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Ab wann ist man ein Hypochonder?

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 10.06.2021Lesedauer: 3 Min.
Krankheitsangst: Bei Hypochondrie, die heutzutage meist als Krankheitsangststörung bezeichnet wird, handelt es sich um eine psychische Störung.
Krankheitsangst: Bei Hypochondrie, die heutzutage meist als Krankheitsangststörung bezeichnet wird, handelt es sich um eine psychische Störung. (Quelle: (Symbolbild) Black Lollipop/getty-images-bilder)
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GrĂŒbeln, testen und tasten: Menschen mit Krankheitsangst werden oft als Simulanten abgestempelt. Dabei ist das mehr als Befindlichkeit, sondern eine Störung – die sich gut behandeln lĂ€sst.

"Alles Einbildung", "Simulant" oder schlichtweg "Hypochonder", diese Begriffe bekommen sie an den Kopf geworfen. Wer Angst vor Krankheiten hat, muss sich von seinem Umfeld teilweise einiges anhören. Dabei gehört zur Wahrheit: Zwar haben Betroffene die gefĂŒrchteten Erkrankungen in der Regel nicht, gesund sind sie trotzdem oft nicht.


Depressionen: Zehn populĂ€re IrrtĂŒmer

Irrtum Nr. 1: Zu viel Stress macht despressiv. Das kann man pauschal nicht sagen. Große Belastungen zum Beispiel im Job können eine Depression zwar verstĂ€rken, allerdings sind die GrĂŒnde dafĂŒr vielschichtiger. Oft ist die Neigung zur Depression biologisch bedingt und wird durch schlechte Erfahrungen, etwa in der Kindheit, verstĂ€rkt.
Irrtum Nr. 2: Wer depressiv ist, begeht Selbstmord: Das stimmt so nicht. Nicht jeder, der depressiv ist, ist potentiell suizid-gefÀhrdet. Das hÀngt vom Schweregrad der Depression ab. Dennoch verÀndert die Depression das Denken des Betroffenen und die Sicht auf die Welt und sollte daher sehr ernst genommen werden.
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Was ist Hypochondrie?

Bei Hypochondrie, die heutzutage meist als Krankheitsangststörung bezeichnet wird, handelt es sich um eine psychische Störung, die den Alltag stark beeintrĂ€chtigt. Der Begriff Hypochonder werde inzwischen fast als Schimpfwort verwendet, erklĂ€rt Timo Slotta, Psychologischer Psychotherapeut an der Spezialambulanz fĂŒr Krankheitsangst an der UniversitĂ€t zu Köln.

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Um von seinem Umfeld als "Hypochonder" bezeichnet zu werden, reicht es meist schon, Sorgen oder Beschwerden zu Ă€ußern, die bei einer medizinischen Untersuchung dann nicht bestĂ€tigt werden.

Der eigene Körper unter stÀndiger Kontrolle

FĂŒr die tatsĂ€chliche Diagnose bedarf es etwas mehr: "Betroffene beschĂ€ftigen sich exzessiv damit, eine schlimme Erkrankung zu haben", sagt Slotta. "Meist geht es um Erkrankungen, die einen ĂŒber Monate oder Jahre hinweg sterben lassen können."

Sie gehen hĂ€ufig zum Arzt, grĂŒbeln, lesen viel zu dem Thema und betreiben sogenanntes Bodychecking. Das bedeutet, sie scannen zum Beispiel ihre Haut nach verdĂ€chtigen Flecken, Tasten sich so lange ab, bis es schmerzt, machen GleichgewichtsprĂŒfungen, oder messen oft ihren Blutdruck oder den Sauerstoffgehalt im Blut.

Sich ab und an vor bestimmten Symptomen erschrecken, ist dabei nicht das Problem, wie Slotta betont. Krankhaft wird es dann, wenn man es unbedingt abklÀren muss und der Alltag beeintrÀchtigt ist.

"Betroffene entwickeln ein Vermeidungsverhalten: Sie gehen nicht mehr zum Sport oder zur Arbeit", sagt Sabine Köhler. Sie ist Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher NervenĂ€rzte (BVDN) und arbeitet als FachĂ€rztin fĂŒr Psychiatrie und Psychotherapie in Jena. Hinzu kommt der zeitliche Aspekt: FĂŒr eine Diagnose mĂŒssen Betroffene mindestens ein halbes Jahr der Überzeugung sein, eine schwere Erkrankung zu haben. "Die Patienten weigern sich, die Diagnosefreiheit zu akzeptieren und schieben immer neue Untersuchungen an."

Die möglichen Ursachen der Angststörung

Warum manche Menschen eine derartige Angststörung entwickeln, ist noch nicht vollstĂ€ndig erforscht. Aber es gibt verschiedene Theorien. Womöglich spielen genetische EinflĂŒsse eine Rolle. Gleiches gilt fĂŒr den Erziehungsstil und frĂŒhe Erfahrungen mit Krankheiten. Auch eine unsichere Bindung zu den Eltern im ersten Lebensjahr kann zur Entstehung einer Krankheitsangststörung fĂŒhren.

Oft seien Menschen betroffen, in deren Umfeld sich schwere Erkrankungen hĂ€ufen, sagt Timo Slotta. Auch bestimmte Denkstile spielen eine Rolle: Menschen mit Krankheitsangststörung befĂŒrchten hĂ€ufig, durch ihre Gedanken oder ihr Verhalten die Entstehung von Krankheiten zu provozieren.

Die Schwierigkeit der Diagnose

Zwar gibt es fĂŒr die Diagnose festgelegte Kriterien. Sie zu stellen, ist aber nicht so einfach: "Es ist eine sehr versteckte Erkrankung", sagt Sabine Köhler. "Denn die Betroffenen drĂ€ngen zwar auf eine Diagnose, aber auf die einer körperlichen Erkrankung. Von einer psychischen Störung wollen viele nichts wissen."

Hier seien auch die HausĂ€rzte gefragt, so Köhler: Wer pro Quartal ohne deutliche BeeintrĂ€chtigung fĂŒnf unterschiedliche Überweisungen fĂŒr verschiedene fachĂ€rztliche Untersuchungen brauche, der könnte aus ihrer Sicht tatsĂ€chlich vielleicht eher einer psychiatrischen oder psychosomatischen Untersuchung zugefĂŒhrt werden und ist in einer psychotherapeutischen Behandlung womöglich gut aufgehoben

"Krankheitsangst ist gut behandelbar", sagt Timo Slotta. Zwischen zwei Drittel und vier FĂŒnftel der Betroffenen profitieren nach seinen Angaben von einer Psychotherapie, bei einer medikamentösen Behandlung ist es etwa die HĂ€lfte.

"Eine Psychotherapie ist belastend und anstrengend, keine Frage", sagt Slotta. Bei Medikamenten aber wirke die Behandlung nur so lange, wie man sie auch einnimmt. "Das ist bei Psychotherapie anders."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
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