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Trotz Lockdown in England: Corona-Infektionszahlen steigen weiter

Studie zeigt  

Corona-Fallzahlen in England sinken trotz Lockdown nicht

22.01.2021, 10:02 Uhr | dpa

Trotz Lockdown in England: Corona-Infektionszahlen steigen weiter. Lockdown in England: Studienergebnisse zeigen, dass die in Großbritannien entdeckte Virus-Variante schneller übertragen wird. (Quelle: imago images/ZUMA Wire)

Lockdown in England: Studienergebnisse zeigen, dass die in Großbritannien entdeckte Virus-Variante schneller übertragen wird. (Quelle: ZUMA Wire/imago images)

Wie bereits im Frühjahr 2020 befindet sich nahezu ganz Europa im Lockdown. So auch Großbritannien. Eine Studie zeigt jetzt jedoch, dass die Einschränkungen nicht so wirken, wie erhofft. 

Trotz des Lockdowns in Großbritannien nimmt die Zahl der Corona-Infektionen einer neuen Studie zufolge nicht ab, sondern hat zuletzt sogar noch zugelegt. Demnach wurde im größten Landesteil England zwischen dem 6. und 15. Januar jeder 63. Mensch positiv getestet, wie die Forscher des Imperial College London mitteilten. Das waren 50 Prozent mehr als Anfang Dezember. Die Wissenschaftler werteten nach eigenen Angaben Abstriche von etwa 143.000 Menschen aus.

Bereits dritter Corona-Lockdown in Großbritannien 

"Während der ersten zehn Tage des dritten Covid-Lockdowns in England im Januar 2021 war die Verbreitung von SARS-CoV-2 ohne Anzeichen eines Rückgangs sehr hoch", betonten die Forscher.

Der Infektiologe Steven Riley sagte dem Sender Sky News zufolge, der Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen sei offenbar nicht so wirkungsvoll wie noch im Frühjahr 2020. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass die in Großbritannien entdeckte Virus-Variante schneller übertragen werde.

38.905 Neuinfektionen und viele Todesfälle

Nach Regierungsangaben hatte die Zahl der Neuinfektionen zuletzt abgenommen. Am 20. Januar wurden 38.905 neue Fälle gemeldet, deutlich weniger als in der Vorwoche. Allerdings war die Zahl der Todesfälle zuletzt stark gestiegen, auf den Tagesrekord von 1.820 am 20. Januar.

Die Forscher erklären sich die Unterschiede in den Zahlen damit, dass die Regierungsangaben von Tests aus der Zeit nach Weihnachten stammen. Ihre eigenen Untersuchungen seien aber vom Januar, als die Menschen nach den Feiertagen wieder mehr unterwegs waren. Aus der Regierung hieß es Medienberichten zufolge, die Studie spiegele nicht die Auswirkungen des Lockdowns wider.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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