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Gefährdet BA.2 die geplanten Corona-Lockerungen?

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 22.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Coronakranker Mann, ĂĽber 60, Risikopatient, hat sich zuhause in Isolierung begeben.
Ein Coronakranker Mann, ĂĽber 60, Risikopatient, hat sich zuhause in Isolierung begeben. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Die Omikron-Variante BA.2 wird in immer mehr Ländern zur dominierenden Variante. Noch ist die Datenlage dazu dünn, doch neue Erkenntnisse geben Grund zur Sorge.

Das Wichtigste im Ăśberblick


  • Wo ist die Omikron-Untervariante bisher aufgetaucht?
  • Wie verbreitet ist BA.2 in Deutschland?
  • Ist BA.2 noch ansteckender als der Omikron-Urtyp?
  • Was ist ĂĽber die Krankheitsschwere bekannt?
  • Gefährdet BA.2 die geplanten Corona-Lockerungen?

Weltweit dominiert die Omikron-Variante BA.1, allerdings ist in immer mehr Ländern der Subtyp BA.2 auf dem Vormarsch. Während die virologischen Eigenschaften vom Urtyp BA.1 bereits gut untersucht sind, sind die für BA.2 weitestgehend unerforscht. Experten warnen jedoch vor einer deutlich höheren Infektiosität der Virusvariante. Was könnte das für den Verlauf der Pandemie bedeuten? Die wichtigsten Fragen und Antworten.


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Wo ist die Omikron-Untervariante bisher aufgetaucht?

Unklar ist weiterhin, wo die Variante BA.2 zuerst aufgetreten sein könnte. Zunächst meldete Großbritannien einen Anstieg mit dem Omikron-Subtyp, der dort als "Variante unter Beobachtung" eingestuft wurde.

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In mehr als 145 weiteren Ländern ist die Untervariante bislang ebenfalls aufgetaucht. In einigen ist sie inzwischen die dominante Form von SARS-CoV-2 – darunter Indien, Dänemark, Österreich und Südafrika.

Wie verbreitet ist BA.2 in Deutschland?

In Deutschland – wo vergleichsweise wenig sequenziert wird – breitet sich BA.2 nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zunehmend aus. Der Anteil in einer Stichprobe untersuchter Corona-Fälle sei zuletzt auf 14,9 Prozent gestiegen, hielt das RKI in seinem Wochenbericht vom 17. Februar fest. Diese Angabe bezieht sich auf die Woche bis zum 6. Februar. Für die Woche davor gibt das RKI den Anteil mit 10,4 Prozent an.

Wenn die Ausbreitung von BA.2 so weiterginge wie bisher, wäre sie nach grober Schätzung in Kalenderwoche acht bis zehn die dominante Virusform in Deutschland – also Anfang bis Mitte März, sagte die Virologin Sandra Ciesek von der Universität Frankfurt am Main im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" vom 15. Februar.

Ist BA.2 noch ansteckender als der Omikron-Urtyp?

Erste Analysen legten die Vermutung nahe, dass die Untervariante noch leichter übertragbar sein könnte als BA.1. Der US-Epidemiologe Eric Feigl-Ding warnte, BA.2 könne sich doppelt so schnell ausbreiten wie der Original-Omikron-Typ. "Ich bin sehr besorgt über den neuen Subtyp", schrieb Feigl-Ding auf Twitter.

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Ein internationales Forschungsteam kam kürzlich außerdem zu dem Schluss, dass die Reproduktionszahl von BA.2 um den Faktor 1,4 höher liegt als die des Omikron-Urtyps und auch höher als die der Subtypen BA.1.1 und BA.3, die sich alle in der südafrikanischen Provinz Gauteng entwickelt haben.

Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele andere Menschen eine infizierte Person im Mittel ansteckt.

Den Forschern zufolge legen diese Ergebnisse nahe, dass sich BA.2 global noch stärker ausbreiten wird und weitere Untersuchungen der Variante nötig sind. Dass BA.2 im Vergleich zu BA.1 ansteckender ist, hatten zuvor schon andere Untersuchungen gezeigt, etwa Studien aus Dänemark und Großbritannien.

Was ist ĂĽber die Krankheitsschwere bekannt?

Bislang deuteten wissenschaftliche Ergebnisse darauf hin, dass BA.2 keine großen Unterschiede zu BA.1 aufweist. Neue Daten japanischer Forscher zeigen nun aber: BA.2 könnte doch stärker krank machen als BA.1. Für ihre Preprint-Studie infizierte das Forscherteam Hamster mit den beiden Omikron-Varianten BA.1 und BA.2. Dabei verursachte BA.2 "deutlich mehr" Schäden in den Atemwegen und im Lungengewebe als die andere Variante. Zudem wurde aufgezeigt, dass BA.2 wesentlich leichter in menschliche Zellen einfällt – sich also schneller ausbreiten kann.

Dennoch fehlen weiterhin ausreichend klinische Daten. Die Frage, wie schwer die Verläufe mit BA.2-Infektion tatsächlich sind, lässt sich so noch nicht beantworten.

Gefährdet BA.2 die geplanten Corona-Lockerungen?

Ab dem 19. März sollen fast alle Corona-Regeln in Deutschland wegfallen. Doch ist das angesichts der vielen offenen Fragen zum Omikron-Subtyp BA.2 der richtige Schritt?

Fest steht: BA.2 gilt als Unsicherheitsfaktor. Fachleute gehen davon aus, dass die Omikron-Variante die Öffnungsschritte gefährden könnte, etwa wenn sie sich negativ auf die Hospitalisierungen auswirkt. Laut RKI liegen noch nicht ausreichend Daten vor, um die Eigenschaften des Subtyps hinsichtlich der Krankheitsschwere genauer beurteilen zu können. Durch die voranschreitende Ausbreitung und leichtere Übertragbarkeit von BA.2 sei aber "eine langsamere Abnahme oder eine erneute Zunahme der Fallzahlen nicht auszuschließen", heißt es.

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Das bedeutet kurzum: Durch die Lockerungen könnten die Fallzahlen wieder steigen und die Omikron-Welle könnte dadurch noch verlängert werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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