Nachrichten
Ist dieser Text objektiv?

Ja, die Redaktion hat f√ľr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Diese Krankheiten drohen durch Stress

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 24.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Gestresste Frau am Laptop: Andauernder Stress schadet nicht nur der psychischen, sondern auch der körperlichen Gesundheit. Herz-Kreis-Lauf-Erkrankungen oder sogar Schlaganfälle könnten die Folge sein.
Andauernder Stress schadet nicht nur der psychischen, sondern auch der körperlichen Gesundheit. Herz-Kreis-Lauf-Erkrankungen oder sogar Schlaganfälle könnten die Folge sein. (Quelle: kieferpix/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f√ľr einen TextNach Pokalfinale: Tedesco attackiert FreiburgSymbolbild f√ľr einen TextS√§nger entdeckt Tumor im HalsSymbolbild f√ľr einen TextWeitere Gewitter drohenSymbolbild f√ľr einen TextSoldat plante offenbar Anschl√§geSymbolbild f√ľr einen TextGeisterfahrerin stirbt bei KollisionSymbolbild f√ľr einen TextCannes feiert Elvis Presleys EnkelinSymbolbild f√ľr einen TextOffenbar Todesfall auf Kirmes in NRWSymbolbild f√ľr einen TextMusiker sagt kurzfristig "Fernsehgarten" abSymbolbild f√ľr einen TextPSG: Trainer-Sensation mit L√∂w?Symbolbild f√ľr einen TextDiese Fliegengitter halten Insekten fernSymbolbild f√ľr einen Watson Teaser"Let's Dance"-Juror tritt gegen Promi nach

Wenn K√∂rper und Psyche unter Dauerstress stehen, kann die anhaltende √úberflutung durch Stresshormone verschiedene Erkrankungen ausl√∂sen. Welche das sind und wie Sie sich davor sch√ľtzen k√∂nnen.

Das Wichtigste im √úberblick


  • Was passiert bei Stress im K√∂rper?
  • Warum schadet Stress dem K√∂rper?
  • Stress und Psyche: Vorsicht Depressionen
  • Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen
  • Stress abbauen: Bewegung ist ein wichtiger Faktor

Die Aussch√ľttung von Stresshormonen hat eine wichtige Funktion: Der K√∂rper wird aktiviert und ist reaktionsbereit und handlungsf√§hig. Nach der erlebten Stresssituation geht die Produktion von Stresshormonen zur√ľck und der K√∂rper kann sich regenerieren. Kritisch wird es jedoch, wenn K√∂rper und Psyche unter Dauerstress stehen. Welche Krankheiten dann drohen k√∂nnen.


Was Sie gegen Stress tun können

Zu viel Stress kann auf Dauer krank machen. Betroffene leiden unter psychischen und körperlichen Folgen. Doch es gibt einige Tricks, mit denen Sie ganz leicht Stress abbauen und vermeiden können.
Der beste Weg, Stress zu vermeiden, ist eine Entspannungstechnik zu erlernen. Das kann Yoga sein, autogenes Training oder aber auch die progressive Muskelrelaxation (PMR) nach der Methode von Edmund Jacobsen.
+6

Was passiert bei Stress im Körper?

Unter Stress, also in einer Situation, die als √ľberfordernd, bedrohlich oder be√§ngstigend empfunden wird, sch√ľttet der K√∂rper Stresshormone aus, darunter Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Diese Hormone aktivieren den K√∂rper und machen ihn reaktionsbereit und fokussiert. Vereinfacht l√§sst sich sagen, dass der K√∂rper auf Kampf oder Flucht eingestellt ist.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Lautes Schweigen: Bundesliga gratuliert Leipzig nicht
Einsamer Gewinner: Leipzigs Trainer Domenico Tedesco mit dem DFB-Pokal.


"Die Stresshormone lassen zum Beispiel das Herz schneller schlagen, den Blutdruck steigen und die Muskeln anspannen. Zugleich wird Zucker freigesetzt, damit der K√∂rper rasch Energie zur Verf√ľgung hat", erkl√§rt Dr. Torsten Gr√ľttert, Facharzt f√ľr Psychiatrie und Psychotherapie sowie Chefarzt der Privatklinik Duisburg. "Kurzfristig ist das wichtig. Steht der K√∂rper aber dauerhaft in Alarmbereitschaft, schadet das der Gesundheit."

Warum schadet Stress dem Körper?

Fehlen dem K√∂rper M√∂glichkeiten zum Stressabbau und zur Regeneration, bleibt auch die Aussch√ľttung der Stresshormone auf einem erh√∂hten Niveau. Die Folgen sind eine andauernde Aktivierung des Herz-Kreislauf-Systems, ein Ungleichgewicht im Stoffwechsel- und im Hormonhaushalt, eine Schw√§chung des Immunsystems sowie anhaltende muskul√§re Anspannungen.

"√úber die Zeit k√∂nnen sich Erkrankungen entwickeln, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall, aber auch Stoffwechselerkrankungen, etwa ein Diabetes mellitus", sagt Gr√ľttert. "Auch das Immunsystem wird zunehmend geschw√§cht. Infekte werden h√§ufiger. Muskul√§re Verspannungen k√∂nnen zu chronischen R√ľckenschmerzen f√ľhren. Hinzu kommt, dass Entz√ľndungsreaktionen im K√∂rper gef√∂rdert werden, welche den Gef√§√üen zus√§tzlich zusetzen und beispielsweise Arterienverkalkung beg√ľnstigen. Auch Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizmagen oder Reizdarm k√∂nnen sich entwickeln."

Stress und Psyche: Vorsicht Depressionen

Nicht zu unterschätzen ist zudem die psychische Belastung von anhaltendem Stress. Denn chronischer Stress bedeutet nicht nur, dass der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist. Auch die Psyche ist intensiver Belastung ausgesetzt. Kurzfristige Folgen sind Schlafprobleme, Gereiztheit und Konzentrationsschwierigkeiten. Langfristig können sich psychische Erkrankungen entwickeln, etwa Angststörungen oder Depressionen.

"Stressige Lebensphasen, egal ob im Beruf oder im Privaten, sind in der Regel mit Gef√ľhlen wie √úberforderung, Angst und Hilflosigkeit verbunden", erkl√§rt der Psychiater und Psychotherapeut. "Das Gef√ľhl, die Situation unter Kontrolle zu haben und ihr gewachsen zu sein, geht verloren. Betroffene f√ľhlen sich nicht mehr selbstwirksam. Sie haben zunehmend das Gef√ľhl, die Anforderungen nicht l√§nger stemmen zu k√∂nnen. Mit zunehmender geistiger Ersch√∂pfung nimmt das Risiko f√ľr psychische Erkrankungen zu."

(Quelle: Privat)


Dr. Torsten Gr√ľttert ist Facharzt f√ľr Psychiatrie und Psychotherapie sowie Chefarzt der Privatklinik Duisburg.

Rauchen und Alkohol sind zusätzliche Gesundheitsrisiken

Hinzu kommen die Gesundheitsrisiken, die von Substanzen ausgehen, die bei Stress oft vermehrt zur Bew√§ltigung eingesetzt werden, etwa Zigaretten zur Entspannung, Alkohol zur Bet√§ubung negativer Gef√ľhle, Kaffee und andere aufputschende Getr√§nke, um wacher und leistungsf√§higer zu sein. Um dem Druck standhalten zu k√∂nnen, greifen manche Menschen zu Drogen.

"Die verschiedenen Substanzen k√∂nnen den K√∂rper nachhaltig sch√§digen und viele bergen ein Suchtpotenzial. F√ľr den K√∂rper ist das eine zus√§tzliche Belastung ‚Äď auch, wenn es f√ľr die Betroffenen zu Beginn oftmals als scheinbare Hilfe empfunden wird, um mit der Situation umgehen zu k√∂nnen", sagt Gr√ľttert.

Diese Warnzeichen sollten Sie ernst nehmen

Wer andauernde Gef√ľhle von √úberforderung, Stress und Druck bemerkt, nicht mehr richtig entspannen kann und Warnzeichen wie Schlafst√∂rungen, R√ľckenschmerzen, Kopfweh, Gereiztheit und zunehmende Antriebslosigkeit bei sich beobachtet, sollte hellh√∂rig werden und die Beschwerden ernst nehmen. Dann gilt es zu schauen: Was sind die Stressfaktoren? Welche M√∂glichkeiten gibt es, die t√§glichen Belastungen zu reduzieren? Kann m√∂glicherweise ein Berufswechsel helfen? Wie kann ich mit famili√§ren Belastungen umgehen lernen?

Wer das Gef√ľhl hat, allein nicht weiterzukommen, sollte sich Unterst√ľtzung holen. Ein erster Ansprechpartner kann der Hausarzt sein. Dieser kann bei Bedarf zu einem Psychotherapeuten, Psychiater oder Psychologen √ľberweisen. Auch das Erlernen von Entspannungsmethoden kann helfen, in der Akutsituation etwas zur Ruhe zu finden.

Weitere Artikel


Stress abbauen: Bewegung ist ein wichtiger Faktor

Der Experte r√§t zudem, auf Bewegung zu setzen: "Bewegung ist die wichtigste Ma√ünahme, um Stresshormone abzubauen. Durch Bewegung wird die Energie, die der K√∂rper f√ľr die Notsituation zur Verf√ľgung gestellt hat, abgebaut. Zudem reguliert der K√∂rper nach der Bewegung die Stresshormone nach unten. Zugleich werden ausgleichende und entspannende Hormone freigesetzt, etwa Serotonin und Dopamin", erkl√§rt Gr√ľttert.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Ann-Kathrin Landzettel
Duisburg

t-online - Nachrichten f√ľr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website