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Scheidenausfluss: Was er bedeutet und wann er bedenklich ist


Was Scheidenausfluss über die Intimgesundheit verrät

Ann-Kathrin Landzettel

05.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Arzt mit Uterus-Illustration: Ein gesundes Scheidensekret ist geruchsneutral und kann je nach Zyklusphase weiß-gelblich, durchsichtig oder bräunlich sein.
Ein gesundes Scheidensekret ist geruchsneutral und kann je nach Zyklusphase weiß-gelblich, durchsichtig oder bräunlich sein. (Quelle: mi-viri/getty-images-bilder)
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Jede Frau hat natürlicherweise Scheidenausfluss. Er ist weitgehend geruchlos, hat eine durchsichtige bis weißliche Farbe und ist zyklusabhängig mal flüssiger oder etwas zäher. Verändert sich der Scheidenausfluss in Geruch, Farbe und Konsistenz, deutet dass auf eine Veränderung der Scheidenflora hin. Ursache sind oftmals Infektionen mit Bakterien und Pilzen.

Der normale Scheidenausfluss oder auch Zervixschleim schützt die Scheide vor Infektionen. Wird diese Schutzfunktion beeinträchtigt, können Keime in den Intimbereich gelangen und der Ausfluss verändert sich. Welche Veränderunger der Scheidenflüssigkeit bedenklich sind und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.


Fünf Ursachen für Scheidentrockenheit

Frau mittleren Alters unglücklich mit Partner auf dem Bett: Hormonelle Schwankungen: Die häufigste Ursache für Scheidentrockenheit sind Veränderungen im Hormonhaushalt. Vor allem in den Wechseljahren, wenn der Östrogenspiegel abnimmt. Das hat zur Folge, dass die Durchblutung im Intimbereich schlechter und die Scheide trocken wird. Typische Symptome sind Juckreiz und Brennen.
Depressive Frau sitzt auf dem Boden im Flur: Seelisches Leiden: Stress, Nervosität und andere psychische Leiden können ebenfalls eine Ursache für Scheidentrockenheit sein. Sexuelle Erregung sorgt normalerweise für die Befeuchtung der Scheide beim Geschlechtsverkehr. Diese lässt jedoch bei seelischen Problemen nach.
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Warum haben Frauen Ausfluss?

Scheidenausfluss, von Medizinern als Fluor vaginalis bezeichnet, wird von den Drüsen am Gebärmutterhals sowie den Zellen der Vaginalschleimhaut gebildet. Das Sekret sorgt unter anderem dafür, dass die Schleimhaut nicht austrocknet, Sex schmerzfrei möglich ist und Spermien ihren Weg leichter zur Eizelle finden. Auch bildet es eine wirksame Abwehr gegen Krankheitserreger wie Bakterien und Pilze.

"Der Scheidenausfluss spielt bei der Infektabwehr eine bedeutende Rolle", betont Professor Kai J. Bühling, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsfrauenklinik Hamburg-Eppendorf sowie Präsident der Deutschen Gesellschaft für Frauengesundheit e. V. (DGF). "Mit dem Sekret werden mögliche Krankheitserreger abgewehrt und aus der Scheide gespült."

Wie sieht natürliches Scheidensekret aus?

Ist der Scheidenausfluss gesund, ist er durchsichtig bis leicht milchig (Weißfluss), weitestgehend geruchsneutral und abhängig von den natürlichen Schwankungen des Zyklus mal flüssiger und mal etwas schleimiger. Um die Periode herum kann eine leichte Rosa- oder Braunfärbung auf Zwischenblutungen hindeuten oder die Menstruation ankündigen.

Schutz für den Intimbereich

Der pH-Wert ist dank der Milchsäurebakterien sauer, da sich in diesem Milieu Krankheitserreger schwerer vermehren können. Ein gesundes Scheidenmilieu hält Erreger bei einem pH-Wert von unter 4,5 in Schach. Des Weiteren enthält das Scheidensekret Glykogen, welches als Vielfachzucker die gesunden Keime der Scheidenflora nährt.

Neben den nützlichen Bakterien in der Scheide sind in geringerer Zahl auch Keime zu finden, die Infektionen verursachen können, etwa Streptokokken, Staphylokokken oder Enterobakterien sowie Pilze. Gerät der pH-Wert aus dem Gleichgewicht, können sich krankmachende Erreger vermehren und Infektionen auslösen, zum Beispiel eine bakterielle Vaginose oder Scheidenpilz.

(Quelle: Privat)


Professor Dr. med. Kai J. Bühling ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universitätsfrauenklinik Hamburg-Eppendorf sowie Präsident der Deutschen Gesellschaft für Frauengesundheit e. V. (DGF). Die Schwerpunkte des Experten sind die gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, die Diabetologie sowie die spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin.

Was Ausfluss über die Intimgesundheit verrät

Ein veränderter Scheidenausfluss deutet auf eine andere Zusammensetzung des Scheidenmilieus hin. Häufig ist es Scheidenpilz, der das Scheidensekret verändert. "Auf Scheidenpilz deutet ein weißlich-brökeliger Ausfluss hin. Ein auffälliger Geruch hingegen ist bei Scheidenpilz in der Regel nicht feststellbar", erklärt Bühling. "Brennen, Juckreiz, Rötung und Schwellung können hinzukommen."

Scheidenpilz, medizinisch Vulvovaginalkandidose, Vaginalmykose oder Candida albicans-Vulvovaginitis genannt, ist ein häufiges Problem: Experten gehen davon aus, dass zwischen 70 bis 75 Prozent der Frauen wenigstens einmal in ihrem Leben an einer Pilzinfektion der Scheide erkranken. In bis zu 95 Prozent der Fälle ist der Hefepilz Candida albicans der Auslöser. Von einem chronisch wiederkehrenden Scheidenpilz sprechen Gynäkologen, wenn mehr als vier Infektionen pro Jahr auftreten.

Bakterien verändern Geruch und Farbe

Bei einer bakteriellen Scheideninfektion, medizinisch bakterielle Vaginose genannt, vermehren sich bestimmte Bakterien in der Scheide, die bei einer gesunden Scheidenflora nur vereinzelt anzutreffen sind. Etwa die Hälfte der betroffenen Frauen hat trotz Bakterienüberbesiedelung keine Symptome. Bei der anderen Hälfte kann sich ein dünnflüssiger, grau-weißer bis gelblicher Ausfluss zeigen, der unangenehm "fischig" riecht. Auch können Entzündungen auftreten.

Sexuelle Erkrankungen und die Folgen

"Sexuell übertragbare Krankheiten wie Trichomonaden oder Chlamydien führen ebenfalls zu Veränderungen im Scheidenfluss", sagt Bühling. "Bei einer Infektion mit Trichomonaden kann sich der Ausfluss gelblich verfärben. Auch kann der Geruch strenger werden."

Wann mit verändertem Ausfluss zum Arzt?

Der Ausfluss der Frau ist ein wichtiger Signalgeber, ob "untenrum" alles gesund ist oder möglicherweise eine Infektion besteht. Frauen sollten ihren Ausfluss daher im Blick behalten und Veränderungen ärztlich untersuchen lassen.

"Kurzfristige Veränderungen sind nicht ungewöhnlich und meist auf hormonelle Zyklusschwankungen zurückzuführen. Bleiben die Veränderungen allerdings länger als ein paar Tage bestehen, sollten Frauen aufmerksam werden und zum Arzt gehen", rät der Facharzt für Frauenheilkunde. "So können ernstere Infektionen frühzeitig erkannt und behandelt werden, beispielsweise eine Chlamydien-Infektion, die - unbehandelt - zu Unfruchtbarkeit führen kann."

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Verwendete Quellen
  • S2k-Leitlinie "Vulvovaginalkandidose" der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DDG), der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG). AWMF-Register-Nr. 015/072. (Stand: Gültig bis 2025)
  • Candidose (Pilzerkrankung). Online-Information der Deutschen STI-Gesellschaft. Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit. (Stand: Aufgerufen am 18. März 2022)
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