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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Was hilft, wenn die vergrĂ¶ĂŸerte Prostata Beschwerden bereitet

Von Astrid Clasen

25.01.2022Lesedauer: 7 Min.
Mann mit Unterleibsbeschwerden
Eine ProstatavergrĂ¶ĂŸerung kann zu plötzlichem, unkontrollierbarem Harndrang und anderen Problemen beim Wasserlassen fĂŒhren. (Quelle: dragana991/getty-images-bilder)
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Prostatabeschwerden aufgrund einer Prostatahyperplasie zÀhlen zu den hÀufigsten gesundheitlichen Problemen bei Àlteren MÀnnern. Wie es dazu kommt und was sich dagegen tun lÀsst.

Das Wichtigste im Überblick


  • Definition: Was ist Prostatahyperplasie?
  • Prostatahyperplasie: Symptome
  • Prostatahyperplasie: Ursachen
  • Prostatahyperplasie: Therapie

Die Prostatahyperplasie ist weit verbreitet. Mit zunehmendem Alter sind immer mehr MĂ€nner betroffen: Von den unter 40-JĂ€hrigen haben nur rund 8 Prozent eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata, ums 50. Lebensjahr sind es bereits rund 50 Prozent – und bei MĂ€nnern ums 90. Lebensjahr sogar 90 Prozent.

Obwohl diese ProstatavergrĂ¶ĂŸerung gutartig ist, kann sie schwerwiegende Folgen haben. Erfahren Sie, welche das sind, fĂŒr wen ein erhöhtes Risiko besteht und ob Medikamente oder eine OP Abhilfe schaffen können.

Definition: Was ist Prostatahyperplasie?

Prostatahyperplasie ist definiert als eine VergrĂ¶ĂŸerung der Prostata, die dadurch zustande kommt, dass sich normale Prostatazellen vermehrt teilen. Da die VerĂ€nderung gutartig ist, lautet der vollstĂ€ndige Fachausdruck fĂŒr diese Art der ProstatavergrĂ¶ĂŸerung benigne Prostatahyperplasie – abgekĂŒrzt BPH.

Gut zu wissen
Eine gutartige ProstatavergrĂ¶ĂŸerung bedeutet kein erhöhtes Risiko fĂŒr Prostatakrebs.

FrĂŒher wurde die Prostatahyperplasie auch als Prostataadenom oder Prostatahypertrophie bezeichnet. Beide Begriffe sind aber eher unpassend fĂŒr die BPH, denn:

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  • Ein Adenom ist eine aus DrĂŒsengewebe entstandene, ursprĂŒnglich gutartige Geschwulst, die bösartig werden kann.
  • Hypertrophie beschreibt eine durch ZellvergrĂ¶ĂŸerung statt -vermehrung verursachte GrĂ¶ĂŸenzunahme eines Organs oder Gewebes.

Warum die vergrĂ¶ĂŸerte Prostata Probleme bereiten kann

Die Prostata – auch VorsteherdrĂŒse genannt – liegt im Becken des Mannes unterhalb der Harnblase und umgibt den oberen Teil der Harnröhre. Ist die Prostata deutlich vergrĂ¶ĂŸert, drĂŒckt sie auf die Blase und engt die Harnröhre ein. Das kann den Harnabfluss stören und somit verschiedene Beschwerden verursachen. In dem Fall liegt ein benignes Prostatasyndrom (BPS) vor.

Bei manchen MĂ€nnern bleibt jedoch selbst eine ausgeprĂ€gte ProstatavergrĂ¶ĂŸerung praktisch folgenlos, wĂ€hrend bei anderen bereits eine leicht vergrĂ¶ĂŸerte Prostata Probleme bereitet. Darum ist die benigne Prostatahyperplasie allein streng genommen keine Krankheit: Der Begriff beschreibt nur die GrĂ¶ĂŸenzunahme der Prostata. Diese gehört eigentlich zum ganz normalen Alterungsprozess des Mannes dazu.

Nach der PubertĂ€t hat die Prostata jahrelang eine ziemlich gleichbleibende GrĂ¶ĂŸe: Die Normwerte liegen bei etwa 20 bis 25 Kubikzentimetern (cm) beziehungsweise Millilitern (ml) Volumen. Das entspricht etwa der GrĂ¶ĂŸe einer Kastanie. Doch ungefĂ€hr ab dem 40. Lebensjahr setzt die altersbedingte ProstatavergrĂ¶ĂŸerung ein.

Die Prostata vergrĂ¶ĂŸert sich nun stetig: Ihr durchschnittliches Volumen betrĂ€gt bei 60-JĂ€hrigen MĂ€nnern etwa 30 cm, bei ĂŒber 75-jĂ€hrigen MĂ€nnern fast 40 cm. Von einer gutartigen ProstatavergrĂ¶ĂŸerung sprechen Fachleute ab einem Volumen von ĂŒber 30 cm.

Wenn die Prostatahyperplasie ĂŒberhaupt zu Beschwerden fĂŒhrt, dann meist erst nach dem 50. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter steigt jedoch das Risiko, dass die vergrĂ¶ĂŸerte Prostata Beschwerden verursacht.

Haben Sie Beschwerden, die auf eine ProstatavergrĂ¶ĂŸerung hindeuten? Hier können Sie es sofort testen.

Prostatahyperplasie: Symptome

Wenn die benigne Prostatahyperplasie Symptome verursacht, dann entwickeln sich diese normalerweise langsam ĂŒber mehrere Jahre. Besonders typisch fĂŒr eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata sind Probleme beim Wasserlassen.

Prostatahyperplasie
Die vergrĂ¶ĂŸerte Prostata kann den Harnfluss behindern, indem sie die Harnröhre einengt, sowie durch Druck auf die Blase Harndrang verursachen und die Blasenmuskeln schwĂ€chen. (Quelle: Newannyart/getty-images-bilder)

Diese Probleme entstehen entweder durch eine Reizung der Harnblase (sog. irritative Symptome) oder sind Anzeichen dafĂŒr, dass die ProstatavergrĂ¶ĂŸerung den Harnabfluss stört (sog. obstruktive Symptome). Zusammenfassen lassen sich solche Prostatabeschwerden als "Symptome des unteren Harntrakts" (auf Englisch: Lower Urinary Tract Symptoms, LUTS). Dazu gehören vor allem:

  • Drang zu hĂ€ufigem Wasserlassen, meist mit nur kleinen Harnmengen
  • vermehrter nĂ€chtlicher Harndrang
  • erschwerte gewollte Harnblasenentleerung
  • plötzlicher, unkontrollierbarer Harndrang
  • Startschwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Drang, beim Wasserlassen zu pressen
  • schwacher Harnstrahl
  • unterbrochener Harnstrahl (Harnstottern)
  • NachtrĂ€ufeln
  • verlĂ€ngerte Dauer der Blasenentleerung
  • GefĂŒhl, dass die Blase unvollstĂ€ndig entleert ist (RestharngefĂŒhl)
  • Harninkontinenz in Form von stĂ€ndigem Harntröpfeln ohne spĂŒrbaren Harndrang (durch chronisch unzureichende Entleerung der Harnblase mit hoher Restharnmenge)

Gut zu wissen
Zwar steckt hinter solchen Beschwerden bei MĂ€nnern in den allermeisten FĂ€llen eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata. Die Symptome können aber auch andere Ursachen haben – wie zum Beispiel eine Verengung der Harnröhre, eine nervlich (etwa durch multiple Sklerose) bedingte Blasenentleerungsstörung, eine chronische ProstataentzĂŒndung oder Prostatakrebs.

Mit der Zeit können bei einer gutartigen ProstatavergrĂ¶ĂŸerung zudem folgende Symptome beziehungsweise Komplikationen auftreten:

  • wiederholte Harnwegsinfekte
  • Unvermögen, die gefĂŒllte Harnblase spontan zu entleeren (Harnverhalt – in akuter Form ein medizinischer Notfall)
  • Blasensteine
  • sackartige AusstĂŒlpung der Harnblasenwand (Blasendivertikel)
  • Nierenversagen

Daneben kann eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata die Sexualfunktion beeintrĂ€chtigen: Manche MĂ€nner mit Prostatahyperplasie entwickeln Symptome einer erektilen Dysfunktion. Das heißt, sie sind ĂŒber mindestens ein halbes Jahr nicht in der Lage, eine fĂŒr einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen und aufrechtzuerhalten.

Doch nicht jeder Mann, dessen Prostata vergrĂ¶ĂŸert ist, verspĂŒrt auch Symptome. Eine gutartige ProstatavergrĂ¶ĂŸerung mit mittleren bis starken Beschwerden haben in Deutschland:

  • ca. 20 % der 50- bis 60-jĂ€hrigen MĂ€nner
  • ca. 40 % der ĂŒber 70-jĂ€hrigen MĂ€nner

Prostatahyperplasie: Ursachen

Praktisch alle MĂ€nner haben altersbedingt irgendwann eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata. Die Ursachen hierfĂŒr sind jedoch noch nicht abschließend geklĂ€rt. Darum lĂ€sst sich auch nicht genau sagen, warum sich die Prostata bei manchen MĂ€nnern stĂ€rker vergrĂ¶ĂŸert als bei anderen – oder warum zwischen dem Ausmaß von Prostatahyperplasie und Prostatabeschwerden oft kein Zusammenhang zu bestehen scheint.

Vermutlich ist es ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, das zur Entstehung der ProstatavergrĂ¶ĂŸerung fĂŒhrt. Als mögliche Ursachen fĂŒr das Wachstum der Prostata gelten vor allem altersbedingte VerĂ€nderungen der Geschlechtshormone (besonders Testosteron). Weitere Faktoren, die fĂŒr eine Prostatahyperplasie mitverantwortlich sein könnten, sind:

  • erhöhte AusschĂŒttung von Wachstumsfaktoren in der Prostata
  • UnterdrĂŒckung des programmierten Zelltods der Prostatazellen
  • zu starke Vermehrung von Prostatastammzellen
  • erbliche Veranlagung

Zudem gibt es mehrere Faktoren, die eine Prostatahyperplasie begĂŒnstigen können. Ein wichtiger Risikofaktor ist das Alter: Je Ă€lter ein Mann ist, desto wahrscheinlicher hat er eine vergrĂ¶ĂŸerte Prostata. Weitere Risikofaktoren sind:

‱ Adipositas, also starkes Übergewicht ab einem BMI von 30 (evtl. weil viele Betroffene eine erhöhte Östrogenkonzentration im Blut haben, was als Risikofaktor fĂŒr BHP gilt)
‱ Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit")
‱ hoher Alkoholkonsum
‱ Bewegungsmangel
‱ Produktion mĂ€nnlicher Geschlechtshormone (MĂ€nner, die kein Testosteron bilden, bekommen keine Prostatahyperplasie)

Prostatahyperplasie: Therapie

Bei der benignen Prostatahyperplasie zielt die Therapie darauf ab, Beschwerden zu lindern, die LebensqualitĂ€t zu verbessern und Komplikationen vorzubeugen. Ist der Leidensdruck durch die ProstatavergrĂ¶ĂŸerung gering, kann eine Ă€rztliche Behandlung auch erst einmal hinausgezögert werden – vorausgesetzt,

  • es sind bislang noch keine Komplikationen aufgetreten (wie Harnverhalt oder hĂ€ufige Harnwegsinfekte) und
  • das Risiko fĂŒr eine Verschlechterung der Beschwerden ist gering.

Diese Vorgehensweise nennt sich kontrolliertes Abwarten (engl. Watchful Waiting). Wer sich dazu entscheidet, sollte etwa einmal im Jahr zur Kontrolluntersuchung gehen. Ergibt die Untersuchung, dass das Volumen der Prostata ĂŒber 40 Milliliter oder der PSA-Wert ĂŒber 3,2 liegt, ist es ratsam, die ProstatavergrĂ¶ĂŸerung zu behandeln. Gleiches gilt, sobald sich die Beschwerden verschlimmern.

Was MÀnner selbst tun können

Kontrolliertes Abwarten ist bei einer Prostatahyperplasie mit milden Beschwerden normalerweise nur dann sinnvoll, wenn der Betroffene auch bereit oder in der Lage ist, selbst etwas dagegen zu tun. Um leichte Prostataprobleme in den Griff zu bekommen, raten Fachleute zu folgenden Maßnahmen:

  • FlĂŒssigkeitszufuhr regulieren. Betroffene sollten nicht mehr als anderthalb Liter am Tag trinken und die Trinkmenge gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber den Tag zu verteilen. (Achtung: Es ist trotzdem wichtig, insgesamt genug zu trinken – vor allem bei Durst.)
  • Lebensmittel, welche die Prostatabeschwerden verschlechtern können, nur in Maßen zu sich nehmen. Dazu gehören vor allem Alkohol, koffeinhaltige GetrĂ€nke wie Kaffee, grĂŒner oder schwarzer Tee sowie scharfe GewĂŒrze.
  • Mehrfach versuchen, Wasser zu lassen. Betroffene sollten nach dem Wasserlassen wenige Minuten warten und dann probieren, ob noch mehr Urin kommt. Falls ja, das Ganze noch mal wiederholen. So steigt die Chance, dass die Blase am Ende leer ist.
  • Harnröhre nach dem Wasserlassen ausstreichen. Dieses "Melken" kann helfen, dass kein Urin zurĂŒckbleibt.
  • Mit Blasentraining die SpeicherfĂ€higkeit der Blase verbessern. Das können Betroffene erreichen, indem sie den Gang zur Toilette regelmĂ€ĂŸig etwas hinauszögern, statt dem einsetzenden Harndrang sofort nachzugeben.
  • Übergewicht abbauen. Normalgewicht kann auch dazu beitragen, der benignen Prostatahyperplasie vorzubeugen.
  • Den Beckenboden krĂ€ftigen. Zum Beckenbodentraining gehören Anspannungs- sowie EntspannungsĂŒbungen. Geeignete Übungen lassen sich nach physiotherapeutischer Anleitung allein zu Hause ausfĂŒhren.

Wer eine Prostatahyperplasie hat und aus anderen GrĂŒnden (etwa gegen Bluthochdruck) Medikamente einnimmt, sollte zudem Ă€rztlich ĂŒberprĂŒfen lassen, ob eine VerĂ€nderung der Behandlung ratsam ist. Denn manche Arzneimittel können Prostatabeschwerden verstĂ€rken. Dazu gehören:

  • entwĂ€ssernde Mittel (Diuretika)
  • krampflösende Mittel
  • bestimmte Mittel gegen Allergien
  • bestimmte Parkinsonmittel
  • bestimmte Antidepressiva

Medikamente

Gegen stĂ€rkere Prostatabeschwerden oder eine fortschreitende ProstatavergrĂ¶ĂŸerung können Medikamente helfen. Die medikamentöse Behandlung zielt darauf ab, die Prostata zu verkleinern und/oder die Blasen- und Prostatamuskulatur zu entspannen. Vielen MĂ€nnern verschafft das bereits ausreichend Linderung, sodass sie ohne OP auskommen.

Welche Medikamente im Einzelnen gegen die Prostatahyperplasie zum Einsatz kommen, richtet sich nach den vorherrschenden Problemen. Zur Behandlung von Prostatabeschwerden bei gestörtem Harnabfluss eignen sich vor allem Alphablocker (wie Tamsulosin) und 5-Alpha-Reduktasehemmer (Finasterid und Dutasterid):

  • Alphablocker entspannen die Muskulatur in der Blase und in der Prostata, sodass der Urin besser abfließt. Die Prostata verkleinert sich durch die Medikamente jedoch nicht. Zu den möglichen Nebenwirkungen der Behandlung zĂ€hlen Schwindel, MĂŒdigkeit, Kopfschmerzen und niedriger Blutdruck.
  • Finasterid und Dutasterid verkleinern die Prostata. Die Medikamente können somit einen akuten Harnverhalt (also die UnfĂ€higkeit, die volle Blase zu entleeren) oder die Notwendigkeit einer OP vermeiden. Mögliche Nebenwirkungen sind Ejakulationsstörungen, sexuelle Unlust, Erektionsstörungen und vergrĂ¶ĂŸerte BrĂŒste. Meist lassen die Nebenwirkungen im Lauf der Behandlung nach.

Manche MĂ€nner bevorzugen auch pflanzliche Mittel, um ihre Prostatabeschwerden zu behandeln. HĂ€ufige Inhaltsstoffe sind: SĂ€gezahnpalme (Serenoa repens), KĂŒrbiskerne (Cucurbita pepo), afrikanischer Pflaumenbaum (Pygeum africanum), Roggenpollen (Secale cereale), sĂŒdafrikanisches Sternengras (Hypoxis rooperi) und Brennnesselwurzel (Urtica dioica radix).

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Die Wirksamkeit dieser Mittel bei Prostataproblemen und Prostatahyperplasie ist aber nicht ausreichend belegt. Darum gelten sie zu deren Therapie als wenig oder höchstens mit EinschrÀnkung geeignet.

Operation

Wenn Medikamente keine ausreichende Wirkung gegen die Beschwerden der Prostatahyperplasie erzielen, kommt zur Therapie eine Operation in Betracht. In bestimmten FĂ€llen ist bei einer ProstatavergrĂ¶ĂŸerung eine OP aus medizinischer Sicht sogar zwingend notwendig – zum Beispiel bei:

  • wiederholtem akuten Harnverhalt,
  • hĂ€ufigen Harnwegsinfekten,
  • öfter mit bloßem Auge erkennbarem Blut im Urin,
  • Blasensteinen sowie
  • einer Harnabflussstörung mit Erweiterung des oberen Harntrakts, eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion und Nierenversagen.

Es stehen unterschiedliche OP-Verfahren zur VerfĂŒgung, um Prostatagewebe zu entfernen oder zu zerstören. Das Ziel jeder Operation ist es, die Prostata so zu verkleinern, dass sie nicht mehr auf Blase und Harnröhre drĂŒckt: Das lindert die Beschwerden bei einer benignen Prostatahyperplasie sehr wirksam.

Wichtiger Hinweis
Wer eine Prostatahyperplasie per Operation behandeln lÀsst, kann trotzdem noch Prostatakrebs bekommen. Denn die Hyperplasie und der Krebs entstehen meist in unterschiedlichen Bereichen der Prostata.

HĂ€ufig kommt die sogenannte transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) zum Einsatz, um eine ProstatavergrĂ¶ĂŸerung zu behandeln. Bei diesem OP-Verfahren schiebt die Ärztin oder der Arzt ein dĂŒnnes, biegsames Röhrchen (ein Resektoskop) ĂŒber die Harnröhre bis zur Prostata und entfernt mit einer daran befestigten elektrischen Drahtschlinge einen Teil des Prostatagewebes.

Daneben sind viele weitere Techniken verfĂŒgbar, um die Prostata zu verkleinern oder die Harnröhre zu entlasten: sowohl andere minimalinvasive Verfahren als auch eine offene OP. Welcher Eingriff im Einzelfall am besten geeignet ist, hĂ€ngt von mehreren Faktoren ab: Mitentscheidend sind zum Beispiel die GrĂ¶ĂŸe der Prostata, das Alter und der Gesundheitszustand des Betroffenen sowie die Behandlungsmöglichkeiten in der jeweiligen Klinik.

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Im Anschluss an die operative Behandlung der Prostatahyperplasie ist meist etwas Geduld gefragt: Denn der Körper muss sich erst an die VerĂ€nderungen im operierten Bereich gewöhnen. WĂ€hrend der Heilungsphase können beispielsweise Probleme beim Wasserlassen auftreten – wie Harndrang oder eine kurzfristig eingeschrĂ€nkte Blasenkontrolle. Bis der Betroffene nach der Prostata-OP vollstĂ€ndig wiederhergestellt ist, kann es einige Monate dauern.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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