesondere fĂŒr schwer greifbare Personen geeignet. Experten raten nach Angaben des SWR dazu, ihn Menschen zu verabreichen, die selten zum Arzt gehen oder womöglich den zweiten Termin verpassen könnten. Zu dieser Gruppe zĂ€hlen beispielsweise Obdachlose und DrogenabhĂ€ngige. Mehrere BundeslĂ€nder haben die bisher wenigen verfĂŒgbaren Dosen deshalb mithilfe mobiler Impfteams an diese Gruppe verimpft.

Warum wurde der Einsatz des Impfstoffs vorĂŒbergehend gestoppt?

In den USA traten nach der Impfung mit J&J FĂ€lle von Hirnvenenthrombosen bei jĂŒngeren geimpften Personen auf. Deswegen wurde der Einsatz des Impfstoffs vorĂŒbergehend ausgesetzt. Die europĂ€ische Arzneimittelbehörde Ema erklĂ€rte daraufhin, dass in die Liste der "sehr seltenen" Nebenwirkungen bei dem J&J-Vakzin Blutgerinnsel aufgenommen werden. Die Ema betonte zugleich, dass die Vorteile des Vakzins dessen Risiken ĂŒberwiegen.

Die Entscheidung der Stiko, Johnson & Johnson für Personen ab einem Alter von 60 Jahren zu empfehlen, wurde dabei auf Grundlage von US-amerikanischen Daten getroffen. Für Deutschland bzw. Europa liegen bislang keine Daten vor, da der Impfstoff hier erst seit Kurzem und nur in kleinen Mengen zur Anwendung gekommen ist.

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Welche Wirkungsweise hat das Vakzin?

Wie beim Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca und dem russischen Vakzin Sputnik V handelt es sich bei dem Mittel von Johnson & Johnson um einen Vektorvirenimpfstoff. Dabei wird als Vektor ein sogenanntes Adenovirus genutzt. Dieses löst normalerweise eine gewöhnliche ErkÀltung aus, wurde jedoch so verÀndert, dass es sich nicht vermehren kann.

Über den Vektor werden genetische Anweisungen an die Zellen ĂŒbermittelt, ein bestimmtes Protein des Covid-19-Erregers SARS-CoV-2 zu produzieren. Auf diese Weise wird das Immunsystem auf die BekĂ€mpfung des echten Coronavirus vorbereitet.

Wie wirksam ist der Impfstoff?

Laut Robert Koch-Institut (RKI) hat der J&J-Impfstoff nach der empfohlenen einmaligen Impfdosis eine Wirksamkeit von etwa 65 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung in allen Altersgruppen und eine Wirksamkeit von etwa 75 Prozent gegen schwere VerlÀufe. Das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, war bei den geimpften Personen um 65 Prozent geringer als bei den nicht geimpften Personen.

Gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung, zum Beispiel mit Atemversagen, schĂŒtzte die Impfung zu etwa 75 Prozent und gegen eine coronabedingte Einweisung ins Krankenhaus zu etwa 80 Prozent.

Insgesamt zeigt der Impfstoff von Johnson & Johnson demnach eine hohe Wirkung, wenn auch etwas weniger als die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. Gegen neue Varianten von SARS-CoV-2 erwies sich der Impfstoff ebenfalls als wirksam.

Corona-Impfstoff: Das PrĂ€parat von Johnson & Johnson könnte im FrĂŒhjahr in der EU zugelassen werden.
Corona-Impfstoff: Das PrĂ€parat von Johnson & Johnson könnte im FrĂŒhjahr in der EU zugelassen werden. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)

Warum genĂŒgt bei J&J eine Dosis?

Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis fĂŒr den vollstĂ€ndigen Impfschutz aus. Damit unterscheidet sich das Mittel von den anderen bislang in der EU zugelassenen Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Woran liegt das?

Als der Impfstoff entwickelt wurde, war es nicht das Ziel, ein Mittel zu schaffen, bei dem eine Impfung ausreicht. Doch schon in den frĂŒhen Studienphasen zeigte das Vakzin nach einer Dosis eine so gute Wirksamkeit, dass bei den folgenden Studien mit mehr Probanden weiterhin besonders die Wirkung nach einer Einzeldosis untersucht wurde.

Klar ist laut SWR, dass Vektorimpfstoffe grundsÀtzlich nach der ersten Dosis eine höhere Wirksamkeit haben als mRNA-Impfstoffe. Das könnte daran liegen, dass Vektorimpfstoffe aufgrund ihrer Wirkungsweise das Immunsystem schneller auf das Coronavirus trainieren können als die mRNA-Impfstoffe.

Ab wann wirkt der Impfschutz?

Der Impfschutz setzt nicht sofort nach der Impfung ein, sondern erst nach ungefĂ€hr zwei Wochen. Wie lange er anhĂ€lt, ist derzeit noch nicht bekannt. Es wird sich auch erst in den kommenden Monaten zeigen, ob eine Auffrischungsimpfung notwendig ist und wenn ja, wann und fĂŒr wen.

Welche Nebenwirkungen traten bisher auf?

Wie bei jeder Impfung können auch nach der Covid-19-Impfung mit Johnson & Johnson Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten. Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden in den Zulassungsstudien am hÀufigsten leichte Beschwerden beobachtet. Dazu zÀhlen:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • MĂŒdigkeit
  • SchwĂ€che oder Unwohlsein
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen oder Gelenkschmerzen
  • Übelkeit
  • Fieber
  • SchĂŒttelfrost

Diese Nebenwirkungen traten demnach hÀufiger bei jungen als bei Àlteren Menschen auf.

Sehr seltene Nebenwirkungen, die bei weniger als einer von 10.000 geimpften Personen gemeldet wurden, waren schwere FĂ€lle von Thrombosen (etwa Hirnvenenthrombosen oder arterielle Thrombosen). Diese gingen mit einem Mangel an BlutplĂ€ttchen einher und betrafen jĂŒngere Erwachsene – vermehrt Frauen. In den USA fĂŒhrten wenige FĂ€lle zu tödlichen VerlĂ€ufen.

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Von der US-amerikanischen sowie der europÀischen Zulassungsbehörde wurde daher ein entsprechender Warnhinweis in die Fachinformationen zu diesem Impfstoff aufgenommen.

Johnson & Johnson meldete zudem mindestens einen Fall eines anaphylaktischen Schocks, einer schweren allergischen Reaktion. Sie wurde in SĂŒdafrika registriert. Diese Nebenwirkung trat in seltenen FĂ€llen auch bei den Corona-Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer auf.

Wo kann ich eine Impfung mit J&J erhalten?

Die Priorisierung fĂŒr das PrĂ€parat von Johnson & Johnson in Arztpraxen und bei BetriebsĂ€rzten ist aufgehoben. Wenn Sie sich mit dem Vakzin impfen lassen möchten, sollten Sie sich an Ihren Haus- oder Facharzt wenden. Ob die Impfung mit diesem Mittel vertretbar ist, entscheidet letztlich der Arzt.

Bislang wurde nur wenig J&J-Impfstoff nach Deutschland geliefert. GrĂ¶ĂŸere Mengen sollen aber noch im Juni eintreffen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen verimpft das Vakzin bereits primĂ€r in FlĂŒchtlings- und Obdachloseneinrichtungen. Dies soll laut Angaben des Gesundheitsministeriums in NRW auch so bleiben – trotz der Aufhebung der Priorisierung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
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